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Themen - Forexperts

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Pfizer-Aktie im Plus: Pfizer will bald Coronavirus-Behandlung an Menschen testen

https://images.finanzen.net/mediacenter/unsortiert/pfizer_tupungato_shutterstock_660.jpg

Pfizer hat eine vielversprechende, potenzielle Coronavirus-Behandlung gefunden.

Der US-Arzneimittelhersteller will sie noch in diesem Sommer an Patienten testen.
Laboruntersuchungen deuteten darauf hin, dass der Medikamentenkandidat die Vermehrung des neuen Coronavirus blockiere, sagte der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Pfizer, Mikael Dolsten. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass das Mittel die Ausbreitung des Virus bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Symptomen verlangsamen oder stoppen könnte. Dies müsse aber noch in Tests am Menschen nachgewiesen werden.

Der Konzern forscht bereits seit einiger Zeit an Behandlungen und Impfstoffen gegen das Coronavirus.

Pfizer will zudem in dieser Woche mit Tests seines zur Behandlung von rheumatoider Arthritis zugelassenen Mittels Xeljanz an Corona-Patienten in Italien beginnen.
Darüber hinaus arbeitet Pfizer mit der deutschen BioNTech SEbei der Entwicklung eines Impfstoffs zusammen, der auf einer neuen genbasierten Technologie basiert.

Die Pfizer-Aktie konnte am Donnerstag an der NYSE bis zum Sitzungsende 2,28 Prozent dazu gewinnen auf 35,39 US-Dollar.
DJG/DJN/bam/sha

NEW YORK (Dow Jones)

Quelle: www.finanzen.net

2
COVID19 CORONA News / ZAHL DER INFIZIERTEN IN DEUTSCHLAND SINKT
« am: April 10, 2020, 09:09:24 Vormittag »
ZAHL DER INFIZIERTEN IN DEUTSCHLAND SINKT
Das sind die Kurven der Hoffnung!

Bundeskanzlerin Merkel gibt am Nachmittag ein Statement zur Corona-Krise ab



09.04.2020 - 13:13 Uhr
Die gelbe Kurve (Infizierte) geht zurück – was gut ist! Die blaue Kurve (Geheilte) geht hoch – was auch gut ist!

Täglich zeigt BILD die Zahlen von Geheilten, Infizierten und Todesopfern des Coronavirus in Deutschland. Weil das Robert-Koch-Institut die Zahl der genesenen Menschen bisher nicht regelmäßig veröffentlicht, beziehen wir uns hierbei auf Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA.

Zwei Tage in Folge ging die Zahl der Infizierten in Deutschland demnach zurück! Deutlich mehr Menschen gelten – im Vergleich zum jeweiligen Vortag – als geheilt. Das gab’s seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Deutschland noch nicht.

Die konkreten Zahlen nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität:

► Geheilte in Deutschland am Dienstag: 28 700 Menschen
► Geheilte am Mittwoch: 36 081 Menschen
Ein Plus von 25,7 Prozent!
► Geheilte am Donnerstag: 46 300 Menschen
Noch ein sattes Plus: 28,3 Prozent!

Die Zahl der aktuell Infizierten sank von 72 865 Menschen (Dienstag) auf 64 647 (Donnerstag).

Leider steigt die Zahl der Todesopfer noch immer – mehr als 2300 Menschen fielen dem Coronavirus in Deutschland zum Opfer. Dass die Gesamtzahl der Infizierten sinkt, hat traurigerweise auch damit zu tun. Und: Es gibt weiter etliche Neu-Infektionen pro Tag. Von Entwarnung kann also keine Rede sein!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) formulierte es im „Handelsblatt“ so: Bei den Infektionszahlen sei ein „positiver Trend“ zu beobachten, der sich aber noch „verstetigen“ müsse.

Quelle: www.bild.de

3
Coronavirus: Lufthansa-Chef - „Verlieren jede Stunde eine Million Euro“

Das Coronavirus hat weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Lufthansa-Chef Carsten Spohr spricht nun von schockierenden Zahlen. Alle Corona-Wirtschafsmeldungen im Überblick.



Update 8. April, 22.14 Uhr: „In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve - Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat.“ Diese schockierende Bilanz teilte Lufthansa-Chef Carsten Spohr den Mitarbeitern der deutschen Fluggesellschaft in einer Videobotschaft mit. Die Airline befördert statt täglich 350.000 Fluggästen derzeit weniger als 3000.

Coronavirus: Lufthansa-Chef spricht von „größter Herausforderung unserer Geschichte“
Für den Konzern bedeute die Pandemie „die größte Herausforderung unserer Geschichte“, sagte Spohr. Lufthansa befinde sich „im Kampf“ um ihre künftige Aufstellung. Zwar könne die Lufthansa der Krise mit finanziellen Reserven von mehr als vier Milliarden Euro gegenübertreten, allerdings verzeichne der Konzern nur noch einen „Bruchteil der Einnahmen“. Es sei deshalb absehbar, dass das Unternehmen die Krise nur mit staatlicher Unterstützung überstehen werde. Derzeit verhandelt Lufthansa über Staatshilfe und Spohr zeigte sich optimistisch, dass die Gespräche positiv enden werden.

Von den Maßnahmen, mit denen dasUnternehmen seine Kosten senken will, sind Spohr zufolge 7000 Mitarbeiter betroffen. Davon sind 1400 bei der Tochter Germanwings, die den Betrieb einstellt. Mit den Arbeitnehmervertretern liefen bereits Gespräche, um möglichst vielen Mitarbeitern einen alternativen Job im Konzern anzubieten. Dazu seien aber neue Beschäftigungsmodelle etwa bei Teilzeit unumgänglich.

Update 8. April, 18.20 Uhr: Hat das Hamstern endlich ein Ende? Das legt zumindest eine Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch nahe. Demnach gingen die Verkaufszahlen für zuletzt überdurchschnittlich stark nachgefragte Hygieneprodukte und Lebensmittel in der vergangenen Woche größtenteils zurück, und das teilweise deutlich. So lag der Absatz von Toilettenpapier im Einzelhandel 29 Prozent unter dem Durchschnittswert der sechs Monate von August bis Januar.

Coronavirus-Auswirkungen auf die Wirtschaft: Klopapier-Umsatz schwankt
Noch eine Woche zuvor waren 46 Prozent mehr Klopapier verkauft worden als im Sechs-Monats-Schnitt. Bei Seife ging der Absatz nach einem Plus von über 330 Prozent Mitte März auf zuletzt noch etwas mehr als das Doppelte der üblichen Menge zurück. Und auch beiMehl fiel das Plus mit 57 Prozent vergangene Woche deutlich geringer aus als noch in der Woche zuvor (139 Prozent). Bei Zucker und Reis lagen die Verkaufszahlen nach Angaben der Statistiker nur noch etwa zehn Prozent über dem Durchschnitt.

Die Nachfrage nach Desinfektionsmittel stieg hingegen „nach einem kurzzeitigen Einbruch“ wieder, und zwar auf fast das Vierfache des üblichen Werts. Die Statistiker wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schwankungen und kurzfristige Absatzrückgänge nur bedingt eine langsam eintretende Sättigung des Bedarfs widerspiegeln. Sie könnten auch „auf ein kurzfristig fehlendes Angebot in einem Warensegment zurückzuführen sein“.

Coronavirus und Wirtschaft: DHL will Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter anmelden
Update 8. April, 16.10 Uhr: Der LogistikkonzernDeutsche Post DHL will einem Medienbericht zufolge Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter anmelden. Betroffen seien insbesondere Tochterunternehmen aus der Kontraktlogistiksparte, unter anderem zwei Unternehmen, die logistische Dienstleistungen und erste Produktionsschritte für die Autobauer Ford und Audi anbieten, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Mittwoch unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Auch im Geschäft mit Expresslieferungen in Deutschland und in der Speditionssparte soll demnach Kurzarbeit eingeführt werden.

Der Konzernleidet unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und der schlechten Auftragslage bei vielen Kunden. Sein Gewinnziel für 2020 nahm der Vorstand bereits zurück. Im Paketgeschäft in Deutschland verzeichnet der Konzern jedoch steigende Mengen. Im Brief- und Paketbereich arbeitet ein Großteil der rund 190.000 Angestellten in Deutschland.

Eine Sprecherin der Unternehmensgruppe erklärte auf AFP-Anfrage, die "erste Priorität" liege darauf, Mitarbeiter wo möglich in anderen Geschäftsbereichen einzusetzen. "Erst danach werden wir in einigen Geschäftsbereichen vorerst Kurzarbeit in begrenztem Umfang in Betracht ziehen."

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte, dass der Konzern das Kurzarbeitergeld nicht aufstocken wolle. Dazu habe Verdi den Vorstand aufgefordert, sagte die stellvertretende Vorsitzende Andrea Kocsis der "Wirtschaftswoche".

Coronavirus/Wirtschaft: Chemie- und Pharmabranche leidet besonders unter Corona
Update vom 8. April, 15.08 Uhr:

In der Chemie- und Pharmabranche steigt die Zahl der Kurzarbeiter in der Corona-Krise rasant. Im April werden voraussichtlich knapp 85 000 Beschäftigte in Kurzarbeit sein, heißt es in einer Umfrage des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) unter fast 250 Mitgliedsfirmen. Das seienjeder siebte Mitarbeiter oder 14 Prozent in der Branche mit ihren 580 000 Beschäftigten hierzulande. Zum März verfünffache sich damit der Anteil der Menschen in Kurzarbeit, heißt es in dem Papier, das der dpa am Mittwoch vorlag.

DieCorona-Krise treffe die Branche weit stärker als die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, sagte BAVC-Präsident Kai Beckmann. Damals seien in der Spitze etwa 50 000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie in Kurzarbeit gewesen. Heute seien Unternehmen entlang der Zulieferketten für die Autoindustrie wie Lacke, Kunststoff, Reifen und Fasern am stärksten betroffen.

Update vom 8. April, 12.11 Uhr: Nach zwei starken Börsentagen ist die Erholung am deutschen Aktienmarkt vorerst beendet. Die Finanzminister der Europäischen Union konnten sich am Mittwoch nicht auf ein milliardenschweres Corona-Hilfspaket einigen. Stattdessen vertagten sie sich auf Donnerstag. Das belastete die Kurse: Der Dax verlor am Vormittag 1,3 Prozent auf 10.222 Punkte. In den vergangenen beiden Tagen hatte sich der deutsche Leitindex um fast neun Prozent erholt.

Auswirkungen von Corona auf die Wirtschaft: Grüne fordern Nachbesserung bei Gutscheinregelung
Update vom 8. April, 11.28 Uhr: Die Grünen im Bundestag fordern Nachbesserungen bei der geplanten Gutscheinregelung für Verbraucher, die wegen der Corona - Krise Eintrittskarten oder Abos nicht nutzen können. „Auf kurze Sicht lässt die Regierung das größere Risiko bei der Ticketentschädigung damit den Verbrauchern auf die Füße fallen“, sagte die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Katharina Willkomm, der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte das Kabinett eine Regelung beschlossen, wonach Veranstalter von Musik-, Kultur- oder Sportveranstaltungen und Betreiber von Freizeiteinrichtungen wie Museen, Schwimmbäder oder Sportstudios ihren Kunden Gutscheine ausstellen können für Leistungen, die wegen der Corona-Pandemie nicht nutzen können. Das soll Insolvenzen verhindern helfen. „Veranstalter und Betreiber sind mit einer Vielzahl von Rückforderungen konfrontiert und geraten zunehmend in Liquiditätsengpässe“, warnte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).

BMW steigt in Produktion von Atemschutzmasken ein
Update vom 8. April, 10.51 Uhr: Auch der Autobauer BMW will in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken einsteigen. „Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an. Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Die für dieProduktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend sollen bis zu 100.000 Masken am Tag produziert werden.

Für den Kampf gegen das Coronavirus spendete der Autobauer dem Freistaat Bayern zudem eine Million Paar medizinische Handschuhe und50.000 FFP2-Atemschutzmasken. „In dieser Notlage ist eine zügige und koordinierte Hilfeleistung von höchster Bedeutung“, sagte Zipse. Er kündigte an, dass BMW „in den nächsten zwei Wochen“ noch einmal eine Million Atemschutzmasken spenden werde.

Wirtschaftsforscher: Deutschland kann Rezession verkraften
Update vom 8. April, 8.44 Uhr: Die Corona-Krise führt aus Sicht führender Wirtschaftsforscher zu einer schweren Rezession - Deutschland sei aber gut gerüstet, um diese durchzustehen. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte am Mittwoch, Deutschland bringe gute Voraussetzungen mit, den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau zu erreichen, das sich ohne die Krise ergeben hätte. Die günstige Finanzlage ermögliche es dem Staat, weitgehende Maßnahmen zur Abfederung der kurzfristigen negativen Folgen für Unternehmen und private Haushalte zu ergreifen.

Nach der Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahrum 4,2 Prozent schrumpfen. Dies wäre die schwerste Rezession seit der Finanz- und Wirtschaftskrise vor mehr als zehn Jahren. Für das kommende Jahr sagen die Institute eine Erholung und ein Wachstum von 5,8 Prozent voraus.

Deutsche Post sieht keinen Bedarf für Staatshilfe
Update vom 8. April, 8.15 Uhr: Die Deutsche Post sieht trotz derCorona-Krise keinen Bedarf für staatliche Finanzhilfen. „Wir sind in einer sehr stabilen Situation“, sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Der Konzern sei sehr widerstandsfähig und insbesondere bei der Bilanz sehr gut aufgestellt. Daher gebe es im Unternehmen keinerlei Diskussionen über mögliche staatliche Unterstützung.

Während die Post im Express- und Frachtgeschäft, in der Lieferkettenlogistik und bei Werbepost zuletzt spürbare Rückgänge verbuchte, sei das Paketgeschäft auf ein Niveau gewachsen, wie man es normalerweise nur in der Vorweihnachtszeit sehe, sagte Appel. Daher will die Post jetzt Mitarbeiter aus anderen Bereichen verstärkt im Paketgeschäft einsetzen. Auch Neueinstellungen sind demnach geplant.

Wohnungskonzern Vonovia: Tausende Mieter fürchten Geldprobleme
News vom 8. April, 5.13 Uhr: In der Corona-Krise haben Tausende Mieter Deutschlands größten Wohnungskonzern Vonovia um Zugeständnisse gebeten. Stand Ende voriger Woche hätten sichrund 3000 Mieter an das Unternehmen gewandt mit der Befürchtung, sie könnten sich ihre Wohnung nicht mehr leisten. Vonovia habe allen Mietern aber bereits im März geschrieben, „dass sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn sie Mieten vorübergehend nicht vollständig zahlen können“, sagte Vorstandschef Rolf Buch der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch).

Man wolle in solchen Fällen gemeinsam eine Lösung finden. „Auf keinen Fall werden wir Mietern kündigen, die aufgrund von Corona in Schwierigkeiten gekommen sind“, sagte Buch. Er schloss zudem Mieterhöhungen in laufenden Verträgen aus, solange die Corona-Krise akut sei. „Auch, wenn wir nun Modernisierungen abschließen, erhöhen wir die Mieten vorerst bis September nicht.“ Das koste den Konzern zwar Geld, an der Jahresprognose halte man aber fest.

Quelle: www.merkur.de

4
Frühjahrsgutachten: Forscher erwarten wegen Coronavirus-Pandemie deutliche Rezession


Timo Wollmershäuser vom ifo-Institut

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten wegen der Coronakrise eine schwerwiegende Rezession.

In ihrem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung gehen die Ökonomen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen wird. Die Arbeitslosenquote werde 2020 auf bis zu 5,9 Prozent, die Zahl der Kurzarbeiter auf bis zu 2,4 Millionen steigen. Im kommenden Jahr werde sich die Wirtschaft aber erholen und um 5,8 Prozent wachsen.

Der Leiter der Konjunkturforschung des Münchner Ifo-Instituts, Wollmershäuser, sagte bei der Vorstellung des Berichts in Berlin, Deutschland habe gute Voraussetzungen, um den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau zu erreichen, das sich ohne die Krise ergeben hätte.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier erklärte, er fühle sich durch das Gutachten in der Einschätzung bestätigt, dass eine rasche wirtschaftliche Erholung möglich sei. Aufgabe der Politik sei es, dazu ihren Beitrag zu leisten.

Quelle: www.deutschlandfunk.de

5
+++ News-Ticker zum Corona-Crash+++
Tui einigt sich mit Banken auf staatlichen Milliardenkredit



Die rasante Ausbreitung des Coronavirus erschüttert Weltwirtschaft und Börsen. Regierungen und Banken versuchen mit Hilfspaketen das Schlimmste abzuwehren. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

Wirtschaftsforscher: Corona-Krise löst tiefe Rezession aus
10.05 Uhr: Die Corona-Krise löst aus Sicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen, wie aus dem Gutachten hervorgeht. Bereits im ersten Quartal 2020 dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent geschrumpft sein. Im zweiten Quartal bricht es dann als Folge des Shutdowns um 9,8 Prozent ein. Dies ist der stärkste je seit Beginn der Vierteljahresrechnung im Jahr 1970 gemessene Rückgang in Deutschland und mehr als doppelt so groß wie jener während der Weltfinanzkrise im ersten Quartal 2009

Die schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werden laut der Prognose zudem deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. In der Spitze werde die Arbeitslosenquote auf 5,9 Prozent und die Zahl der Kurzarbeiter auf 2,4 Millionen hochschnellen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte vor kurzem gesagt, es müsse mit tiefen Einschnitten beim Wirtschaftswachstum gerechnet werde. Diese würden mindestens so stark, wenn nicht stärker als in der Finanzkrise 2009. Damals war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Die "Wirtschaftsweisen" hatten Ende März in einem Sondergutachten als derzeit wahrscheinlichstes Szenario einen fünfwöchigen "Shutdown" und eine anschließende kurze Erholungsphase unterstellt. Für diesen Fall würde das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 2020 um 2,8 Prozent schrumpfen, um im folgenden Jahr gleich wieder um 3,7 Prozent zuzulegen.

Tui: Weg für staatlichen Milliardenkredit frei
08.42 Uhr: Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter am Mittwochmorgen in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW - wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

Die Tui AG hatte nach eigenen Angaben bereits eine Zusage der Bundesregierung bekommen. Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es, der erste großvolumige Antrag aus dem entsprechenden KfW-Sonderprogramm sei bewilligt worden. Weil mit den frischen Mitteln eine schon bestehende Kreditlinie für Tui im Wert von 1,75 Milliarden aufgestockt werden soll, waren jedoch Vertragsanpassungen und ergänzende Beratungen mit einem Bankenkonsortium notwendig.



EU-Beratungen zu Corona-Hilfen ohne Einigung - Fortsetzung Donnerstag
Topmeldung (08.06 Uhr): Im Streit über ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister vorerst kein Ergebnis vorgelegt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Mittwoch auf Twitter mit.

Probleme bereitete am Dienstagabend insbesondere die Forderung Italiens, gemeinsame Corona-Bonds in die Abschlusserklärung aufzunehmen. Hinzu kam die Frage, welche Bedingungen an Finanzhilfen des Euro-Rettungsfonds ESM geknüpft werden sollen. Ob es im Laufe der Nacht hier Fortschritte gab, blieb zunächst unklar. Eurogruppen-Chef Mario Centeno hatte am Dienstag eine zunächst für den Abend geplante Pressekonferenz auf Mittwochvormittag (10.00 Uhr) verschoben.

Deutsche Post DHL will Kurzarbeit für 4000 Beschäftigte anmelden
Mittwoch, 8. April, 06.53 Uhr: Die Deutsche Post DHL will Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter beantragen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Betroffen sind demnach insbesondere Tochterunternehmen aus der Kontraktlogistiksparte, unter anderem zwei Unternehmen, die logistische Dienstleistungen und erste Produktionsschritte für Ford und Audi anbieten. Auch im Geschäft mit Expresslieferungen in Deutschland und in der Speditionssparte soll Kurzarbeit eingeführt werden.

Der Konzern leidet unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und der schlechten Auftragslage bei vielen Kunden. Sein Gewinnziel für 2020 hat der Vorstand zurückgenommen. Im Paketgeschäft in Deutschland verzeichnet der Konzern jedoch steigende Volumina. Brief- und Paketzusteller seien von den Maßnahmen bisher nicht betroffen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Im Brief- und Paketbereich arbeitet ein Großteil der rund 190.000 Angestellten in Deutschland.

Die Gewerkschaft Verdi übt Kritik an den Maßnahmen. „Wir haben den Konzern zu Verhandlungen über eine einheitliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes aufgefordert. Der Vorstand der Deutschen Post DHL hat diese Aufforderungen abschließend abgelehnt“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis der „Wirtschaftswoche“. „Die Deutsche Post DHL ist finanziell gut aufgestellt und hat ehrgeizige Gewinnziele. Da ist es völlig inakzeptabel, dass viele Arbeitnehmer nun Sozialhilfe beantragen sollen, weil das Kurzarbeitergeld nicht ausreicht.“

Alle weiteren Entwicklungen:

Dax notiert zum Start leicht tiefer
09.00 Uhr: Der Dax startet mit 10301,56 Punkten in den Handelstag - damit verliert der deutsche Leitindex leicht um 0,53 Prozent. Die Kurse werden am heutigen Mittwoch auch dadurch belastet, dass sich die Finanzminister der Europäischen Union nicht einigen konnten bezüglich eines Corona-Rettungspakets. Sie vertagten sich auf den morgigen Donnerstag.

Tesla schickt Mitarbeiter in Zwangsurlaub und kürzt Gehälter

Tesla-Chef Elon Musk

Mittwoch, 8. April, 07.39 Uhr: Tesla will in der Coronakrise alle nicht-essentiellen Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken. Das geht aus einer Mail des Konzerns an seine Mitarbeiter hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Am 4. Mai will Tesla die Produktion, die wegen der Coronakrise stillsteht, wieder aufnehmen.

Quelle: www.focus.de

6
Gutachten führender Institute "Wirtschaft unter Schock"



Knapp sechs Prozent Arbeitslosenquote und eine schwerwiegende Rezession: Das ist das Szenario für Deutschland, das die Wirtschaftsweisen in ihrem Frühjahrsgutachten als Folge der Corona-Krise entwerfen.

Die Bremsspuren werden nicht zu übersehen sein: Aus Sicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute löst die Corona-Krise eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus. "Wirtschaft unter Schock" ist der Titel des Frühjahrsgutachtens, das die Institute am Vormittag vorstellen.

Die Nachrichtenagentur dpa, der das Papier vorab vorlag, sagen die Experten darin ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 4,2 Prozent in diesem Jahr vorher.

Die schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werden laut der Prognose zudem deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. In der Spitze werde die Arbeitslosenquote auf 5,9 Prozent und die Zahl der Kurzarbeiter auf 2,4 Millionen hochschnellen.

Noch schlimmer als in der Finanzkrise?
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte vor kurzem gesagt, es müsse mit tiefen Einschnitten beim Wirtschaftswachstum gerechnet werden. Diese würden mindestens so stark, wenn nicht stärker als in der Finanzkrise 2009. Damals war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Ende März hatten die "Wirtschaftsweisen" in einem Sondergutachten als derzeit wahrscheinlichstes Szenario einen fünfwöchigen "Shutdown" und eine anschließende kurze Erholungsphase unterstellt. Für diesen Fall würde das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 2020 um 2,8 Prozent schrumpfen, um im folgenden Jahr gleich wieder um 3,7 Prozent zuzulegen.

Knapp zehn Prozent weniger Wachstum in einem Quartal
Bereits im ersten Quartal 2020 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft sein, erwarten die Institute. Das Statistische Bundesamt will die erste Schätzung zum ersten Quartal am 15. Mai vorlegen.

Im zweiten Quartal bricht es dann laut Gutachten als Folge des "Shutdowns" um 9,8 Prozent ein. Dies sei der stärkste je seit Beginn der Vierteljahresrechnung im Jahr 1970 gemessene Rückgang in Deutschland und mehr als doppelt so groß wie jener während der Weltfinanzkrise im ersten Quartal 2009.

Für das kommende Jahr sagen die Institute eine Erholung und ein Wachstum von 5,8 Prozent voraus. Die Erholung könnte dem Gutachten zufolge bereits im dritten und vierten Quartal 2020 mit einem BIP-Zuwachs von 8,5 beziehungsweise 3,1 jeweils zum Vorquartal einsetzen.

Geringe Inflation
Weiter heißt es, sowohl die Lohnsumme als auch die Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen werden im laufenden Jahr zurückgehen. Gedämpft werde diese Entwicklung durch einen beschleunigten Anstieg von Sozialleistungen infolge steigender Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit.

Zum Vorteil der Privathaushalte wirkt sich aus, dass der Preisauftrieb nicht allzu groß ausfällt. Dafür sorgt speziell der Absturz der Rohölpreise. Die Verbraucherpreise werden in diesem Jahr laut Gutachten nur um 0,6 Prozent steigen.

Quelle: www.tagesschau.de

7
COVID19 CORONA News / RKI-Chef rechnet mit Anstieg der Todesfälle
« am: April 07, 2020, 12:12:28 Nachmittag »
RKI-Chef rechnet mit Anstieg der Todesfälle

Datenspende-App soll bei Bekämpfung von Corona helfen +++ Spanischer Pilgerort Santiago de Compostela: Halle völlig verwüstet +++ Polizisten bei Kontrolle angegriffen


RKI-Chef Lothar Wieler

Nach vier Tagen rückläufiger Neuinfektionen ist die Zahl der neuen Corona-Infizierten wieder stärker angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut am Dienstag mit.

RKI-Chef Lothar Wieler sagte über die Corona-Entwicklung in Deutschland: „Von einer Entspannung kann noch nicht ausgegangen werden – Schwankungen sind immer möglich.“ Konkret warnte Wieler: „Es ist mit einem weiteren Anstieg der Todesfälle zu rechnen.“

Von den 99 225 Infektionsfällen (Anstieg um 3834 in 24 Stunden) seien 173 weitere Menschen verstorben – insgesamt meldet das RKI in Deutschland nun 1607 Tote.

Zur weiteren Bekämpfung des Virus stellte Wieler eine App zum Erkennen von Krankheits-Symptomen vor. Die „Datenspende-App“ (verfügbar für iOs und Android) stehe ab heute zur Verfügung, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Sie könne auf Fitnessarmbändern oder Smartwatches installiert werden.

Die App sende dann anonymisierte Daten über Symptome wie höhere Temperatur oder auch schlechten Schlaf, die auf Atemwegserkrankungen hinwiesen. Sie könne nicht Covid-19 definitiv nachweisen, helfe aber dem RKI für eine Übersicht.

Live-Ticker

11.46 Uhr
Inzwischen 21 582 Corona-Infizierte in NRW
Die Zahl der Corona-Infektionen und Todesopfer steigt auch in NRW weiter: Am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) zählte das Gesundheitsministerium für Nordrhein-Westfalen 21 582 Fälle von Covid-19 und damit rund 860 bestätigte Infektionen mehr als noch am Montagmorgen. Die Zahl der Todesfälle stieg von 293 auf nun 347.

Besonders betroffen waren die Stadt Köln, der Kreis Heinsberg und Aachen mit der Städteregion Aachen.

11.43 Uhr
Produktion bei Porsche ruht auch nach Ostern
Die Werke des Sportwagenbauers Porsche stehen wegen der Coronavirus-Pandemie auch in der Woche nach Ostern still. Angesichts der aktuellen Lage bleibe die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig eine weitere Woche ausgesetzt, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Es gebe weiterhin Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf der Produktion nicht zuließen, hieß es.



11.38 Uhr
Ethikrat begrüßt Debatte über Lockerung von Corona-Regeln
Der Deutsche Ethikrat hat die Debatte über eine Lockerung der massiven Beschränkungen im öffentlichen Leben im Zuge der Corona-Krise begrüßt. „Es ist zu früh, Öffnungen jetzt vorzunehmen. Aber es ist nie zu früh, über Kriterien für Öffnungen nachzudenken“, sagte der Chef des Gremiums, der Theologe Peter Dabrock, am Dienstag.

„Alles andere wäre ein obrigkeitsstaatliches Denken, das bei uns nicht verfangen sollte und mit dem man das so notwendige Vertrauen der Bevölkerung nicht stärken würde“, so Dabrock.

Der Ethikrat warnte aber: Zu häufig werde die Debatte über Öffnungsperspektiven vor allem über den Zeitaspekt geführt. Sachliche und soziale Kriterien würden hintangestellt.


Peter Dabrock

11.35 Uhr
Junge (14) in Polizeigewahrsam, weil er Freundin besuchen will
Trotz Ausgangsbeschränkungen hat ein 14-Jähriger seine Freundin (15) besuchen wollen – und ist von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.

Der Jugendliche erzählte den Polizisten am Würzburger Hauptbahnhof, dass er mit dem Zug aus Schweinfurt gekommen sei und den Bus verpasst habe, mit dem er zu seiner Tante weiterfahren wollte, teilte die Polizei mit.

11.04 Uhr
Japan ruft Notstand für sieben Provinzen aus
Japans Regierungschef Shinzo Abe hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand für Tokio und sechs andere Provinzen ausgerufen. Die Maßnahme tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 6. Mai für Tokio, die drei Nachbarprovinzen Chiba, Kanagawa und Saitma sowie Osaka, Hyogo und Fukuoka. Damit dürfen die Behörden die Bürger anweisen, in ihren Häusern zu bleiben, sowie die Schließung von Schulen und anderen Einrichtungen verordnen. Eine harte Abschottung wie in Italien oder Frankreich ist das aber nicht. Bürger können bei Missachtung weder belangt werden, noch können Firmen gezwungen werden, zu schließen. Doch dürften die Aufrufe der Behörden psychologischen Druck auf das Volk ausüben, sie zu befolgen.

10.28 Uhr
Spanien: Zwei Millionen Masken aus Lagerhalle gestohlen
Der spanische Pilgerort Santiago de Compostela ist zum Schauplatz einer echten Corona-Schweinerei geworden: In der Stadt im Nordwesten des Landes ist eine Lagerhalle für Schutzmasken und anderes Schutzmaterial ausgeräumt und komplett verwüstet worden. Als Tatverdächtigen nahm die Polizei einen Unternehmer fest. Er wird beschuldigt, das Diebesgut im Gesamtwert von fünf Millionen Euro im Nachbarland Portugal verkauft zu haben. Der Mann sei dem Richter vorgeführt und anschließend unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.



10.11 Uhr
BILD-Reporterin in London: So geht es Boris Johnson
Seit Montagabend befindet sich Briten-Premierminister Boris Johnson wegen seiner Corona-Erkrankung auf der Intensivstation. BILD-Reporterin Monika Kennedy berichtet aus London!

10.04 Uhr
RKI-Chef Wieler: „Noch keine Entspannung“
Der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, über die Corona-Entwicklung in Deutschland: „Von einer Entspannung kann noch nicht ausgegangen werden – Schwankungen sind immer möglich.“ Konkret warnte Wieler: „Es ist mit einem weiteren Anstieg der Todesfälle zu rechnen.“

09.49 Uhr
Auf dieser Insel will New York Corona-Tote lagern
Wohin mit den vielen Leichen? Diese schwere Frage müssen sich die verantwortlichen Behörden in New York stellen. 2738 Menschen (Stand: Montagabend, Ortszeit) sind in der Metropole schon dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Bestattungen und würdevolle Abschiede sind aufgrund des Ausnahmezustands nicht möglich.

Wenn die Kühlkammern voll sind, sollen die Toten übergangsweise erst mal auf Hart Island bestattet werden.

09.17 Uhr
Altmaier warnt vor verfrühter Lockerung
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat davor gewarnt, sich in der Debatte um eine mögliche Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen nach Ostern unter Druck setzen zu lassen. Im ZDF-„Morgenmagazin“ sagte Altmaier am Dienstag, „dass wir jetzt, so kurz vor dem Schluss, nicht schwach werden dürfen“. Die Bundesregierung werde „die Nerven behalten“ und dann über eine Lockerung der Maßnahmen entscheiden, wenn die Datengrundlage eine Entscheidung zulasse, sagte Altmaier. „Das ist jetzt nicht der Fall.“



08.01 Uhr
RKI: Neuinfektionen wieder stärker gestiegen
In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen und der infolge einer Ansteckung verstorbenen Patienten wieder stärker angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 99 225 bestätigte Infektionsfälle, das ist ein Anstieg binnen 24 Stunden um 3834. Am Tag zuvor hatte das RKI noch 3677 Neuinfektionen mitgeteilt. Die Zahl der verstorbenen Patienten stieg um 173 auf nun 1607. Am Montag lag der Anstieg hier noch bei 92 Todesfällen binnen 24 Stunden.

07.53 Uhr
Philippinen verlängern Ausgangsbeschränkungen
Die Regierung der Philippinen hat die Ausgangsbeschränkungen auf der Hauptinsel Luzon um zwei Wochen bis zum 30. April verlängert. Der Schritt werde dem Land unter anderem mehr Zeit geben, die Zahl der Tests zu erhöhen, sagte der zuständige Regierungsbeamte Karlo Nograles am Dienstag in Manila. Er warnte: „Wir haben den Höhepunkt der Infektionen noch nicht erreicht.“ Auf Luzon, wo mehr als die Hälfte der über 100 Millionen Einwohner des Landes leben, gelten seit dem 16. März strenge Ausgangsbeschränkungen. In dem südostasiatischen Inselstaat haben die Gesundheitsbehörden bislang 3660 bestätigte Fälle von Covid-19-Infektionen gemeldet, 163 Infizierte starben.



06.50 Uhr
Polizisten bei Corona-Kontrolle angegriffen
Bei einer Kontrolle der geltenden Corona-Auflagen sind in Mögglingen (Baden-Württemberg) Polizisten angegriffen und beleidigt worden. Nach Angaben der Polizei erhielten die Beamten einen Zeugenhinweis und kontrollierten daraufhin die Wohnung eines 19-Jährigen. Vor Ort rebellierten der junge Mann und seine 18 Jahre alte Freundin, wurden aggressiv und beleidigten die Polizisten am Montagmorgen. Die 18-Jährige hustete den Angaben zufolge provokant in die Richtung der Beamten und hielt den Sicherheitsabstand nicht ein. Als die Frau zum Schlag ausholte, fixierten die Beamten sie. Der Wohnungsinhaber bedrohte den Polizisten daraufhin mit dem Tod, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. In der Wohnung wurden vier weitere Personen angetroffen, die wie die Freundin nicht dort gemeldet sind.

05.07 Uhr
Generalinspekteur: Auslandseinsätze müssen trotz Corona weiterlaufen
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn (60), hat davor gewarnt, Auslandseinsätze der deutschen Streitkräfte wegen des Coronavirus in Frage zu stellen.

„Die Sicherheitslage in den Einsatzländern verändert sich durch Corona nicht zum Positiven“, sagte Zorn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland). „In allen Krisengebieten sind die destabilisierenden Gruppen unverändert aktiv. Die Bedrohung hat nicht abgenommen. Es wäre fatal, das aus dem Auge zu verlieren. Ansonsten könnte ein gefährliches Vakuum entstehen.“

04.59 Uhr
Italien legt 400-Milliarden-Euro-Programm auf
Italien will mit einem Konjunkturprogramm im Volumen von 400 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorgehen.

Es handle sich um das größte Staatsprogramm in der Geschichte des Landes, sagte Regierungschef Giuseppe Conte (55) am Montagabend in einer Fernsehansprache. Die Hälfte der Hilfen soll an exportorientierte Unternehmen fließen, deren Umsätze in den vergangenen Wochen eingebrochen sind.

Es werde bald „einen neuen Frühling für Italien“ geben, sagte Conte voraus. Das neue Maßnahmenpaket kommt zu staatlich abgesicherten Darlehen für Unternehmen im Volumen von 340 Milliarden hinzu, welche die Regierung bereits im März angekündigt hatte.

04.58 Uhr
Jugendämter: Mehr Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen
Die Jugendämter in Deutschland verzeichnen im Zuge der Corona-Krise einen Anstieg sogenannter Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen.

Das sei zwar bisher kein flächendeckendes Phänomen und konkrete Zahlen gebe es frühestens in einem Jahr, sagte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (BAG), Lorenz Bahr, der DPA. „Aber wir haben schon die Wahrnehmung, dass es einen Anstieg von Inobhutnahmen im städtischen Umfeld gibt.“

Eine Umfrage der BAG in der vergangenen Woche bei den Landesjugendämtern in Deutschland hat demnach ein entsprechendes Bild ergeben. Er persönlich wisse aus einzelnen Städten in Nordrhein-Westfalen, speziell im Rheinland, von mehr Inobhutnahmen, sagte Bahr, der auch Leiter des Landesjugendamts Rheinland ist. Die Inobhutnahme gilt als stärkste Schutzmaßnahme bei Kindeswohlgefährdung. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2018 7800 Kinder vom Jugendamt vorläufig in Obhut genommen. Neuere Daten gibt es noch nicht.

04.57 Uhr
Altpapiermenge rückläufig - Trendwende durch Corona?
Die Corona-Krise könnte zu einer Trendwende auf dem Altpapiermarkt führen.

„Wir haben eine Situation, die sich deutlich anders darstellt als noch vor einem Monat, als wir noch ein klares Überangebot an Altpapier hatten“, sagte ein Sprecher des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung der DPA. Die Sammelmenge an Altpapier gehe derzeit zurück - das könne zum einen am veränderten Einkaufsverhalten, zum anderen aber auch daran liegen, dass manche Sammlungen, etwa durch örtliche Vereine, nicht mehr regelmäßig stattfänden. Der Verband kritisierte zudem, dass kommunale Wertstoffhöfe teilweise geschlossen würden.

04.57 Uhr
Corona-Quarantäne in Jessen beendet
Die Bewohner der Jessener Stadtteile Jessen und Schweinitz dürfen sich wieder genau so in der Öffentlichkeit bewegen wie alle anderen Sachsen-Anhalter.

Die wegen eines Corona-Ausbruchs über die beiden Ortsteile im Landkreis Wittenberg verhängte Quarantäne lief am Montagabend um 20 Uhr aus. Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) verließen daraufhin die Kontrollstationen an den Ein- und Ausfahrtsstraßen, kurz darauf rollte der Verkehr wieder. Eine Straßenbaufirma machte sich daran, die acht Kontrollstationen nacheinander abzubauen. Bis zum Mittag sollten alle Ein- und Ausfahrten wieder frei sein.

04.07 Uhr
Mexiko: Stärkster Anstieg von Corona-Fällen
Mexiko verzeichnet seinen bislang höchsten Anstieg an Corona-Fällen binnen eines Tages.

Das Land registrierte 296 Neuinfektionen. Insgesamt seien damit bislang 2439 Fälle erfasst. Die Totenzahl liege bei 125. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell (51) erklärt, die Fälle würden noch erheblich zunehmen. Es sei wichtig, mehr medizinische Fachkräfte einzustellen.

04.05 Uhr
Einwohner von Wuhan dürfen erstmals seit Wochen Stadt verlassen
Erstmals seit dem 23. Januar dürfen die Einwohner von Wuhan ihre Stadt wieder verlassen.

In der Nacht zum Mittwoch endet auch das Ausreiseverbot für die zentralchinesische Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie gilt. Die Hauptstadt der Provinz Hubei wurde als erste chinesische Stadt komplett abgeriegelt, später folgte fast die gesamte Provinz.

Inzwischen hat sich die Lage entspannt, und seit Ende März beendeten die Behörden schrittweise die Abschottungsmaßnahmen. Für Wuhan galt allerdings zunächst weiter ein Ausreiseverbot. Gleichzeitig mit seinem Ende werden nun auch die Inlandsflüge von und nach Wuhan wieder aufgenommen. Aus der Millionenstadt waren Ende Dezember die ersten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden. Dort wurden auch die meisten der mehr als 3300 Todesopfer in China registriert.

04.03 Uhr
Städtetag fordert „kommunalen Rettungsschirm“
Der Deutsche Städtetag hat von Bund und Ländern angesichts wegbrechender Steuereinnahmen infolge der Corona-Krise einen „kommunalen Rettungsschirm“ gefordert.

„Die Corona-Pandemie führt in allen Städten zu gravierenden finanziellen Belastungen: Einnahmen brechen weg, Ausgaben steigen“, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung (62, SPD) der DPA. „Schon jetzt zeichnen sich erhebliche Einbrüche bei der Gewerbesteuer ab. Nach den wichtigen Hilfen für Wirtschaft, Handel und Selbstständige brauchen nun auch die Kommunen finanzielle Unterstützung.“

Der Leipziger Oberbürgermeister sagte, der Städtetag befürchte für das Jahr 2020 ein Defizit der deutschen Kommunen in zweistelliger Milliardenhöhe. „Wir bitten Bund und Länder dringend um eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit die Handlungsfähigkeit der Städte und die Liquidität der kommunalen Kassen sichergestellt wird.“

04.02 Uhr
Umfrage: Corona könnte Konsumverhalten langfristig ändern
Mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland rechnet einer Umfrage zufolge mit langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise auf ihr Konsumverhalten.

Wäre die Krise in drei Monaten unter Kontrolle, würden 28 Prozent der Befragten anschließend dennoch weniger Geld ausgeben, wie aus einer repräsentativen Verbraucherumfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Die gleiche Anzahl rechnet zudem damit, dass sich ihr Kaufverhalten nach frühestens einem Jahr normalisiert, wenn nicht sogar gänzlich ändert. Ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, nach ein paar Monaten wieder das Kaufverhalten von vor der Krise zu haben.

04.01 Uhr
Samsung rechnet mit Gewinnanstieg
Angesichts der soliden Nachfrage nach Chips inmitten der Corona-Krise erwartet der Elektronikriese Samsung für das erste Quartal 2020 einen höheren operativen Gewinn.

Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf 6,4 Billionen Won (etwa 4,9 Milliarden Euro) steigen, teilte das südkoreanische Unternehmen am Dienstag in seinem Ergebnisausblick mit. Die Zahlen lagen damit leicht über den Markterwartungen. Samsung ist marktführend bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern.

03.23 Uhr
Cuomo sieht New York am Corona-Höhepunkt
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo (62) sieht für den besonders heftig vom Coronavirus getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels.

Zwar sei die Zahl der in der Pandemie gestorbenen in New York im Vergleich zum Vortag um 599 auf 4758 gestiegen, dies liege jedoch im Bereich vergangenen Tage, sagte Cuomo am Montag. Zudem sei die Zahl der neu in die Krankenhäuser gekommenen Patienten deutlich zurückgegangen, genauso wie die Zahl der intubierten Menschen an Atemgeräten. Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten liege nun bei mehr als 130 000.

Wegen der vielen Toten in New York überlegt die Millionenmetropole nun offenbar sogar, Leichen vorübergehend in Stadtparks zu begraben. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Stadtrats, Mark Levine, schrieb am Montag bei Twitter, die Leichenhäuser und Friedhöfe der Stadt seien mit einer Situation wie bei einem „anhaltenden 11. September“ konfrontiert. Falls nötig, würde man „mit „vorübergehenden Bestattungen“ beginnen. Dies wird wahrscheinlich durch die Nutzung eines New Yorker Parks geschehen (ja, Sie haben das richtig gelesen)“, schrieb Levine.

03.07 Uhr
UN-Sicherheitsrat soll Donnerstag erstmals zu Corona beraten
Der UN-Sicherheitsrat will sich am Donnerstag zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit den Auswirkungen der Krise auf die internationale Sicherheit beschäftigen.

UN-Generalsekretär António Guterres (70) soll die 15 Mitglieder in einer virtuellen, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Sitzung über die Lage unterrichten. Das teilte die Dominikanische Republik, die gerade die Präsidentschaft im wichtigsten UN-Gremium innehat, am Montagabend mit. Zuletzt war Kritik wegen des offenbaren Stillstands im Sicherheitsrat aufgekommen, der zur Corona-Krise bisher keine gemeinsame Haltung gefunden hat.

02.33 Uhr
Wissenschaftler sieht Chancen in der Corona-Krise
Geduld, gezielt positive Gefühle entwickeln und den Medienkonsum reduzieren - so kommen die Menschen nach Einschätzung von Klaus Lieb (55) vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) gut durch die Corona-Krise.

„Zweimal am Tag Nachrichten schauen - morgens und abends - und sich nicht die ganze Zeit mit Corona beschäftigen, weil das die ganzen negativen Emotionen noch verstärkt“, riet der wissenschaftliche Geschäftsführer des renommierten Instituts. Die Menschen sollten sich auch nicht zu sehr mit traurigen Einzelschicksalen befassen, sondern mit Zahlen, Statistiken und ausschließlich mit bestätigten Informationen vertrauenswürdiger Quellen.

02.25 Uhr
Kolumbien verlängert landesweite Quarantäne
Kolumbien verlängert die landesweite Quarantäne zur Eindämmung des Coronavirus um zwei Wochen bis zum 27. April. Dies teilt Präsident Ivan Duque (43) am Montag mit.

01.49 Uhr
Scholz: Schuldenquote steigt wohl auf rund 75 Prozent
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (61) rechnet durch die zahlreichen Hilfspakete mit einer deutlich steigenden Staatsverschuldung.

Die Schuldenquote werde durch die jetzt auf den Weg gebrachten Maßnahmen wohl auf rund 75 Prozent der Wirtschaftsleistung klettern, sagt Scholz im ZDF. Momentan liegt das Verhältnis bei knapp 60 Prozent. Hinzu werde noch dieses Jahr ein Konjunkturprogramm kommen, um die Wirtschaft nach der Krise wieder in Schwung zu bringen.



01.44 Uhr
Trump will zwischen Roosevelt-Kapitän und Marineminister schlichten
US-Präsident Donald Trump (73) will sich in den Konflikt um den entlassenen Kapitän eines Flugzeugträgers einschalten.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Marineminister Thomas Modly das Verhalten des Kapitäns als „zu naiv oder zu blöd“ bezeichnet hatte. Kapitän Brett Crozier (49) hatte wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord des Flugzeugträgers „USS Theodore Roosevelt“ mit einem später an die Öffentlichkeit gelangten Brief Hilfe der Militärführung gefordert.

Trump bezeichnete die Äußerungen des Ministers jetzt als „derbe Stellungnahme“. Der Kapitän habe mit dem Schreiben des Briefs einen „Fehler“ gemacht, er glaube jedoch, dass beide „gute Menschen“ seien. Zudem sei die bisherige Karriere des Kapitäns beeindruckend gewesen. Trump: „Ich werde mich einschalten und genau verstehen, was da los ist. Ich will niemand vernichten, weil er einen schlechten Tag hatte.“



00.36 Uhr
OECD-Generalsekretär für Corona-Bonds
Im Vorfeld von Beratungen der EU-Finanzminister an diesem Dienstag zur Corona-Krise hat der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría (69), für die gemeinsame europäische Schuldenaufnahme in Form von sogenannten Corona-Bonds plädiert.

Er sei „absolut“ für den Einsatz dieses Instruments zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise, sagte Gurría der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Teilung von Finanzrisiken sei „der nächste notwendige Schritt der europäischen Integration“, betonte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit. „Ein Finanzinstrument sollte keine Glaubensfrage sein“, sagte der Mexikaner an die Adresse der Bundesregierung, die sich gegen Corona-Bonds sperrt.

00.24 Uhr
Trump und Biden telefonieren in Corona-Krise
US-Präsident Donald Trump (73) und sein potenzieller demokratischer Herausforderer bei der Präsidentenwahl, Ex-Vizepräsident Joe Biden (77), haben wegen der Corona-Krise telefoniert.

Es sei eine „wunderbare“ und „sehr freundliche Unterhaltung“ gewesen, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Biden habe ihn über seinen Standpunkt unterrichtet, sagte Trump. Er wisse es zu schätzen, dass Biden ihn angerufen habe. Auf Inhalte des etwa 15-minütigen Gesprächs ging Trump nicht näher ein.

Das Telefonat ist bemerkenswert, sind sich Trump und Biden doch spinnefeind. Erst am Montag kritisierte Trump seinen politischen Rivalen in einem Tweet. Bidens Wahlkampfteam veröffentlichte seinerseits eine Mitteilung mit kritischen Fragen und Vorwürfen an Trump wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie. Trump habe die Gefahr durch das Coronavirus monatelang heruntergespielt, dadurch seien die USA nicht darauf vorbereitet gewesen, die größte Gesundheitskrise des Landes zu bewältigen, hieß es darin etwa.

00.04 Uhr
WHO: Weltweit fehlen rund 5,9 Millionen Pflegekräfte
Angesichts der Corona-Pandemie und anderer Gesundheitskrisen haben die UN eine zügige Aufstockung des Pflegepersonals verlangt.

Weltweit fehlten rund 5,9 Millionen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Heimen und sonstigen Einrichtungen, warnte die Weltgesundheitsorganisation am Dienstag in Genf.

Zum Weltgesundheitstag am 7. April betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus (55), dass die Pflegekräfte das Rückgrat jedes Gesundheitssystems bildeten. Im Kampf gegen die Atemwegserkrankung Covid-19 wirkten sie an der Frontlinie und riskierten ihr eigenes Leben. Rund 90 Prozent des Personals sei weiblich, hieß es.

00.00 Uhr
Regierung finanziert Produktion von Schutzmasken-Vliesstoff
Die Bundesregierung wird Firmen teilweise den Umstieg auf die Produktion dringend benötigter Schutzmasken bezahlen.

Das geht aus einem Beschluss des Corona-Kabinetts am Montag hervor. „Unternehmen, die bis zum 30. Juni 2020 einen Antrag auf einen Zuschuss zum Ausbau der Vliesproduktion im sogenannten Meltblown-Verfahren in Deutschland stellen, erhalten für entsprechende Investitionen ... einen Zuschuss von 30 Prozent auf die Investitionskosten für entsprechende Produktionsanlagen“, heißt es in dem Beschluss. Die maximale Förderung pro Anlage wird auf zehn Millionen Euro begrenzt. Voraussetzung ist, dass die Produktion mit der geförderten Anlage noch 2020 beginnt und das Vlies bis Ende 2023 ausschließlich an Firmen verkauft wird, die medizinische Schutzmasken in Deutschland oder der EU produzieren.

Das Wirtschaftsministerium will dafür zunächst 40 Millionen Euro bereitstellen. Man rechne mit drei bis vier Monaten bis zum Beginn der Produktion, heißt es weiter.

23.47 Uhr
Irans Präsident fordert globale Zusammenarbeit
Irans Präsident Hassan Ruhani (71) hat in einem Telefonat mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron (42) zu einem international abgestimmten Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. „Ohne eine gemeinsame gloable Zusammenarbeit und Austausch unserer Erfahrungen, können wir diese kritische Phase nicht meistern“, sagte Ruhani nach Angaben seines Büros vom Montagabend.

Dafür brauche der Iran aber Unterstützung, da das Land gleichzeitig an zwei Fronten kämpfen müsse: einerseits gegen die Pandemie und zugleich gegen drakonische US-Sanktionen. Daher fordere Teheran von seinen Freunden, Druck auf die USA auszuüben, um zumindest während der Corona-Krise die Sanktionen aufzuheben, habe der Präsident im Gespräch mit Macron betont.

Macron habe seine Solidarität mit dem iranischen Volk ausgedrückt, teilte der Élyséepalast nach dem Telefonat mit. Frankreich und seine europäischen Partner hätten medizinische Geräte in den Iran geliefert und stünden weiterhin zur Verfügung, die humanitäre Zusammenarbeit fortzusetzen.

23.31 Uhr
Boeing setzt 787-„Dreamliner“-Produktion in South Carolina aus
Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing stoppt aufgrund der Corona-Krise nun auch die Produktion seines Langstreckenjets 787 „Dreamliner“ im Bundesstaat South Carolina.

„Es ist unsere Verpflichtung, uns auf die Gesundheit und Sicherheit unserer Team-Mitglieder zu konzentrieren“, teilte der Airbus-Rivale am Montag nach US-Börsenschluss mit. Der Betrieb im Werk in North Charleston werde deshalb ab Mittwoch bis auf Weiteres ausgesetzt. Boeings Aktienkurs drehte nachbörslich zunächst deutlich ins Minus.



23.28 Uhr
Argentinien verschiebt Zahlung von Milliarden-Schulden
Argentinien will wegen der Corona-Pandemie die Rückzahlung von Milliardenschulden auf 2021 verschieben.

Die Regierung veröffentlichte am Montag ein Dekret, nach dem in diesem Jahr anstehende Zahlungen auf Dollar-Anleihen, die nach lokalen Gesetzen ausgegeben wurden, auf das kommende Jahr verschoben werden. Die genaue Höhe geht daraus nicht hervor. Aber nach lokalen Medienberichten geht es dabei um bis zu zehn Milliarden US-Dollar. Keine Angaben machte die Regierung auch über im Ausland angehäufte Schulden.

23.16 Uhr
Bulgarien verbietet Ausländern die Einreise
Das südosteuropäische EU-Land Bulgarien hat im Kampf gegen das Coronavirus seine Grenzen für Ausländer geschlossen.

Unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit dürfen nun unter anderen Ausländer, die etwa aus Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen, nicht in Bulgarien einreisen. Das ordnete Gesundheitsminister Kiril Ananiew (64) am Montagabend an. Das Verbot gilt auch für Reisende aus weiteren EU- und Schengenstaaten „mit hohem Covid-19-Verbreitungsrisiko“. Die Anordnung hat zahlreiche Ausnahmen, die neben Bulgaren auch transitreisende Bürger von EU-Staaten sowie Balkanstaaten betreffen, die in ihre Länder zurückkehren wollen.

22.57 Uhr
Scholz: Haushalt kann Milliardenhilfen verkraften
Die milliardenschweren Hilfsprogramme für die Wirtschaft in der Corona-Krise bringen nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (61) den Bundeshaushalt nicht in Bedrängnis.

Im ZDF-„heute journal“ bejahte der SPD-Politiker am Montagabend die Frage, ob das alles noch kontrollierbar sei. Die Bundesregierung überlege sich das alles sehr sorgfältig, weil sie die Kontrolle über das Geschehen behalten, die Wirtschaft stabilisieren und zugleich erreichen wolle, dass auch nach der Krise noch ein gut finanzierter Staat da sei. Es sei gut, dass der Bund in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet habe.

22.33 Uhr
Johnson-Stellvertreter: „Starker Teamgeist“ stützt Briten-Premier
Großbritanniens Außenminister Dominic Raab soll Briten-Premier Boris Johnson vertreten, wo immer es nötig ist.

Raab sagte, den Premierminister stütze ein „unglaublich starker Teamgeist“. Die Minister würden sich darauf konzentrieren, die von ihm aufgestellten Pläne umzusetzen.



22.27 Uhr
Schäuble lehnt Euro-Bonds ab
Vor der Konferenz der EU-Finanzminister am Dienstag, die über Auswege aus der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise beraten, hat sich der Ex-Finanzminister und heutige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) optimistisch geäußert, dass es zu einer Einigung kommen werde.

„Ich sehe der Konferenz zuversichtlich entgegen“, sagt Schäuble der Zeitung „Die Welt“. Der besonders von südeuropäischen Staaten erneut ins Spiel gebrachten Idee, Euro-Bonds zur Krisenbewältigung zu schaffen, erteilte Schäuble eine klare Absage:

Wir sind doch über diese Debatte schon hinaus. Wir müssen jetzt mit den Instrumenten arbeiten, die wir haben und die auch viel rascher wirken, anstatt uns über neue Instrumente zu streiten, für die wir die europäischen Verträge anpassen müssten, was gar nicht schnell zu leisten ist.



Quelle: www.bild.de

8
Folgen von Corona: Produktionsstopp bei Airbus - Lufthansa denkt über drastischen Schritt nach

Deutschlands Wirtschaft ist durch die Corona-Krise hart getroffen. Auch große Unternehmen wie BMW, Airbus und Lufthansa haben mit den Folgen zu kämpfen.



Update, 7. April, 9.50 Uhr: Lufthansa denkt in der aktuellen Corona-Krise offenbar über eine Schließung von Germanwings nach. Darüber berichtete zuerst das Handelsblatt. Die Beratungen des Lufthansa-Vorstands zur Schließung der Tochtergesellschaft sollen am heutigen Dienstag (7. April) stattfinden. Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, es seien noch keine Entscheidungen gefallen. Der Vorstand prüfe alle Optionen, heißt es im Handelsblatt weiter.

Gewerkschaften wie Verdi haben erklärt, eine Stabilisierung der Lufthansa sei nur mit allen Mitarbeitern möglich. Die Gewerkschaften werfen dem Konzern vor, die Airline schließen zu wollen, statt Kurzarbeit zu vereinbaren.

Wirtschaft in Deutschland in der Corona-Krise: Stopp jetzt auch bei Airbus
22.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus unterbricht Airbus seine Produktion in Bremen und Stade. „Mit diesen Maßnahmen reagiert das Unternehmen auf verschiedene Umstände, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie stehen“, teilte das Unternehmen am Montag mit. Auch am US-Standort Mobile (Alabama) wird die Produktion vorübergehend gestoppt.

An den Standorten seien die Lagerbestände hoch. Außerdem verwies der Konzern auf „Empfehlungen der jeweiligen Regierungen sowie Anforderungen, die sich auf verschiedene Phasen des gesamten industriellen Produktionsflusses auswirken“.

In Bremen ruhten Produktions- und Montagearbeiten der Zivilflugsparte seit Montag bis zum 27. April, so der Luftfahrt- und Rüstungskonzern weiter. In Stade habe die Pause bereits am Sonntag begonnen und dauere bis zum 11. April.

BMW spürt üble Folgen von Corona - Autobauer veröffentlicht drastische Zahlen
16.20 Uhr: BMW hat von Januar bis Ende März 20,6 Prozent weniger Autos verkauft als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Die Corona-Pandemie habe im Februar den Absatz in China einbrechen lassen, im März seien die Folgen in Europa und den USA deutlich spürbar, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. „In Europa sind derzeit aufgrund des Coronavirus rund 80 Prozent aller Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es circa 70 Prozent.“

In den BMW-Werken in Europa und Nordamerika steht die Produktion. Der Konzern passe sein Produktionsvolumen flexibel der Nachfrage an, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. „In China sehen wir mit einem starken Auftragseingang die ersten Anzeichen einer Erholung.“ Wichtig sei jetzt vor allem, die Gesundheit der Mitarbeiter, die Liquidität und den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Im ersten Quartal verkaufte der Konzern nur noch 477 111 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. In China brachen die Verkaufszahlen um 31 Prozent ein, in Europa um 18 Prozent und in den USA um 17 Prozent.

Deutsche Wirtschaft in Corona-Krise: Schnelles Kreditprogramm soll helfen - Staat haftet
14.45 Uhr: Wie Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)  nun in einer Pressekonferenz bekanntgegeben haben, hat die Bundesregierung in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen für den Mittelstand beschlossen. Mit einem neuen Kreditprogramm sollen vor allem mittelständische Firmen einfacher mit dringend notwendigen Krediten versorgt werden. Es gehe darum, kleine und mittlere Betriebe in die Lage zu versetzen, „dass sie durch die schwierige Zeit kommen, dass sie wirtschaftlich noch da sind, wenn es wieder aufwärts geht“, so Scholz.

Er verwies darauf, dass die Hilfen aus dem 50-Milliarden-Programm für diese Unternehmen an Prüfentscheidungen der Banken gebunden seien. „Vielleicht vergeht dabei Zeit, die nicht jeder hat.“ Das nun beschlossene Schnellkreditprogramm sehe vor, dass die Banken Kredite vergeben können ohne Prüfung der weiteren Entwicklung des jeweiligen Unternehmens.

„Die Entscheidung lautet: Wer schon im letzten Jahr wirtschaftlich tätig war, wer im letzten Jahr schon Umsätze hatte, wer im letzten Jahr eine ordentliche wirtschaftliche Tätigkeit verrichtet hat und wer Gewinn gemacht hat, der kann auch drei Monatsumsätze als Kredit bekommen von der Bank“, so Scholz weiter. Der Bund verbürge diesen Kredit zu 100 Prozent, so dass keine eigene Bewertung der Bank mehr notwendig sei. „Und mit dieser 100-Prozent-Verbürgung ist es dann auch möglich, dass das ganz schnell ausgereicht werden kann“, heißt es in der Pressekonferenz weiter.

Die Bundesregierung rechne damit, dass viele Unternehmen diese Möglichkeit nutzen werden, sagte der Finanzminister. „Diese Schnellkredite sollen dafür sorgen, dass diese Unternehmen der mittleren Größenordnung schnell Liquidität haben, ohne dass wir gewissermaßen als Steuerzahler zu viel Geld verlieren.“

Wirtschaft in Corona-Krise: Neues Kreditprogramm soll helfen - Scholz und Altmaier informieren
14.06 Uhr: In einer Pressekonferenz informieren Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nun über das neue Kreditprogramm, das vor allem dem Mittelstand Erleichterung verschaffen soll.

Die deutsche Bundesregierung will mit schnellen und unkomplizierten Krediten der staatlichen Förderbank KfW eine Pleitewelle im Mittelstand verhindern, heißt es darin. Kleine und mittlere Betriebe sollen je nach Größe ohne Risikoprüfung und bei 100-prozentiger Staatshaftung Kredite von bis zu 800.000 Euro erhalten können, teilen Scholz und Altmaier nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts mit.

Kanzlerin Angela Merkel berät mit dem Krisen-Kabinett über das Coronavirus. Dabei geht es auch um den Plan von Horst Seehofer, die aktuellen Maßnahmen zu erweitern.

Wirtschaft in Corona-Krise: Neues deutsches Kreditprogramm soll helfen - Staat haftet
Update vom 6. April, 12.25 Uhr:Die Bundesregierung will mit einem neuen Kreditprogramm vor allem den Mittelstand einfacher mit dringend notwendigen Krediten versorgen und damit eine Pleitewelle verhindern. Wie aus Eckpunkten des Programms hervorgeht, sollen Kredite von bis zu 800 000 Euro pro Firma mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden.

Die Unternehmen dürfen demnach zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und müssen „geordnete wirtschaftliche Verhältnisse“ aufweisen. Die Eckpunkte des Programms liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Das „Corona“-Kabinett wollte das zusätzliche Programm am Montag beschließen. Am frühen Nachmittag (14.00 Uhr) wollen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) über die neuen Unterstützungsmaßnahmen für den Mittelstand informieren.

Die staatliche Förderbank KfW trägt beim Sonderkreditprogramm bisher bis zu 90 Prozent des Kreditrisikos. Aus der Wirtschaft waren wiederholt Klagen laut geworden, Kreditprüfungen der Hausbanken seien zu aufwendig und Kredite würden nicht vergeben, weil Firmen in der derzeitigen Krise nicht kreditwürdig seien. Wirtschaftsverbände hatten außerdem eine „Förderlücke“ für den Mittelstand bei bisherigen Programmen beklagt.

Wirtschaft in Corona-Krise: Wirtschaftsminister kritisiert Banken hart - Konjunkturhilfen geplant
Update vom 5. April, 13.11 Uhr: Führende Koalitionspolitiker haben umfassende Konjunkturhilfen in Aussicht gestellt, um die deutsche Wirtschaft nach dem Abklingen der Corona-Pandemie aus der Krise zu holen. CSU-Chef Markus Söder sprach sich am Wochenende für ein großes Konjunkturprogramm aus, das von flächendeckenden Steuersenkungen flankiert werden müsse. Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), der am Abend bei Anne Will zu Gast sein wird, plädierte für ein Konjunkturpaket; davon verspricht er sich einen Schub für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft (siehe Update vom 4. April).

Scholz und Söder nannten keine Zahlen. Sie machten aber klar, dass das anvisierte Konjunkturprogramm sehr massiv ausfallen müsse. Die bereits von der Bundesregierung beschlossenen ersten Notmaßnahmen haben ein Volumen von weit mehr als einer halben Billion Euro.

Wirtschaft in Corona-Krise: Wirtschaftsminister kritisiert Banken hart - „nicht Sinn der Übung"
15.29 Uhr: Angesichts der schweren Verwerfungen in der Wirtschaft durch die Corona-Krise will die Bundesregierung ihre Hilfsangebote nachbessern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) tadelte am Samstag die Banken für ihre Zurückhaltung bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen und kündigte Abhilfe an. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stellte eine weitere steuerliche Entlastung von Unternehmen in Aussicht.  Minister Altmaier räumte Probleme bei der Vergabe von Hilfskrediten an Unternehmen ein und übte scharfe Kritik am Geschäftsgebaren deutscher Banken. In der Internetsendung "Bild Live" beklagte er, dass einige Banken den in Not geratenen Firmen Finanzhilfen verweigerten - trotz der von der Bundesregierung aufgelegten Kreditprogramme.

"Das ist nicht der Sinn der Übung", sagte Altmaier. "Es gibt einige, die sagen: Wir geben dir keinen Kredit, denn wir wissen ja gar nicht, wie lange du nicht produzieren kannst." Dabei sei es doch genau "das Ziel dieses Programms, dass man diese Zeit überbrücken kann". Grundsätzlich müssten die Geldinstitute bei der Prüfung der Sicherheiten darauf achten, "dass die Kirche im Dorf bleibt".

Ziel der Bundesregierung sei es, "in den nächsten Tagen Klarheit zu schaffen, um sicherzustellen, dass alle Mittelständler an das Geld kommen, was sie brauchen, um ihre Unternehmen, ihre Arbeitsplätze zu sichern", sagte Altmaier.

Kanzlerin Angela Merkel berät nun mit dem Krisen-Kabinett über weitere Corona-Maßnahmen in Deutschland.*

Corona-Krise: Bayer legt großen Tabletten-Vorrat an
Update vom 4. April, 11.05 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus setzt der deutsche Pharmakonzern Bayer auf sein bereits vor Jahrzehnten entwickeltes Malaria-Medikament Resochin: Der Konzern ließ insgesamt 600.000 Tabletten, die den Wirkstoff Chloroquin enthalten, nach Deutschland liefern und dort sicher einlagern, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete. Bayer produziere das Medikament nun "ausschließlich fürs Gemeinwohl" und gebe es "in der Krise kostenlos an Regierungen weiter", sagte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann der Zeitung.

Dem Sender n-tv sagte Baumann am Samstag: "Bestehende Medikamente sind die größte Hoffnung." Medikamente, die erst noch entwickelt werden müssten, würden nicht rechtzeitig und nicht in ausreichender Menge verfügbar sein. Resochin sei hingegen sofort verfügbar. "Und wir werden alles dafür tun, dieses Medikament in ausreichenden Mengen herzustellen, wenn es tatsächlich wirksam sein sollte", sagte Baumann in n-tv.

Resochin ist der Bayer-Handelsname für den Wirkstoff Chloroquin. Das bereits in den 30er Jahren entwickelte Medikament zur Malariaprophylaxe ist schon seit einigen Wochen im Gespräch, nachdem Tests an Zellkulturen eine Hemmung der Vermehrung des neuartigen Coronavirus gezeigt hatten, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Corona-Krise: Scholz plant Konjunkturprogramm
Update 17.04 Uhr:  Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plant für die Zeit nach der Corona-Krise laut einem Bericht des "Spiegel" ein Konjunkturprogramm, um die Wirtschaft dann wieder in Gang zu bringen. Die Rede sei von einem kräftigen Anschubpaket in einer Größenordnung von fast 50 Milliarden Euro für - wie Scholz es nenne - die "zweite Phase" der Krise, berichtete das Magazin. Vorgesehen seien sowohl zusätzliche staatliche Investitionen als auch Erleichterungen für Unternehmen.

Finanziert werden solle das Programm durch einen Rückgriff auf Mittel aus der Rücklage des Bundes für Asylbewerber und Flüchtlinge, die bisher nicht benötigt wurden. Um neben staatlichen auch private Investitionen zu stärken, seien Investitionszulagen für Unternehmen und Vergünstigungen bei Abschreibungen im Gespräch.

Außerdem will Scholz laut "Spiegel" vorerst darauf verzichten, die Ausgaben für die aktuell bereitgestellten Milliardenhilfen direkt nach der Krise wieder einzusparen. "Das Schlimmste wäre, wenn man in einer Krise gegen die Krise anspart", zitierte das Magazin den Finanzminister. "Da müssen wir genau das Gegenteil tun."

Die Bundesregierung hatte vor knapp zwei Wochen zur Bewältigung der Krisenfolgen für das laufende Jahr einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro beschlossen. Ob dies ausreichen wird, ist jedoch sehr ungewiss, zudem sind auch längerfristige Belastungen zu erwarten. Mit dem Nachtragshaushalt wurde erstmals seit Jahren der Grundsatz der schwarzen Null im Bundeshaushalt aufgegeben.

Wirtschaft in Corona-Krise: Puma will Dividende streichen und Hauptversammlung digital abhalten
Update vom 3. April, 16.03 Uhr: Der Sportartikelhersteller Puma will wegen der Corona-Krise die Dividende aussetzen. Wegen der „stark negativen Auswirkungen“ auf sein Geschäft werde der Vorstand der Hauptversammlung einen entsprechenden Vorschlag machen, teilte das MDax-Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach in Bayern mit.

Zudem soll der Vorstand zunächst im April zu 100 Prozent auf seine Gehälter verzichten. Danach werde die Situation neu beurteilt, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit. Außerdem wird Puma seine für den 7. Mai geplante Hauptversammlung nun digital abhalten. Der Termin für die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal wird sich um eine Woche vom 30. April auf den 7. Mai verschieben.

Coronavirus-Pandemie: Keine Normalität - Lufthansa verlängert Krisenmodus
Update 16.58 Uhr: Die Lufthansa hat wegen der Corona-Krise ihren Rumpf-Flugplan um zwei Wochen bis zum 3. Mai verlängert. Alle vorherigen Flüge aus dem regulären Plan wurden bis zu diesem Termin annulliert.

Der Rumpf-Flugplan stellt pro Woche 18 Interkontinentalflüge von und nach Frankfurt sowie 50 tägliche Verbindungen zwischen deutschen und anderen europäischen Städten sicher. Diese Grundversorgung entspricht rund fünf Prozent der üblichen Verkehrsleistung.

Finanzministerium verschiebt wegen Corona-Pandemie Zeitplan für Haushalt
Update 16.08 Uhr: Das Finanzministerium verschiebt wegen der Corona-Pandemie seinen Zeitplan für die Aufstellung des Bundeshaushalts 2021. „Nach derzeitigem Stand kann niemand verlässlich sagen, wie schnell die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wirken werden“, heißt es in einem Schreiben von Staatssekretär Werner Gatzer an die Staatssekretäre der Bundesministerien, das dpa vorliegt. Der Regierungsentwurf für den Etat solle nun erst im September dem Kabinett vorgelegt werden.

Indes unterstützt die Bundesregierung innovative und zukunftsträchtige Start-ups in der Corona-Krise mit einem zusätzlichen Milliardenpaket. Mit zwei Milliarden Euro soll die Wagniskapitalfinanzierung erweitert werden, wie das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilten.

Corona-Krise: Altmaier erwartet Wirtschaftseinbruch um über acht Prozent pro Monat
Update 14.59 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet in den kommenden Wochen mit einem Absturz der Wirtschaftsleistung. „In einzelnen Monaten im ersten Halbjahr“ sei ein Einbruch um mehr als acht Prozent möglich, sagte Altmaier in Berlin. Die „erheblichen Folgewirkungen“ des Coronavirus genau zu beziffern, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch „unverantwortlich“.

Update 13.14 Uhr: Vertreter der deutschen Autoindustrie haben in einer Telefonkonferenz mit der Bundesregierung darüber beraten, wie die Autobauer und ihre Zulieferer aus dem Corona-Stillstand herauskommen können. Wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtete, sprachen die Chefs der Autokonzerne Volkswagen, Daimler, BMW, Opel und Ford am Mittwochabend etwa eine Stunde lang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Ministern.

Die Bänder in den Werken der Autobauer und wichtiger Zulieferer stehen in der Corona-Krise derzeit still. Zehntausende Mitarbeiter sind von Kurzarbeit betroffen, Vertragshändler mussten ihre Verkaufsräume schließen.

Nach Handelsblatt-Informationen sind die deutschen Autobauer „noch einige Monate liquide“, sorgen sich aber um ihre Lieferketten. Demnach „droht vielen Zulieferern schon in den kommenden Wochen der finanzielle Kollaps“. Die Autokonzerne bereiten sich darauf vor, strategisch wichtige Lieferanten im Ernstfall zu schützen, wie die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise berichtete.

Besonders gefährdet sind demnach Betriebe in Italien und Spanien, wo neben den Gesundheitssystemen auch die Wirtschaft besonders schwer vom Coronavirus getroffen ist. Nach Einschätzung der Autobauer seien „großzügige Hilfen“ für beide Länder nötig.

Laut Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (Donnerstagsausgaben) erstellten der VDA und die Gewerkschaft IG Metall in diesem Zusammenhang ein Forderungspapier an die Regierung. Neben Merkel nahmen laut Handelsblatt auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Finanzminister Olaf Scholz, Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an der Telefonkonferenz teil.

Wirtschaft in Corona-Krise: Bayer will möglichen Covid-19-Wirkstoff auch in Europa produzieren
Update vom 2. April, 11.02 Uhr: Einen Impfstoff gegen die neuartige Coronavirus-Erkrankung Covid-19 auf den Markt zu bringen wird dauern. Schon bald rechnen Experten aber mit einem Medikament. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer schafft nun auch in Europa Produktionsmöglichkeiten für den Wirkstoff Chloroquin, der im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 scheinbar hilfreich ist.

Bayer-Chef Werner Baumann kündigte am Donnerstag im Interview mit dem Handelsblatt an, dass Produktionsanlagen auch in Europa für die Fertigung des Medikaments Resochin mit dem WirkstoffChloroquin angepasst werden sollen. Bisher wird das Mittel, das Bayer in der Krise kostenlos an Regierungen spenden will, nur an einem Standort in Pakistan hergestellt.

Das bereits in den 1930ern entwickelte Medikament zur Malariaprophylaxe ist schon seit einigen Wochen im Gespräch, nachdem Tests an Zellkulturen eine Hemmung der Vermehrung des neuartigen Coronavirus gezeigt hatten, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. „Es gibt Hinweise darauf, dass Resochin im Labor und in ersten klinischen Untersuchungen die Viruslast senkt“, sagte Baumann dem Blatt. Es seien aber weitere klinische Studien notwendig, um das Verhältnis von Nutzen und Risiko zu klären. Diese würden nun unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation WHO gestartet.

Corona: Volkswagen verlängert Werksschließung
Update von 21.35 Uhr: Vorgestern kündigte Volkswagen die zehntägige Verlängerung der Werksschließungen in Deutschland an, nun folgt zum ersten Quartalsende des Jahres der nächste Dämpfer. Auf dem US-Markt bekam der niedersächsische Automobilkonzern die Folgen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren.

Mit 75 075 Autos setzten Händler ganze 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr ab. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. . Im Zeitraum vom Januar bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, doch im März brachen sie aufgrund der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent ein. Auch im Absatzmarkt USA stehen die Autofabriken nun still, Autohändler haben geschlossen. Auch die VW-Tochter Porsche verkaufte im ersten Quartal mit 11 994 Autos 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge als im Zeitraum des Vorjahres.

Update von 16.55 Uhr: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat angesichts der Umsatzausfälle infolge der Corona-Pandemie beim Amtsgericht Essen ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit.

Wirtschaft in Corona-Krise: Lufthansa schickt 87.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit - „Ergibt keinen Sinn mehr ...“
Update vom 1. April, 12 Uhr: Der Lufthansa-Konzern operiert weiterhin auf nur rund fünf Prozent seiner früheren Leistung. Die Corona-Krise hat auf internationaler Ebene Flugzeugunternehmen und Reiseveranstalter zuerst getroffen. Jetzt hat der Konzern angekündigt, rund zwei Drittel seiner Belegschaft weltweit in Kurzarbeit schicken. Davon sind insgesamt 87.000 Menschen betroffen. „Aus kommerziellen Gründen ergibt Fliegen zu diesen Zeiten keinen Sinn mehr“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr, und hofft auf politische Hilfe. 

Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für die betroffenen Mitarbeiter beantragt worden seien. Je nach Gesellschaft und Unternehmensteil gilt das teils rückwirkend vom 1. März an, in der Masse aber ab April. Zuvor hatte das Portal Business Insider berichtet. Der größte Luftverkehrskonzern Europas beschäftigte 2019 rund 135.000 Männer und Frauen.

Betroffen von der Kurzarbeit seien sämtliche Airlines und Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien. Zu den bereits bekannten rund 27.000 Kurzarbeitern bei der deutschen Kerngesellschaft Lufthansa kommen weitere große Blöcke bei der Swiss (9500) und der Austrian (7000). Auch bei der belgischen Brussels Airlines, der Lufthansa Technik oder der Catering-Tochter LSG fällt massiv Arbeit weg. Bei den Piloten der Lufthansa steht eine Einigung mit der Vereinigung Cockpit noch aus.

Wirtschaft in Corona-Krise: BMW-Maßnahme trifft 20.000 Mitarbeiter
Update vom 31. März , 19.33 Uhr:  Adidas reagiert auf die Corona-Krise und die damit einhergehenden Unsicherheiten mit dem Stopp des Aktienrückkaufprogramms für dieses Jahr. So will der Sportartikelhersteller im derzeitigen Umfeld seine finanzielle Flexibilität erhalten Bereits unmittelbar nach Beginn der Einzelhandelsschließungen in Europa und Nordamerika hatte Adidas eigenen Angaben zufolge am 17. März die erste Tranche seines auf mehrere Jahre angelegten Aktienrückkaufprogramms ausgesetzt. Mit dem jetzigen Beschluss des Vorstands werde das Unternehmen bis zu eine Milliarde Euro, die für den Aktien-Rückkauf vorgesehen waren, nicht einsetzen.

Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass es mit den Betriebsräten an den deutschen Einzelhandelsstandorten zum 1. April eine Vereinbarung zur Reduzierung der Arbeitszeit getroffen habe. Diese sieht demnach unter anderem bezahlten Urlaub, den Abbau von Überstunden und Kurzarbeit vor. Betroffen von Kurzarbeit sind den Angaben nach aktuell rund 1200 Mitarbeiter.

In Bayern gerät GesundheitsministerinHuml unter Druck - Söder verlangt mehr Tempo und schickt seine Juristen*.

Wirtschaft in Corona-Krise: BMW-Maßnahme trifft 20.000 Mitarbeiter
Update vom 31. März 2020, 17.51 Uhr: Die schwedische Modekette H&M hat angesichts der Schließung aller Filialen in Deutschland durch die Corona-Krise für fast 20.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld für den Zeitraum vom März bis Mai beantragt. Das teilte das Unternehmen in Hamburg mit.

Das Unternehmen kündigte an, es werde das Kurzarbeitergeld nach einer mit dem Gesamtbetriebsrat abgeschlossenen Vereinbarung im März auf 100 Prozent des Nettogehalts aufstocken, im April und Mai auf 90 Prozent. Auch für Minijobber und Werksstudenten seien Lösungen gefunden worden.

Update vom 31. März 2020, 17.30 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Forderungen nach einer Ausweitung der staatlichen Hilfe in der Coronavirus-Pandemie zurückgewiesen. Jetzt befinde sich Deutschland "im Umsetzungsmodus", sagte Heil am Dienstag in Berlin. "Da sollte man vorsichtig sein mit weiteren finanziellen Zusagen."

Er sage aber zu, "dass ich alle vernünftigen Vorschläge prüfen werde und im Zweifelsfall auf den Gesetzgeber zugehen werde", fügte Heil hinzu. Dies gelte, wenn die Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie länger gälten als bislang angedacht.

Autoindustrie von Coronakrise gebeutelt: VW verlängert Stopp
Update vom 31. März 2020, 17.02 Uhr: Die Auto-Industrie bleibt ein Haupt-Sorgenkind in der Corona-Krise: Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben, hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen. Die Unterbrechungen waren schon einmal ausgedehnt worden. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt.

Unterdessen haben auch mehrere Großunternehmen bereits ihr Interesse an Staatshilfen bekundet.

Coronavirus und die deutsche Wirtschaft: Auch Brauereien in Not, Staat reagiert
Update vom 31. März 2020, 16.47 Uhr: Der Staat greift den von der Corona-Krise getroffenen deutschen Brauereien unter die Arme: Bund und Länder verständigten sich nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds (DBB) vom Dienstag auf eine bundesweite Stundung der Biersteuer. Die Branche fürchtet eine Insolvenzwelle wegen geschlossener Gaststätten und abgesagte Veranstaltungen, die sich massiv auf den Getränkeabsatz auswirken.

Schätzungen zufolge beläuft sich die vorübergehende Entlastungen für die Brauereien auf 650 Millionen Euro. "Das ist ein wichtiges Signal für die Brauwirtschaft, auch wenn ich betonen muss, dass es sich um eine Stundung der Steuer handelt, nicht um Zuschüsse oder Staatshilfen", erklärte Eichele.

Update vom 31. März 2020, 15.22 Uhr: Deutschlands Brauereien rufen in der Corona-Krise nach finanzieller Unterstützung des Staates, um eine Pleitewelle abzuwenden. "Wir befürchten, dass in den kommenden Wochen eine Vielzahl von Gaststätten und Brauereien wird aufgeben müssen", erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Viele der bundesweit rund 1500 Bierhersteller seien durch die anhaltende Schließung von Restaurants und Bars in ihrer Existenz gefährdet. Zudem drohe ein Engpass bei der Versorgung der Produzenten mit Leergut.

Viele der mittelständisch geprägten Brauereien erzielen demnach einen Großteil ihres Umsatzes über die regionale Gastronomie. Hinzu kommen laut Eichele Pachtzahlungen und Kredite der Gaststätten, die jetzt zum Teil komplett ausfallen. Überdies seien zehntausende Veranstaltungen abgesagt worden und das Exportgeschäft weitgehend zum Erliegen gekommen.

"Viele Gastronomiebetriebe und viele Brauereien werden diese Krise ohne staatliche Hilfen nicht überstehen", erklärte Eichele. Als erster Familienbetrieb habe unlängst die Wernecker Brauerei in Bayern nach 400 Jahren aufgegeben.

Coronavirus mit langfristigen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft - regionaler und digitaler?
Update vom 31. März, 14.28 Uhr: Die Unternehmensberatung McKinsey rechnet nach der Corona-Krise mit großen Veränderungen in der deutschen Wirtschaft - zu rechnen sei, dass mehr in der Region und auf digitalen Wege geschehe. „Die Unternehmen werden sich mehr absichern“, sagte der McKinsey-Experte für Produktion und Lieferketten, Knut Alicke, am Dienstag in einer Videokonferenz.

In der Autoindustrie zum Beispiel gebe es komplexe Zulieferketten bis zu sechs, sieben Ebenen; Seefracht zwischen Europa und China sei gut einen Monat unterwegs. „Wir erwarten, dass sich sehr viele Unternehmen ihre globalen Lieferketten anschauen und lokalere Strukturen aufbauen“, sagte Alicke. Der Trend, in der Region für die Region zu produzieren - in Osteuropa für Europa, in China für China -, werde sich verstärken. Die Lohnunterschiede zwischen China, Osteuropa und Mexiko seien nicht mehr so groß. Zudem dürften die Lagerbestände größer werden.

Zugleich werde die Digitalisierung der gesamten Wirtschaft nun viel schneller erfolgen. „Wenn es gut geht und die Profitabilität stimmt, will sich niemand verändern. Jetzt wird man gezwungen, über neue Strukturen nachzudenken“, sagte der Berater. Ein großer Gewinner sei der Online-Handel. „Viele Händler bieten ihre Waren jetzt erstmals online an.“ Supermärkte profitierten im Moment von Hamsterkäufen und Panikkäufen von Klopapier, allerdings sei das sei nicht von Dauer, denn „der Bedarf wächst ja nicht“. Die Luftfahrtbranche dagegen dürfte die nur langsame Erholung des Tourismus und den Rückgang der Geschäftsreisen länger spüren.

Coronakrise trifft deutsche Wirtschaft: 470.000 Betriebe setzen auf Kurzarbeit
Update vom 31. März, 14.25 Uhr: In der Corona-Krise ist nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bislang von 470.000 Betrieben eine Anzeige auf Kurzarbeit eingegangen. Wie viele Menschen von Kurzarbeit betroffen sein werden, lasse sich derzeit noch nicht genau abschätzen, sagte Heil am Dienstag in Berlin. Es sei aber damit zu rechnen, dass es mehr als während der Finanzkrise seien; damals betraf dies 1,4 Millionen Menschen.

Coronakrise: BMW-Kurzarbeit trifft 20.000 Mitarbeiter - Auch „Tankstellensterben“ befürchtet
München/Stuttgart - Die Coronakrise trifft viele Zweige des Wirtschaftslebens hart - vom Ladenbesitzer über Kulturschaffende und den Profisport bis hin zur Gastronomie. Schwer leidet aber offenbar auch die Autoindustrie. Aus der für Deutschland so bedeutenden Branche kommen zum Ende des Monats März gleich mehrere schlechte Nachrichten und Hilferufe.

So hat BMW hat für März Kurzarbeit* für knapp 20.000 Mitarbeiter bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin am Dienstag auf Nachfrage mit.

Corona-Krise stürzt Autobauer in Schwierigkeiten: BMW und Porsche fahren Produktion runter
Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken bereits vor zwei Wochen gestoppt. Die Bänder sollten zunächst bis zum 19. April stehen. Wegen der Coronakrise ist die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgegangen, viele Händler in Europa haben geschlossen, auch viele Zulieferer lassen die Arbeit ruhen.


Fast 20.000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit - betroffen ist auch das Werk in Dingolfing.© dpa / Armin Weigel

Auch anderenorts ruht die Arbeit. Die Werke des Sportwagenbauers Porsche bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens auch kommende Woche komplett geschlossen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage setze man die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig weiterhin aus, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Es gebe nach wie vor Engpässe bei den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht zuließen. Porsche hatte Mitte März angekündigt, die Arbeit in den Werken für zunächst zwei Wochen einzustellen. Zudem hat der Autobauer Kurzarbeit für seine Beschäftigten angemeldet.

Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen: „Tankstellensterben“ befürchtet
Aber auch Tankstellenbetreiber in Deutschland befinden sich nach Angaben ihres Verbands aufgrund der Coronavirus-Krise in einer hochdramatischen Situation. Wenn wegen Ausgangsbeschränkungen die Leute weniger tanken, könnte dies die Betreiber schnell an den Rand der Existenz bringen, sagte ein Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein, zwei Wochen seien gerade noch zu verkraften. „Aber drei, vier Wochen oder gar mehr kann so ein kleiner Tankstellen-Betreiber nicht wegschlucken.“

Die Betreiber sind nach Angaben des Verbands meist nur Pächter der Tankstellen. Eigentümer sind hingegen große Mineralölgesellschaften wie Shell oder Total. Der Verband fordert aufgrund der aktuellen Situation, die Pacht auf null zu setzen. Zudem soll der Staat mit einem sofortigen Betriebskostenzuschuss helfen. „Denn sonst haben wir ein Tankstellensterben, und zwar innerhalb der nächsten Monate“, sagte der Sprecher.

Coronavirus: Bundesregierung soll Autohäusern helfen - derzeit Auto-Übergaben schwierig
Die Autobranche fordert die Politik angesichts der Coronavirus-Krise zugleich dazu auf, betroffenen Autohändlern zu helfen. „Bundesweit steht der Automobilhandel derzeit vor massiven Problemen“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Appell des Verbands der Automobilindustrie, des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller sowie des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Demnach sollen Bund, Länder und Kommunen rasch handeln, um „Insolvenzen und Job-Verluste im Kfz-Handel abzuwenden“.

Weil Zulassungsstellen nur noch eingeschränkt oder gar nicht geöffnet seien, könnten Händler Autos nicht zulassen, heißt es in dem Appell. Bereits zugelassene Fahrzeuge könnten zudem wegen unterschiedlicher Regelungen nicht in jedem Bundesland an die Käufer übergeben werden. „Eine Lösung könnte darin bestehen, dass Fahrzeugübergaben ohne jeglichen nahen Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer erfolgen.“ Die Verbände forderten, Übergaben bundesweit einheitlich zu ermöglichen.

Coronavirus: VW-Chef Diess hat noch Hoffnung für 2020
Doch es gibt offenbar auch Hoffnungsschimmer. Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess will das Geschäftsjahr trotz der Corona-Krise noch nicht völlig abschreiben. Ob der Konzern seine Gewinnziele für 2020 erreiche, sei erst dann wirklich abzuschätzen, wenn die Dauer des „Shutdowns“ abzusehen sei, sagte Diess in einem am Dienstag veröffentlichen Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart.

„Wenn man davon ausgeht, dass man die Krise ähnlich schnell behandelt wie China, dann kann man sicherlich auch mit einem blauen Auge davonkommen“, sagte Diess. „Wenn man natürlich davon ausgeht, dass wir hier monatelang einen Shutdown haben, dann wird's schon schwierig.“ Die Volksrepublik hat am Dienstag allerdings einen fragwürdigen Kniff bei ihren Statistiken zu Corona-Fallzahlen eingeräumt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat unterdessen zusammen mit Finanzminister Olaf Scholz die Schritte zur Eindämmung der wirtschaftlichen Probleme im Land erläutert.

In Deutschland wird über eine Handydaten-Überwachung debattiert - ein Virologe warnt vor einer „Pseudo-Sicherheit“ und spricht von „hellem Wahnsinn“.

Quelle: www.merkur.de

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COVID19 CORONA Wirtschaft / +++ Notstand ab morgen in Japan +++
« am: April 06, 2020, 13:01:06 Nachmittag »
Coronavirus-Pandemie
+++ Notstand ab morgen in Japan +++



In Tokio und sechs weiteren Regionen Japans gilt ab Dienstag der Ausnahmezustand. In Spanien steigt die Zahl der Toten auf über 13.000. Für den deutschen Mittelstand sind weitere Hilfen in Aussicht. Die aktuellen Entwicklungen im Liveblog.

Künftig Meldepflicht für freie Intensivbetten in Kliniken
12:20 Uhr
Kliniken mit Intensivstationen müssen freie Intensivbetten künftig täglich an ein zentrales Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) melden. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. Bisher sind dort nach Ministeriumsangaben 1119 von 1160 entsprechenden Kliniken gemeldet.


Bett auf der Isolierstation der Universitätsklinik Essen

Mehr als 13.000 Tote in Spanien
12:03 Uhr
In Spanien sind inzwischen mehr als 13.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Allerdings ist der Anstieg hier und bei den Neuinfektionen nicht mehr so steil wie noch vor einigen Tagen. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der Todesopfer um 637 auf 13.055 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bei den Infektionen sei die Zahl von 130.759 am Sonntag auf nun 135.032 geklettert. Am Donnerstag waren noch 950 Tote und 8100 Neuinfektionen gemeldet worden.

Notstand ab Dienstag in Japan
11:56 Uhr
Wie erwartet hat Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wegen der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt Tokio und sechs weitere Präfekturen den Notstand ausgerufen. Er gilt ab morgen zunächst für einen Monat. Derart drastische Einschränkung des öffentlichen Lebens wie in anderen Staaten solle es trotzdem nicht geben. Vielmehr wolle Abe sicherstellen, dass die Wirtschaftsaktivität so weit wie möglich aufrechterhalten wird.

In Japan sind bis Montag nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 3654 Infektionen festgestellt worden, 85 Menschen starben, 575 sind bereits wieder gesund.

Corona-Hetze im Netz entgegentreten
11:40 Uhr
Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat zum Widerstand gegen eine zunehmende "antisemitische Corona-Hetze" aufgerufen. "Das Corona-Virus führt in diesen Tagen nicht nur zu erheblichen gesundheitlichen, gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen, sondern auch zu einer gefährlichen Ausbreitung antisemitischer Hassbotschaften und Verschwörungstheorien, gerade in den sozialen Netzwerken", mahnte Becker. Dort würden zunehmend Juden und der Staat Israel für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht. "In klassischen antisemitischen Bildern werden ihnen zudem in einer so skizzierten 'jüdischen Weltverschwörung' wirtschaftliche Absichten in der Verbreitung des Virus unterstellt."

Österreich will Maßnahmen ab 14. April lockern
11:20 Uhr
Österreich will seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie direkt nach Ostern langsam lockern. Ab dem 14. April würden kleine Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder geöffnet werden, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit.

Die Legende vom "Corona-Schwindel"
11:10 Uhr
Um den vermeintlichen Schwindel zu beweisen, greifen Aktivisten zu grotesken Methoden.

Plattform für Freiwillige soll Dienstag online gehen
10:58 Uhr
Die Plattform, über die Freiwillige sich für einen Einsatz in Pflegestellen registrieren können, soll bereits am Dienstag online gehen. Die Seite www.freiwillige-helfen-jetzt.de sei dann freigeschaltet, kündigte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey per Instagram an. Die SPD-Politikerin will Zehntausende Helfer, die ihren Dienst wegen der aktuellen Situation gerade nicht ausüben können, zum Corona-Kriseneinsatz bewegen. Sie könnten in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei der Lebensmittelversorgung von Bedürftigen arbeiten.

Regierung will offenbar zusätzliche Hilfen beschließen
10:34 Uhr
Die Bundesregierung will offenbar zusätzliche Hilfen in großem Umfang vor allem für den Mittelstand beschließen. Das sogenannte Corona-Kabinett wolle noch heute ein zusätzliches Kreditprogramm verabschieden, berichtet die dpa unter Berufung auf Regierungskreise. Ziel sei es, eine Pleitewelle zu verhindern und Jobs zu erhalten.

Konkret gehe es um Verbesserungen bei den Kreditbedingungen. Firmen sollten für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Bislang trägt die staatliche Förderbank KfW beim Sonderkreditprogramm bis zu 90 Prozent des Risikos.

ADAC erwartet an Ostern keine Staus
10:17 Uhr
Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat der ADAC für das Oster-Wochenende keine Warnung vor langen Staus ausgegeben. "Freie Autobahnen an Ostern" überschrieb der Automobilklub seine Einschätzung zur Verkehrslage am kommenden langen Wochenende. Gleichzeitig verband ADAC-Präsident August Markl dies mit der dringenden Bitte, wegen der Corona-Krise auch wirklich zu Hause zu bleiben.


"Freie Autobahnen an Ostern" - so überschrieb der ADAC seine Einschätzung zur Verkehrslage am kommenden Wochenende.

Kriminalität in Südafrika geht zurück
10:08 Uhr
Südafrikas Kampf gegen das Coronavirus und die dabei verhängten Restriktionen zeigen nach Ansicht von Polizeiminister Bheki Cele erste Erfolge an einer anderen Front: beim Kampf gegen die Kriminalität. In einem Interview mit der Sonntagszeitung "City Press" sprach er von einem spürbaren Rückgang bei der Zahl von Gewaltverbrechen, den er auf ein landesweites Alkohol- und Tabakverbot zurückführte. Es war gleichzeitig mit einer sehr weitreichenden, dreiwöchigen Ausgangssperre am 27. März in Kraft getreten. Cele sprach sich dafür aus, den Alkoholkonsum im Land auch nach dem Ende der Ausgangssperre deutlich zu reduzieren.

BMW-Verkäufe brechen um mehr als 20 Prozent ein
10:02 Uhr
BMW hat im ersten Quartal dieses Jahres 20,6 Prozent weniger Autos verkauft als im vergangenen Jahr. Die Corona-Pandemie habe im Februar den Absatz in China einbrechen lassen, im März seien die Folgen in Europa und den USA deutlich spürbar gewesen, teilte das Unternehmen mit. "In Europa sind derzeit aufgrund des Coronavirus rund 80 Prozent aller Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es circa 70 Prozent." In den BMW-Werken in Europa und Nordamerika steht die Produktion.


In Europa sind derzeit rund 80 Prozent aller BMW- Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es etwa 70 Prozent.

Lehrerverband: Schlechte Schüler sollten freiwillig sitzenbleiben
09:45 Uhr
Schüler mit schlechten Leistungen sollten wegen der Corona-Krise nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands freiwillig die Klasse wiederholen, statt mit großem Rückstand die nächste Klassenstufe zu beginnen. Wenn die bisherigen Leistungen sehr schlecht waren, sollte ernsthaft geprüft werden, "ob nicht ein freiwilliges Wiederholen sinnvoller ist, als mit massiven Wissenslücken aufzurücken", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung. Seine Empfehlung gelte aber nur für Schüler, bei denen es bereits vor der Pandemie Leistungsdefizite gegeben habe, die ein Erreichen des Klassenziels "unwahrscheinlich" erscheinen ließen.

Corona macht dick
09:32 Uhr
Wegen der fehlenden Bewegung verbrenne ein Erwachsener derzeit im Durchschnitt bis zu 400 Kilokalorien weniger am Tag, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Jennifer Aubert.

Verbraucherstimmung auf historischem Tiefstand
09:24 Uhr
Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Krise und die Unsicherheit, wie es weitergeht, drücken auf die Konsumstimmung. Das vom Handelsverband Deutschland (HDE) ermittelte Konsumbarometer fällt im April auf den tiefsten Stand seit Beginn der Befragungen im Oktober 2016.

"Die Verbraucher befinden sich im Krisenmodus, die Verbraucherstimmung ist im Keller", teilte der HDE mit. Zudem machten sich mittlerweile mehr als ein Drittel aller befragten Erwerbstätigen Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz.

Kinderhilfswerk: Hartz IV für Kinder erhöhen
09:04 Uhr
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, dass arme Familien in der Corona-Krise stärker finanziell unterstützt werden. Zumindest so lange Schulen und Kindertagesstätten geschlossen sind, solle der monatliche Hartz-IV-Regelsatz für Kinder und Jugendliche um 100 Euro erhöht werden, so der Verein. Außerdem sollten Sanktionen für Familien im Grundsicherungsbezug für sechs Monate ausgesetzt werden. Zudem brauche es eine bundeseinheitliche Regelung zur Notbetreuung an Kindertageseinrichtungen und Schule.

Exportaussichten deutscher Autobauer so trüb wie zuletzt 2009
08:41 Uhr
Die Aussichten für das Auslandsgeschäft der deutschen Autobranche sind laut Ifo-Institut auf den tiefsten Stand seit rund elf Jahren gesunken. Das Barometer für die Exporterwartungen rutschte wegen der Corona-Krise im März auf minus 42,7 Punkte - der schlechteste Wert seit März 2009.

Die gesamten Geschäftserwartungen für die nächsten Monate sackten auf minus 33,7 Punkte. Auch der Index der Produktionserwartungen fiel von 4,2 Punkten auf minus 35,9 Punkte.

Österreich verdreifacht Mittel für Kurzarbeit
08:30 Uhr
Wegen des hohen Bedarfs an Kurzarbeit verdreifacht die österreichische Regierung ihre dafür vorgesehenen Finanzmittel. Der Finanzrahmen solle per Verordnung von einer auf drei Milliarden Euro angehoben werden, teilten Finanz- und Arbeitsministerium mit. Bis Freitag wurden demnach bereits Corona-Kurzarbeitsanträge im Ausmaß von einer Milliarde Euro bewilligt.

Apple entwickelt Atemschutz
07:53 Uhr
Der US-Technologiekonzern Apple hat angesichts der Coronavirus-Pandemie einen Atemschutz entwickelt. Die erste Lieferung sei vorige Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen, teilte Konzernchef Tim Cook bei Twitter mit. Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden. Der Schutz ist durchsichtig und bedeckt große Teile des Gesichts. Auch Lamborghini und Prada stellen bereits Atemschutzmasken her.

Brauereien können Biersteuer stunden
07:05 Uhr
Brauereien, denen wegen der Corona-Krise eine finanzielle Schieflage droht, können sich künftig die Biersteuer stunden lassen. Darauf haben sich das Bundesfinanzministerium und die zuständigen Länderbehörden geeinigt. Speziell viele kleinere und mittlere Brauereien leiden derzeit unter mangelndem Absatz. Weil Volksfeste abgesagt sind, Gaststätten geschlossen haben und selbst private Grillfeiern verboten sind, können sie kaum Fassbier verkaufen.


Das Fassbiergeschäft ist wegen der Corona-Krise in weiten Teilen zum Erliegen gekommen.

95.391 bestätigte Fälle in Deutschland
06:48 Uhr
In Deutschland sind die Neuinfektionen den vierten Tage in Folge rückläufig. Das Robert Koch-Institut meldet weitere 3677 bestätigte Fälle. Damit stieg die Zahl auf insgesamt 95.391. Der Anstieg war geringer als der am Sonntag bekannt gegebene von 5936 Neuinfektionen. Die Zahl der Toten stieg um 92 auf 1434.

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore meldet für Deutschland 100.024 Infektionsfälle und 1567 Tote.

Einwohner von Abidjan zerstören Test-Zentrum
06:37 Uhr
In der Millionenmetropole Abidjan in der Elfenbeinküste haben Einwohner ein Zentrum für Coronavirus-Tests zerstört, weil sie ihre Ansteckung durch Besucher der Einrichtung fürchteten. Videos zeigen, wie zahlreiche Menschen das noch im Bau befindliche Gebäude auseinandernehmen. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums sagte, die Einrichtung sei nie für die Behandlung von Corona-Patienten bestimmt gewesen, sondern lediglich für Tests.

Guterres prangert Zunahme von häuslicher Gewalt an
06:32 Uhr
UN-Generalsekretär António Guterres hat eine Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Corona-Krise angeprangert. In einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft rief er die Regierungen weltweit dazu auf, dagegen vorzugehen. "Wir wissen, dass Ausgangssperren und Quarantäne entscheidend sind, um Covid-19 zu bekämpfen. Aber sie können Frauen mit Partnern, die sie missbrauchen, einsperren", sagte Guterres. "Viele Frauen und Mädchen sind dort am meisten bedroht, wo sie am sichersten sein sollten: Bei sich zu Hause."

China meldet leichten Anstieg von Infektionen
04:45 Uhr
Die Gesundheitsbehörden in China verzeichnen einen leichten Anstieg der Neuinfektionen. Per Sonntag seien 39 neue Fälle in Festland-China registriert worden nach 30 am Vortag. 38 davon seien Menschen, die aus dem Ausland eingereist seien. Die Zahl der asymptomatischen Fälle, also bei denen Infizierte selbst keine Symptome zeigen, das Virus aber auf andere übertragen können, sei auf 78 von 47 am Samstag gestiegen. Insgesamt liegt die Zahl der erfassten Erkrankungen in China den Angaben zufolge nunmehr bei 81.708, 3331 Menschen starben.

Fast 10.000 Corona-Tote in den USA
03:47 Uhr
In den USA nähert sich die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie der Marke von 10.000 an. Binnen 24 Stunden starben weitere mehr als 1200 Menschen an der Infektion, wie am Sonntag aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg bis zum Abend (Ortszeit) auf 9633. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

Boeing-Produktion steht auf unbestimmte Zeit still
02:39 Uhr
Die Produktionsstätten des US-Flugzeugbauers Boeing im Großraum Seattle werden auch weiter stillstehen. Die zunächst auf zwei Wochen angelegte Schließung werde auf unbestimmte Zeit verlängert, teilte Boeing am Sonntag in einer E-Mail an seine Angestellten mit. Betroffen sind etwa 30.000 von Boeings fast 70.000 Angestellten im Staat Washington an der US-Westküste.


Von dem Produktionsstopp betroffen sind etwa 30.000 Boeing-Mitarbeiter.

Habeck fordert Investitionsprogramm von halber Billion Euro
02:28 Uhr
Grünen-Chef Robert Habeck dringt auf ein zehnjähriges Investitionsprogramm im Umfang von einer halben Billion Euro, um die deutsche Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder flottzumachen. Es brauche eine langfristige Investitionsoffensive, "um die Wirtschaft wieder aufzubauen und krisenfest zu machen", sagte Habeck der "Rheinischen Post". Wirtschaft und Gesellschaft müssten dabei konsequent auf Klimaneutralität umgestellt werden. "Sonst landen wird ungeschützt im nächsten Desaster."

Abe will wohl Ausnahmezustand verhängen
01:52 Uhr
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wird einem Medienbericht zufolge am Dienstag wegen der Corona-Krise den Ausnahmezustand ausrufen. Noch diesen Montag werde er dies voraussichtlich ankündigen, meldet die Zeitung "Yomiuri". Mit dem Schritt würde Abe den Behörden in besonders betroffenen Teilen Japans zusätzliche Befugnisse verschaffen. So können sie weitgehende Ausgangssperren verhängen, Veranstaltungen absagen sowie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen schließen.

Irlands Premier hilft als Freiwilliger im Gesundheitswesen
01:23 Uhr
Der irische Regierungschef Leo Varadkar engagiert sich als freiwilliger Helfer bei den Gesundheitsdiensten im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Varadkar werde an einem Tag pro Woche als Freiwilliger im Einsatz sein, teilte ein Regierungssprecher am Sonntag in Dublin mit. Nach Informationen der "Irish Times" wird der 41-Jährige in der Telefonberatung von Patienten aushelfen. Varadkar hat einen Abschluss in Medizin und war mehrere Jahre lang als Arzt tätig.

Hoffnungsschimmer für Italien
00:42 Uhr
Der Anstieg der Corona-Todesfälle in dem am schwersten von der Corona-Pandemie getroffenen Land Europas schwächt sich spürbar ab. Italien meldete am Sonntag die niedrigste Zunahme seit mehr als zwei Wochen. Es starben 525 Menschen binnen 24 Stunden an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Dies war ein Viertel weniger als am Samstag, als noch 681 Patienten der Krankheit erlagen. Zudem war es der geringste Zuwachs seit dem 19. März, als 427 Tote registriert wurden.  "Das sind gute Nachrichten, aber wir sollten weiterhin auf der Hut sein", sagte der Chef des Zivilschutzes, Angelo Borreli, Journalisten. Insgesamt starben bislang 15.887 Menschen in Italien an der vom Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.  Auch in Spanien ging die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle den dritten Tag in Folge zurück, während Frankreich den niedrigsten Anstieg seit einer Woche registrierte.

Schottlands oberste Gesundheitsexpertin tritt zurück
00:18 Uhr
Die oberste Gesundheitsexpertin der schottischen Regierung gibt ihr Amt auf. Zuvor hatte sie mit Verstößen gegen die eigenen Ausgangsbeschränkungen für Empörung in Großbritannien gesorgt. Catherine Calderwood gab am Sonntag zu, an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden zu einem Landhaus ihrer Familie gefahren zu sein. Zuvor hatte die Zeitung "Scottish Sun" Fotos der Expertin von einem beliebten Ausflugsziel an der Küste veröffentlicht. "Ich habe den Ratschlag nicht befolgt, den ich anderen gegeben habe", sagte Calderwood bei einer Pressekonferenz. "Es tut mir sehr leid."

Quelle: www.tagesschau.de

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Coronavirus-Ausbruch im News-Ticker
"Tun Sie es nicht": Länder schicken Oster-Appell an Deutsche - Infizierten-Zahl in Russland steigt rasant

https://videos3.focus.de/binary/2020/3/31/16/1497266805843-9777mu/Maskeneu-1585667338462.mp4

Mundmasken sind in der Corona-Krise knapp - aber dagegen kann jeder etwas tun! Die Feuerwehr Abensberg in Bayern zeigt, wie sich jeder eine Maske ganz einfach selber nähen kann. Und hofft auf Mithelfe der Bürger aus der Region: Denn auch bei den Rettern sind die Masken knapp.

In Österreich hatte die Regierung vor einer Woche einen verpflichtenden Mundschutz in Supermärkten angekündigt. Und auch in Deutschland wird vielerorts über Maskenpflicht diskutiert.

Doch Schutzausrüstung ist bei vielen Lieferanten vergriffen. Wie man einen Mundschutz ganz einfach selber nähen kann, zeigt die Feuerwehr Abensberg in Bayern.

Feuerwehr startet Aufruf für Mundschutz
Da es bei den Rettungskräften an Mundschutzen mangelte, haben sie einen Aufruf gestartet und Bürger aus der Region um Mithilfe gebeten.

„Mit dieser Aktion versuchen wir uns selbst zu helfen,“ so Feuerwehrmann Konrad Bauer. In einem Video wird die Herstellung der Masken Schritt für Schritt erklärt. Und auch Sie können mit der Anleitung ihre eignen Masken nähen.

Materialbedarf pro Maske
◆ Stoff 40x20cm
◆ 2 Kantenstreifen 10x4cm
◆ 2 Gummibänder á 20cm
◆ (Mögliche Ergänzung: Drahtstück 16cm)

Maske nähen - so geht's
Aus einem doppellagigen Stoff ein 40x20cm großes Rechteck und für die Maskenränder zwei 4x10cm Rechtecke auschneiden. Das weitere Vorgehen erfahren Sie im Video. Dafür benötigen Sie dieses Schnittmuster:


140 Helfer nähen Hunderte Masken
Bei der Feuerwehr Abensberg haben mit dieser Anleitung bereits rund 140 Helfer mehrere Hundert Masken hergestellt und die komplette Rettungsmannschaft konnte damit ausgestattet werden. Jetzt wollen sie auch noch anderen helfen.

Konrad Bauer von der Feuerwehr der Stadt Abensberg: „Sobald wir mehrere Masken haben, wollen wir auch Servicemitarbeiter wie Bäckereien unterstützen.“

Kein selbstgenähter Mundschutz schützt vor Ansteckung
Achtung! Die selbstgenähte Maske schützt nicht wirksam vor einer Ansteckung mit COVID-19. Deswegen sollten diese Masken als Behelfsmaske und nicht als Schutzmasken verwendet werden, so Konrad Bauer von der Feuerwehr Abensberg.

Infektiologen weisen aber darauf hin, dass es besser sei einen behelfsmäßigen Mundschutz zu tragen, als keinen. So verringere sich zumindest das Risiko, dass Sie andere, insbesondere Menschen die zur Risikogruppe gehören, mit dem Virus anstecken.

Robert-Koch-Institut ändert Einschätzung zum Mundschutz
Auch das Robert-Koch-Institut hat in der Coronakrise seine Einschätzung für das Tragen eines Mundschutzes angepasst. Auf der Internetseite der Bundesbehörde heißt es ebenfalls: Wenn Menschen – auch ohne Symptome – vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch Personen könnte laut RKI dazu beitragen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 beim Betreten öffentlicher Räume einzudämmen, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann (z.B. ÖPNV, Lebensmittelgeschäften oder auch ggf. am Arbeitsplatz)

Masken können Bewusstsein für "physical distancing" stärken
"Darüber hinaus könnten Mund-Nasen-Bedeckungen das Bewusstsein für 'physical distancing' und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen", schreibt das RKI weiter. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

Weitere Informationen zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit hat das RKI auf einer Informationsseite zusammengetragen.

Quelle: www.focus.de

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Mit diesem Zwölf-Punkte-Plan will die deutsche Wirtschaft den Exit schaffen



Das Institut der deutschen Wirtschaft empfiehlt in der Diskussion um ein Ende der Einschränkungen, die Wirtschaft möglichst schnell wieder ins Laufen zu bringen. In einem zwölf Punkte umfassenden Plan formuliert das IW Forderungen.

Politik und Wirtschaft setzen unterschiedliche Akzente in der Frage nach einer Lockerung der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Der Deutsche Städtetag warnte am Wochenende in Köln vor einem zu frühen Zurückfahren der Maßnahmen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) forderte eine klare Entscheidung noch vor Ostern. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln legte eine Exitstrategie mit zwölf Punkten vor.

Die Städte warben unterdessen um Geduld. „Die Gesundheit der Menschen muss jetzt höchste Priorität haben“, erklärte der Präsident des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) aus Leipzig. „Es darf erst dann Lockerungen geben, wenn sich ein Erfolg der Maßnahmen einstellt.“

Es sei zugleich wichtig, rechtzeitig Antworten zu finden auf die Länge der Maßnahmen und wie sie stufenweise zurückgefahren werden können. „Bereits jetzt ist dafür eine Strategie zu erarbeiten, die Städte bieten dabei ihre Unterstützung an.“

Planungssicherheit für die Wirtschaft noch vor Ostern forderte der DIHK-Präsident Eric Schweitzer. „Wir können im Wochentakt messen, wie sich die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe verschlechtert“, sagte Schweitzer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Deshalb brauchen viele in der Wirtschaft schnell Klarheit zu offenen Fragen. Die Unternehmen müssen vor den Feiertagen wissen, woran sie sind.“ Es dürfe kein Dauerzustand werden, dass sonntags verkündet werde, was ab Montag gelte.

Die Wirtschaft schnellstmöglich wieder ans Laufen zu bringen, empfiehlt auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Die Politik müsse die Gesundheit der Bürger so weit wie möglich schützen und zugleich noch größere volkswirtschaftliche Schäden abwenden, die letztlich zu gesellschaftlichen würden, erklärte das Institut.

Bestätigte Coronavirus-Fälle, kumulierte Daten


Grundsätzlich gelte, dass ein Ende der Maßnahmen nur eingeleitet werden könne, wenn die medizinische Grundversorgung gewährleistet sei. Die großflächige Erhöhung von Test- und Behandlungskapazitäten ist daher auch der erste Schritt, den die IW-Experten in ihrem Zwölf-Punkte-Plan fordern.

Als nächste Stufen sollen Schulen und Kindergärten wieder öffnen und die Kapazitäten des öffentlichen Nahverkehrs wieder erhöht werden. „Nur dann können Eltern konzentriert arbeiten, und Kinder werden optimal gefördert“, erklärte IW-Direktor Michael Hüther. „Lehrer könnten im Schichtbetrieb in Schulen unterrichten, das würde auch dort das Infektionsrisiko deutlich senken.“ Eine hohe Taktung von Bussen und Bahnen ermögliche es den Menschen, zur Arbeit zu kommen und gleichzeitig den empfohlenen Abstand zu wahren.

Zudem sei die öffentliche Verwaltung zügig wieder zu öffnen, anschließend – Punkt fünf in dem Plan – auch der Handel sowie Dienstleistungsanbieter. Für Bereiche, bei denen von längerfristigen Beschränkungen oder Verboten auszugehen ist, sei Klarheit über die Perspektiven erforderlich. „Zudem muss in diesen Fällen über massive Unterstützungsleistungen nachgedacht werden. Sollten beispielweise Großveranstaltungen noch über viele Monate untersagt bleiben, würde dies sonst zu einer Konkurswelle unter Messebauern, Cateringunternehmen, Veranstaltungshallen, Tagungshotels, Eventveranstaltern, Theatern und vielen anderen mehr führen“, heißt es in dem Katalog des Instituts.

An Position sechs in den Forderungen des IW steht, die Industrieproduktion wieder hochzufahren. Der Zwölf-Punkte-Plan fordert zudem, offene Grenzen für Waren und Arbeitskräfte zu sichern.

Geht es nach dem IW, soll mit fiskalischen Forderungen großzügig umgegangen werden – schließlich werde die Liquiditätssituation in vielen Wochen vorerst weiterhin eine kritische sein. In Punkt neun fordert das Institut, die Einreise ausländischer Arbeitnehmer möglich zu machen, in Punkt zehn wird für einen fiskalischen Startschuss geworben: Durch eine steuerliche Entlastung könne ein Aufbruchsignal an Konsumenten und Unternehmen gesendet werden. Eine Möglichkeit sei die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags zum Sommer.

Zudem fordern die Experten des IW, ein Nachfrageprogramm vorzubereiten, das zum Einsatz kommen solle, falls die Bevölkerung nach Aufheben der Restriktionen nicht in Konsumlaune komme. Ein solches sei in der Wirtschaftskrise 2009 erfolgreich umgesetzt worden. Der Zwölf-Punkte-Plan schließt mit der Forderung, ein Wachstumsprogramm aufzusetzen: Der Staat solle sich in der Anfangsphase an risikoträchtigen Innovationen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Klima beteiligen – und damit Signale setzen.

Quelle: www.welt.de

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COVID19 CORONA Wirtschaft / "Corona-Bonds sind kein Dauerinstrument"
« am: April 05, 2020, 22:10:56 Nachmittag »
IW-Chef zu Corona-Krise
"Corona-Bonds sind kein Dauerinstrument"



Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen werden unfassbar teuer. Schwer betroffene EU-Länder wie Italien fordern Solidarität - etwa in Form von Corona-Bonds. Auch IW-Chef Hüther sprach sich in den tagesthemen klar dafür aus.

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie herrscht derzeit Streit in der EU. So verlangen unter anderem die schwer betroffenen Länder Italien und Spanien gemeinsame Anleihen der EU-Mitglieder zur Finanzierung der EU-Staaten - sogenannte Corona-Bonds. Damit könnten auch bereits hoch verschuldete Länder wie eben Italien Geld zu günstigeren Konditionen einsammeln, weil wirtschaftlich stärkere Staaten wie Deutschland ebenfalls für Zinsen und Rückzahlung haften. Nichts da, sagt dazu die Bundesregierung. Sie treibt die Sorge um, dass Deutschland damit praktisch für die Schulden anderer Länder mit haftet und daraus ein Dauerinstrument wird. Auch Österreich oder die Niederlande sind strikt dagegen.

Was sind Corona-Bonds?
Bonds sind Wertpapiere mit einem festen Zinssatz. Die europäischen Staaten könnten zusammen solche Anleihen an den Markt bringen: Corona-Bonds. Die Regierungen würden auf diesem Weg gemeinsam Geld an Finanzmärkten aufnehmen, sich also verschulden - und dann gemeinschaftlich für Zinsen und Rückzahlung haften. Hoch verschuldete Staaten könnten auf diesem Weg zu erheblich günstigeren Konditionen Geld von Investoren erhalten. Denn die Bonität der Gemeinschaftsanleihen wäre deutlich besser, wenn zum Beispiel wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland mithaften. Weil solche Papiere somit als sicherer gelten, müssten die Staaten für Corona-Bonds nicht so hohe Zinsen bieten wie sie das zum Teil derzeit für ihre eigenen nationalen Anleihen tun müssen. Die Schuldenlast würde sinken.

"Europäische Solidarität"
Unterstützung erhalten die Bonds-Befürworter von führenden Wirtschaftsexperten. In den tagesthemen bekräftigte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, seine Pro-Position. Corona-Bonds könnten "europäische Solidarität" organisieren. "Wir können über eine gemeinschaftliche Haftung sehr niedrige Kosten möglich machen und wir können ein großes Volumen bewegen." Man sollte sich einmal darauf einlassen - "es ist keine Dauerveranstaltung", unterstrich Hüther.

Das Instrument der Corona-Bonds löse mehrere Probleme: Es mache Mittel verfügbar für die Länder, die besonders betroffen sind, es zeige Solidarität und Europa habe eine bessere Zukunft. Es sei im ureigenen Interesse Deutschlands, diese Solidarität zu leben.

Das Volumen der Corona-Bonds müsse glaubwürdig sein: "Es geht nicht um 100 Milliarden, sondern schon um 1000 Milliarden." Das höre sich jetzt gewaltig an, aber man müsse bedenken, dass die Europäische Zentralbank 750 Milliarden allein für die Beruhigung der Staatsanleihen-Märkte vorsehe.

Corona-Bonds sind keine Euro-Bonds
Hüther erinnerte, dass es hier nicht nicht um eine neue Finanzarchitektur auf Dauer gehe, sondern um ein einmaliges Kriseninstrument. "Wir haben jetzt eine ganz besondere Situation." Keiner sei für diesen Corona-Schock verantwortlich. "Und wir haben unterschiedliche Betroffenheiten in der Eurozone." Corona-Bonds seien keine Euro-Bonds, sagte Hüther mit Blick auf die Diskussion in der Euro-Schuldenkrise vor zehn Jahren. Damals war von Euro-Bonds die Rede. Eingeführt wurden diese jedoch nicht, weil es schon damals große Widerstände gab: Wirtschaftlich starke Länder fürchteten, über Jahre für die Schulden bereits hoch verschuldeter Staaten wie Griechenland oder Italien mithaften zu müssen. Stattdessen wurde der Euro-Rettungsschirm ESM gegründet.

"Der ESM hat eine andere Funktion"
Der ESM könnte doch auch jetzt in der Corona-Krise helfen, meint die Bundesregierung. Hüther widerspricht: "Der ESM hat eine andere Funktion. Er ist aus der Finanzkrise entstanden und soll Banken stabilisieren. Doch Italien ist nicht Griechenland vor fünf Jahren." Zudem sei der ESM stigmatisierend für die Länder, die Gelder bekommen. Und er ist dafür nicht gedacht."

Corona-Bonds oder ESM oder ganz anders - wie die EU-Finanzhilfen konkret aussehen könnten, ist Thema der Beratungen der Finanzminister am Dienstag. Eurogruppen-Chef Mario Centeno forderte die Minister der Euro-Zone dazu auf, offen über Corona-Anleihen zu debattieren. Mit Blick auf das Treffen erhöhten zwei EU-Kommissare nochmal den Druck. Der französische Binnenmarktkommissar Thierry Breton und der italienische Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni forderten die Mitgliedstaaten in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf, einen steuerfinanzierten Fonds für langfristige Anleihen aufzulegen. Der Fonds, der die sogenannten Corona-Bonds ausgeben würde, soll demnach ausschließlich für den wirtschaftlichen Aufbau nach der Krise genutzt werden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte angesichts der Corona-Krise massive Investitionen in den EU-Haushalt gefordert. Dieser könnte für eine Art "Marshall-Plan für Europa" genutzt werden, schrieb sie in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Breton und Gentiloni erklärten, ihr Vorstoß sei als Ergänzung der Idee von der Leyens gedacht. Angesichts der Summen, um die es gehe, brauche die EU neben den Mitteln des Eurokrisenfonds ESM, der Europäischen Investitionsbank und der EU-Kurzarbeitsinitiative eine vierte Säule. "Die Zeit ist knapp. Wir müssen kreativ sein", schrieben die Kommissare.

Quelle: www.tagesschau.de

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Corona-Krise und Wirtschaft: Experten mahnen zur Eile
« am: April 05, 2020, 22:10:25 Nachmittag »
Corona-Krise und Wirtschaft: Experten mahnen zur Eile

Immer mehr Unternehmen in Deutschland stehen vor einer ungewissen Zukunft. Dabei geht es nicht um ein paar Prozente mehr oder weniger Umsatz oder Gewinn. Es geht in diesen Wochen für viele um die Existenz. Gesunde Firmen, die durch die Folgen des hochansteckenden Coronavirus jetzt um das wirtschaftliche Überleben kämpfen. Zur Strukturkrise und der sich schon länger abzeichnenden Konjunkturkrise kommt jetzt noch die Corona-Krise hinzu.

von Wolfgang Brinkschulte, MDR-Wirtschaftsexperte


Laut Experten trifft die Krise vor allem die Metall- und Elektroindustrie sowie die Autobranche.

Das Coronavirus bedroht die menschliche Gesundheit in einem Ausmaß, das die heutigen Generationen bisher nie erleben mussten. Gleichzeitig werden die Folgen auch für Unternehmen täglich bedrohlicher.

Gravierendere Wirtschaftskrise als 2009
Verschiedene Faktoren machen die aktuelle Krise gravierender als die Wirtschaftskrise 2009. Die damalige Krise ging vom Finanzsektor aus und traf insbesondere die Industrie. Die Corona-Krise greift breiter in das Wirtschaftsleben ein, trifft ebenso Dienstleister und wirkt sich stärker auf den Arbeitsmarkt aus.

Strategiepapier des Innenministeriums
Es müsse dringend daraufhin gearbeitet werden, schlimmere Folgen für Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft abzuwenden. Das fordert ein vertrauliches Strategiepapier aus dem Bundesinnenministerium mit dem Titel "Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen".

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte die vertrauliche Studie am 18. März bei seiner Grundsatzabteilung in Auftrag gegeben. Sie entstand binnen weniger Tage mithilfe in- und ausländischer Fachleute und liegt mittlerweile vielen Politikern und Experten vor.

Darin heißt es, die deutsche Volkswirtschaft sei eine Hochleistungsmaschine, die ein hohes Maß an materiellem Wohlstand bereitstelle. Ihre Leistungsfähigkeit sei davon abhängig, dass der überwiegende Teil aller bestehenden Unternehmen und Arbeitnehmer einsatzfähig sei und die Integrität des Gesamtsystems nicht in Frage gestellt werde.

Worst-Case-Szenario: Einbruch der Industrie um 47 Prozent
In vier Szenarien beschreibt eine Expertengruppe, welche fundamentalen wirtschaftlichen Folgen eine weitere Ausbreitung des Virus und die längere Stilllegung großer Teile der Wirtschaft haben könnten. Eine Eindämmung der Virusepidemie müsse unbedingt gelingen, um im schlimmsten Fall einen möglichen Einbruch des Bruttoininlandsprodukts (BIP) um 32 Prozent und der Industrie um 47 Prozent zu vermeiden.

Best Case-Szenario: Eineinhalb Monate Stillstand
Die Experten empfehlen, die Regierung müsse auf ein Szenario namens "Schnelle Kontrolle" hinarbeiten, für das eine Phase der Ausgangsbeschränkungen von 1,5 Monaten angenommen wird und bei dem für wesentliche Industriebranchen mit einem weiteren Monat massiver Störungen durch geschlossene Grenzen und, damit verbunden, unterbrochenen Lieferketten ausgegangen wird.


Bei wenigen Wochen Stillstand ist der geringste Schaden für die Wirtschaft zu befürchten.

Bei diesem Szenario komme es zu einem Einbruch des BIP um vier Prozent, das sei als wirtschaftlicher Best-Case anzusehen. Für die Industrie bedeute das ein Minus von neun Prozent. Zum Vergleich: In der Weltwirtschaftskrise 2009 fiel das BIP um sechs Prozent, die Wertschöpfung der Industrie um 19 Prozent.

Ifo sieht hohes Risiko für Stellenabbau im großen Stil
Ein Abwärtsrisiko für die deutsche Wirtschaft hat auch das ifo-Institut vor einigen Tagen berechnet: Es sei erheblich. So sei es nicht unwahrscheinlich, dass sich die Krise länger hinziehe, etwa weil sich die Pandemie deutlich langsamer eindämmen lasse, oder weil das Wiederhochfahren der wirtschaftlichen Aktivität nicht reibungslos funktioniere beziehungsweise eine erneute Ansteckungswelle auslöse.

Je nach Szenario schrumpfe die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspreche Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro. Mit erheblichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: In den vom ifo betrachteten Szenarien könnten bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut werden und mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen sein.

IWH: Ein Monat Stillstand kostet drei Prozent des BIP, zwei Monate zehn
Auch der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, schätzt, dass der Stillstand, der "Lockdown", erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben wird. Ein Monat koste ungefähr drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Da es sich bei den Belastungen der Wirtschaft um kumulative, nicht-lineare Effekte handele, kosteten zwei Monate nicht sechs Prozent, sondern eher zehn.

Kurzarbeit vor allem in BaWü, NRW und Sachsen
Die Folgen der Corona-Krise sind von Beginn an auch in der mitteldeutschen Wirtschaft spürbar.
Nach einer Untersuchung des Instituts für Mittelstands- und Regionalentwicklung (imreg) vom 1. April gehen 26 Prozent der Industrieunternehmen in Mitteldeutschland von Kurzarbeit in den nächsten drei Monaten aus.

Überdurchschnittlich betroffen ist nach Baden-Württemberg mit 33 Prozent der Freistaat Sachsen, ebenso wie Nordrhein-Westfalen mit 30 Prozent.

Besonders betroffen: Metall- und Elektroindustrie und Fahrzeugbau
Besonders hart trifft es den gesamten Bereich der Metall- und Elektroindustrie und den Fahrzeugbau. Hier vermischt sich die Corona-Krise mit den Struktur- und Konjunkturkrisen und verstärkt deren Negativwirkung. Fast die Hälfte (49 Prozent) der metallerzeugenden Unternehmen in Sachsen planen für die nächsten drei Monate Kurzarbeit. Der Fahrzeugbau zu 43 Prozent, die Automobilbranche zu 41 Prozent und der Maschinenbau, der für die mitteldeutsche und vor allem für die sächsische Industrie ebenfalls von besonderer Bedeutung ist, zu 33 Prozent.

Starker Rückgang bei der Produktion
Es ist daher nachvollziehbar, welche Folgen das für die Produktions- und Personalpläne der Unternehmen haben wird. Schon im Januar verzeichneten die Produktionspläne in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie ein Saldo von minus 27 Punkten. Der größte Monatsrückgang seit der Finanzkrise. Auch die Personalpläne verzeichneten einen Rückgang von zwölf Punkten für die folgenden drei Monate, wie das imreg auflistet, das dem Arbeitgeberverband Sachsen Metall und der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) nahesteht.

In der Folge sei ebenfalls mit einer starken Schrumpfung des Pkw-Markts und Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zu rechnen, die gerade in Sachsen und Mitteldeutschland mit den tausenden Zulieferfirmen und den großen Automobilbauern zu einer Kernbranche gehören.

Globaler Automarkt fährt herunter
Der globale Pkw-Markt könnte in diesem Jahr nach Darstellung des Instituts imreg bis zu 23 Prozent herunterfahren, die Neuaufträge der deutschen Autoindustrie rund 40 Prozent verlieren – mit weiteren Folgen für den Maschinenbau, dessen Produktion schon vor Corona zurückging, und je näher am Auto, umso kritischer eingeschätzt wird.

Deutlicher Einschnitt beim Geschäftsklima im März
Das schlägt sich bundesweit im Monat März unmittelbar auf die Stimmung, das Geschäftsklima, nieder. Im Automotive-Bereich von plus 10 im März 2019 auf minus 20 im vergangenen Monat. Im sonstigen Fahrzeugbau von plus sieben im März 2019 auf minus 55 in diesem März.

Schlechte Basis für Thüringer Wirtschaft
Ebenso belastet ist die Ausgangsbasis für die Wirtschaft im Freistaat Thüringen. Bereits Ende letzten Jahres ging die Zahl der Beschäftigten leicht zurück. Im verarbeitenden Gewerbe sank der Umsatz bereits um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, im Maschinenbau schon um 7,2 Prozent.

Dramatische Folgen für Autozulieferer
Alarm schlägt auch hier die Automobilwirtschaft. Ganz aktuell warnt angesichts der weiteren Zuspitzung der Corona-Krise das Netzwerk "automotive thüringen" vor dramatischen Folgen für die Zulieferindustrie.

Vorsitzender Mathias Hasecke hält die negativen Effekte durch verminderte Kundenabrufe und Werksschließungen für erheblich. Sie belasteten die Zulieferindustrie existenziell. Die Situation verschärfe sich täglich. Es müsse die Liquidität der Unternehmen sichergestellt werden. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe seien die Kosten für Energie und Materialeinkauf sehr hoch. Hier fehle es an Hilfsmaßnahmen.

Zuschüsse der Länder gefordert
Was es jetzt brauche, sei ein Thüringer Zuschussprogramm für Zulieferunternehmen, sagt Hasecke, insbesondere für Unternehmen ab 50 Beschäftigten. Denkbar seien auch Sachkosten- und Tilgungszuschüsse. Er erwarte eine schnelle Überarbeitung der Richtlinien bei der Kreditvergabe an Unternehmen über die KfW und Hausbanken sowie eine 100 Prozent Haftungsfreistellung. Sonst entstehe ein wirtschaftlicher Flächenbrand, der sich nicht löschen lasse.

Ähnlich sieht das auch Sachsens Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner. Betriebe bis 250 Mitarbeiter bräuchten einen Landeszuschuss. Ferner müsse die Haftungsblockade der Hausbanken gelöst werden.

Kreditaufnahme problematisch
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Kredite an Unternehmen vergibt, übernimmt zu 90 Prozent das Ausfallrisiko. Für die restlichen zehn Prozent haften derzeit noch die Hausbanken, die die Kredite ausreichen. Weil die sich häufig davor scheuen, führt es in vielen Fällen dazu, dass Unternehmen gar keinen Kredit bekommen.

Sachsens Arbeitgeberpräsident Brückner empfiehlt zudem, das Schweizer Modell zu übernehmen, wonach Kredite bis 500.000 Euro mit 100 Prozent Haftungsfreistellung kurzfristig ausgereicht würden. Außerdem seien auch stille Beteiligungen des Staates bei Firmen ab 100 Arbeitnehmern sinnvoll.

Krisentreffen in Dresden
Mit solchen Forderungen waren Vertreter der sächsischen Wirtschaft am vergangenen Donnerstag bei einem Krisentreffen bei Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Teilnehmer berichten, auch wenn anwesende Minister eher still gewesen seien, sei es zwischendurch hoch hergegangen. Am Ende habe man sich angesichts der enormen wirtschaftlichen Herausforderungen und Belastungen auf eine Stärkung der mittelständischen Unternehmen verständigt.

Neuverschuldung in Milliardenhöhe
Das sächsische Kabinett hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise eine Neuverschuldung in Milliardenhöhe auf den Weg gebracht. Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen sind insgesamt 6,725 Milliarden Euro eingeplant und die Errichtung eines sogenannten Sondervermögens. Am kommenden Donnerstag soll das der sächsische Landtag mit Zweidrittelmehrheit beschließen.

Doch für die Unternehmen kommt es vor allem darauf an, dass sie jetzt sehr schnell und unbürokratisch Finanzhilfen erhalten. Zur Rettung der Unternehmen und der Arbeitsplätze.

Quelle:: www.mdr.de

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Corona-Krise: 11 starke Aktien und Top-Fonds für die Erholung



Mit riesigen Rettungspaketen wollen Staaten und Notenbanken die Wirtschaft in der Corona-Krise stützen. Börsianer hoffen nach massiven Verlusten auf ein Comeback der Kurse.

Die Ausschläge bleiben extrem, das gilt auch für die Erholungen: Der DAX legte am Dienstag um elf Prozent zu und feierte damit seinen größten Tagesgewinn seit Oktober 2008. Der Dow Jones verzeichnete mit einem ähnlichen Plus sogar seinen besten Tag seit 1933.

Während einige Börsianer auf ein Ende der Krise spekulieren, überschlagen sich Ökonomen mit finsteren Einschätzungen der aktuellen Lage: Das Ifo-Institut kalkuliert, dass der deutschen Wirtschaft bei drei Monaten Stillstand ein Schaden von bis zu 729 Milliarden Euro entstünde. Die Produktionsausfälle würden schon bei einem Shutdown von mehr als einem Monat schnell Dimensionen erreichen, die deutlich jenseits der Wachstumseinbrüche liegen, die aus früheren Rezessionen der Bundesrepublik bekannt sind.

Auch der Schaden für die Unternehmen ist gewaltig: "Wir glauben, dass ein Rückgang von 40 Prozent in diesem Jahr das Mindeste sein dürfte, was man bei den Gewinnen unterstellen muss", kalkuliert die Privatbank M.M. Warburg für die DAX-Konzerne.

Extreme Lösungen
Gute Nachrichten im Kampf gegen das Virus kommen fast ausschließlich aus China. Dort ist die Zahl der Neuinfektionen offenbar nahe null. Das Leben normalisiert sich, die Industrieproduktion wird wieder hochgefahren. Davon dürfte auch Deutschland als wichtiger Handelspartner profitieren. Viele andere Staaten befinden sich dagegen weiter im Notstand. In den USA zieht die Katastrophe wohl erst herauf. So sieht man selbst auf dem Times Square im Herzen von New York, in normalen Zeiten einer der hektischsten Plätze der Welt, nur mehr vereinzelt Menschen.

Unternehmen greifen zu drastischen Maßnahmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Beim deutschen Energieversorger Eon seien systemkritisch notwendige Mitarbeiter bereit, unter "kasernierungsartigen Lösungen" zu leben und zu arbeiten, berichtet Konzernchef Johannes Teyssen. Nach der Gesundheit der Mitarbeiter hat die Sicherung der Liquidität höchste Priorität. Mit dem Flugzeugbauer Airbus und dem Flughafenbetreiber Fraport haben zwei weitere Unternehmen aus der besonders hart getroffenen Luftfahrtindustrie ihre Dividende gestrichen. Auch andere Branchen stehen unter Druck: Bei den Ausschüttungen europäischer Unternehmen drohe der größte Rückgang seit der globalen Finanzkrise, warnt die Investmentbank Morgan Stanley.

Die deutschen Topkonzerne gehen zumindest mit erheblichen Reserven in die Krise: Die Firmen des DAX hatten nach Berechnung der Unternehmensberatung EY zum Jahreswechsel liquide Mittel in Höhe von mehr als 99 Milliarden Euro in den Bilanzen. "Die DAX-Unternehmen verfügen mehrheitlich über hohe, wenngleich natürlich nicht unbegrenzte Barreserven", urteilt EY.

Liquide Mittel sind nur eine von vielen Größen, die für die Widerstandskraft eines Unternehmens in schwierigen Zeiten wichtig sind. €uro am Sonntag hat in der Datenbank des Finanzdienstes Bloomberg nach Firmen mit starken Bilanzen gesucht - mit hohen Cashreserven, einer niedrigen Verschuldung und einer starken Marktposition innerhalb ihrer Branche.

Nachfolgend stellt die Redaktion von Euro am Sonntag sieben internationale Aktien vor, die die Pandemie-Krise gut überstehen und langfristig überdurchschnittliche Perspektiven bieten sollten. Dazu stellen wir vier krisenerprobte Investmentfonds vor, denen Anleger auch jetzt vertrauen können.

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Activision Blizzard:
Die Coronavirus-Pandemie hat Amerikas Profi-Ligen im Basketball (NBA) und Eishockey (NHL) gestoppt. In Fahrt kommen in dieser Zeit eingeschränkter Sozialkontakte indes Computerspiele via Web und Stream und Amerikas E-Sport-Ligen. Die Turniere, in denen professionelle Gamer in Teams um hohe Preisgelder spielen, sind ähnlich professionell organisiert wie NHL und NFL.

Amerikas größter Videospiele-Entwickler Activision Blizzard ist mit seiner E-Sport-Liga Overwatch gut im Geschäft. Weltweit bekannt sind die Kalifornier aus Santa Monica mit Spielen wie "Call of Duty" und "World of Warcraft". Soeben hat der Konzern mit "Warzone" eine Version von "Call of Duty" veröffentlicht, die bis zu 150 Gamer via Web gleichzeitig spielen können. Sobald sich "Warzone" etabliert hat, trauen Analysten dem Spiel 500 Millionen Dollar Erlöse zu. Weil Gamer während des Spiels Ausrüstung und Fähigkeiten für ihre virtuellen Figuren online erwerben, sollte das ein regelmäßiger Geldstrom für Activision werden. In der Kasse liegen zudem 5,4 Milliarden Euro Cash. Das ist fast so viel wie der Umsatz 2019 und mehr als die Schulden.

Apple:
Apple ist reich, sehr reich. Der Entwickler des iPhone aus Cupertino ist so vermögend wie kein anderes Unternehmen. Am Ende des vergangenen Geschäftsjahrs verfügte der Technologiekonzern über 206 Milliarden Dollar Cash, in Euro knapp 192 Milliarden. Das ist mehr als die 173 Milliarden Euro Jahresumsatz des Autobauers Daimler. Apple zählt mit Amazon, Googles Mutterkonzern Alphabet, Facebook, Microsoft und Cisco zur Top-Liga der Technologiekonzerne, die Abschwünge gut überstehen. Die Riesen könnten bis zu 24 Monate auskommen, ohne am Kapitalmarkt Geld aufnehmen zu müssen. Das würde ihre Premiumbonität nicht gefährden, so Analysten von Bloomberg Intelligence.

Wegen der Auswirkungen von Corona erwägt Apple eine Verschiebung des Debüts seines ersten 5G-Handys im Herbst um einige Monate, berichtet Japans Wirtschaftszeitung "Nikkei". Das wäre zu verkraften. Apple arbeitet hochprofitabel. Um höhere Margen einzufahren, will der Konzern bald eigene Chips für den 5G-Mobilfunk und einen geringen Stromverbrauch einsetzen. Apple übernahm dazu Standorte und Ingenieure von Intel und Dialog Semiconductor.

Beiersdorf:
Aktionäre von Beiersdorf haben sich daran gewöhnt: Seit zwölf Jahren stagniert die Dividende des Konsumgüterherstellers. Für das vergangene Jahr soll nur jeder fünfte Euro Gewinn ausgeschüttet werden. Gleichzeitig horten die Hamburger Geld: Die Nettoliquidität betrug zum Jahreswechsel 4,25 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bei 61 Prozent.

Der chronische Geiz der Hanseaten sorgt in Boomphasen der Börse für Verdruss - in Krisenzeiten dagegen ist Beiersdorf als defensive Festung gefragt. Im Kerngeschäft Kosmetik bedienen viele Produkte des Konzerns den täglichen Bedarf. Die zyklische Klebstoffsparte macht weniger als ein Fünftel des Umsatzes aus und kann darum keinen allzu großen Schaden anrichten.

Fuchs Petrolub:
Dem weltweit größten konzernunabhängigen Anbieter von Hochleistungsschmierstoffen macht die Nachfrageschwäche in der Autoindustrie zu schaffen. Mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie kommen noch dazu. Dennoch will Chef Stefan Fuchs bei der Dividende die Serie mit 18 Erhöhungen in Folge fortsetzen. Trotz Gewinnrückgangs 2019 sollen 97 Cent pro Vorzugsaktie ausgeschüttet werden, zwei Cent mehr als im Vorjahr.

Größere Abschwünge wie die Finanzkrise meisterte das Familienunternehmen gut. 2019 investierte es die Rekordsumme von 154 Millionen Euro in den Ausbau des Geschäfts. Dennoch stiegen die Cashreserven von 195 auf 219 Millionen Euro. Die Bilanz ist nahezu schuldenfrei. Die Eigenkapitalquote liegt bei 77 Prozent. Damit sind 152 Millionen Euro langfristige Verbindlichkeiten keine nennenswerte Belastung. Ihre führende Position im Markt halten die Mannheimer durch ihr Know-how.

Microsoft:
Seit dem Ausbruch der Pandemie arbeiten weltweit viele Mitarbeiter via Computer und Telefon von zu Hause aus. Das bescherte Microsoft binnen einer Woche 37 Prozent mehr Nutzer für seine Bürokommunikations-Software Teams. Die App mit Chats und Videokonferenzen nutzen inzwischen mehr als 44 Millionen Anwender, gab Chef Satya Nadella bekannt. Sechs neue Unternehmenskunden mit jeweils mehr als 100.000 Nutzern seien in der Woche hinzugekommen.

Mit voraussichtlich hohen zweistelligen Zuwächsen wird Teams bei Microsofts Quartalsbilanz am 22. April ein wichtiges Thema sein. Office 365, die Cloud-Version von Microsofts Bürosoftwarepaket, solle ebenfalls deutlich zulegen. Von einer möglichen Kürzung der IT-Budgets ist der Konzern aus Redmont im US-Bundesstaat Washington als weltweit zweitgrößter Cloud-Anbieter weniger betroffen, schätzen die Experten von Bloomberg Intelligence. Sie erwarten, dass Microsoft seine Marktanteile ausbauen wird. Mit knapp 125 Milliarden Euro in Cash und kurzfristig verfügbaren Wertpapieren spielt der Konzern bei der Bonität und Absicherung in der gleichen Liga wie Apple.

Roche:
Ab April wird der Schweizer Pharmariese in einer klinischen Phase-III-Studie die Wirkung seines Arthritis-Medikaments Actemra in der Behandlung von schweren Lungenerkrankungen in Folge einer Corona-Infektion testen. Ein Erfolg bei den Behandlungen würde das Geschäft des Basler Konzerns deutlich voranbringen. Währenddessen läuft bis 2023 der Patentschutz vieler Arzneien von Roche aus. Analysten schätzen die Umsatzeinbußen daraus auf mehr als 9,5 Milliarden Euro in vier Jahren. Sie trauen Roche aber zu, die große Delle auszugleichen. 2023 soll der Umsatz um ein Fünftel höher liegen als 2019. Mit mehr als 78 Milliarden Euro Reserven ist der Konzern im Besitz der Gründer- dynastie Hoffmann für Turbulenzen gewappnet. Die regelmäßigen Erhöhungen der Dividende, für die Anleger Roche schätzen, dürften Bestand haben.

SAP:
Der Softwareentwickler ist voraussichtlich nicht immun gegen Corona. Das Geschäft des weltweit größten Anbieters von Firmenprogrammen wird von Kürzungen und Verschiebungen in den IT-Budgets der Unternehmen betroffen sein, erwarten Experten von Bloomberg Intelligence. Ein Grund dafür sei der mit 44 Prozent hohe Umsatzanteil europäischer Firmenkunden.

Anleger sollten das aber gelassen nehmen und größere Kursschwächen zum Kauf nutzen. Der wertvollste Konzern im DAX verfügt über ein breites Portfolio Cloud-fähiger Programme zur Steuerung der Prozesse in Firmen aus vielen Branchen. Die Verschuldung bezogen auf den operativen Gewinn ist gering. Auch Cashreserven von mehr als fünf Milliarden Euro sind ein Sicherheitsfaktor. Bei der Profitabilität seiner Cloud-Sparte traut sich SAP zu, das mittelfristig avisierte operative Margenziel von 75 Prozent zu übertreffen.

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Quelle: [img=https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/kampf-gegen-das-virus-corona-krise-11-starke-aktien-und-top-fonds-fuer-die-erholung-8678249]http://www.finanzen.net[/img]

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COVID19 CORONA News / Siemens bringt Corona-Massentest auf den Markt
« am: April 04, 2020, 11:11:42 Vormittag »
Siemens bringt Corona-Massentest auf den Markt



Die Tochter des Konzerns, Siemens Healthineers, hat bereits mit der Auslieferung begonnen. Zunächst nur zu Forschungszwecken, aber eine schnelle kommerzielle Zulassung ist in Sicht. Der Test soll Ergebnisse in drei Stunden ermöglichen.

Siemens steigt in die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie ein. Der zur Siemens-Gruppe gehörende führende deutsche Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat nach eigenen Angaben bereits mit der Auslieferung von Testkits zur Erkennung des Coronavirus in der Europäischen Union zumindest für erste Forschungszwecke begonnen.

Den Angaben zufolge wurde zudem eine sogenannte Notfall-Zulassung bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie bei der US-Gesundheitsbehörde FDA für den klinischen Einsatz beantragt. Damit soll der Test möglichst schnell in Laboren und Kliniken verfügbar sein. Wenn diese Genehmigungen vorlägen, sei die kommerzielle Einführung in den USA und Europa geplant.

„Der Siemens Healthineers-Test soll Forschern helfen, den Virus in weniger als drei Stunden positiv zu identifizieren“, heißt es in einer Stellungnahme von Sebastian Kronmüller, Leiter der Molekulardiagnostik. Dann könnten die medizinischen Fachkräfte so schnell wie möglich die nächsten Behandlungsschritte einleiten.

Der zu 85 Prozent zu Siemens gehörende, börsennotierte Medizintechnikkonzern zielt mit seinen Tests auf Großanwendungen und nicht auf eher kleinere Mengen ab. So hatte Bosch jüngst einen Coronavirus-Schnelltest angekündigt, der wohl eher für Arztpraxen, aber nicht für Massentests zugeschnitten ist. Ein persönlicher Corona-Schnelltest für zu Hause der wie ein Schwangerschaftstest ohne Arzt funktioniert, ist ohnehin noch nicht auf dem Markt.

Das Siemens-Testkit basiert auf dem auch von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen PCR-Analyseverfahren (Polymerase Chain Reaction) und ist nach Angaben eines Sprechers unabhängig vom Gerätehersteller. Ein mittleres Labor könne so etwa 1000 Tests pro Tag durchführen. Wie es bei Branchenkennern heißt, kommt mit Siemens Healthineers ein weiterer Anbieter auf den Testkits-Markt, der von den Schwergewichten wie Roche oder Qiagen dominiert wird, die Analysegeräte sowie Testkits anbieten.

Die Experten von Siemens Healthineers sprechen von einem „molekularen Fast Track Diagnostics (FTD) Sars-CoV-2 Assay Testkit“ und umschreiben damit die Reagenzmittel zur Erkennung des Virus und nicht etwa die Medizintechnikgeräte. Der Test wurde bei dem Luxemburger Spezialunternehmen Fast Track Diagnostics entwickelt, das Siemens Healthineers Ende 2017 übernommen hat.

Siemens schaltet 3-D-Drucker für Krankenhäuser frei
Für Siemens Healthineers mit rund 52.000 Beschäftigten weltweit und 14,5 Milliarden Euro Umsatz im Ende September ausgelaufenen Geschäftsjahr ist die sogenannte Molekulardiagnostik, in dem der Coronavirus-Test angesiedelt wäre, noch eine kleine Sparte mit insgesamt wenigen Hundert Beschäftigten.

Über die Coronavirus-Tests hinaus dürfte die Pandemie aber zu Nachfrage bei dem Medizintechnikkonzern führen. So teilte das Unternehmen kürzlich mit, dass seine Blutgastestsysteme, die im Kampf gegen die Covid-19-Erkrankung bei der Beatmung von Patienten eingesetzt werden, in den USA die Zulassung erhalten haben.

Dieses Blutgasanalysesystem (RapidPoint 500e) wurde bereits im August 2019 in Europa eingeführt, als noch niemand von einer Coronavirus-Gefahr sprach. Nun liefere das System wertvolle Hilfe zur Diagnose und Überwachung schwer kranker Patienten auf der Intensivstation, im Operationssaal oder in der Notaufnahme. Die Systeme könnten jetzt auch zur Überwachung von Atemnot eingesetzt werden, weil sie Aufschluss über den Sauerstoff- und Kohlenstoffgehalt des Blutes eines Patienten liefern.

Jüngst erklärte Bernd Montag, der Chef von Siemens Healthineers, dass es durch die Pandemie auch ein „deutlich gesteigertes Interesse“ an bildgebenden Geräten gebe, etwa Computertomografen, Röntgen- oder Ultraschallgeräten. Zudem arbeite das Unternehmen an künstlicher Intelligenz, um damit schnell Schädigungen der Lunge auf Computertomografenaufnahmen zu erkennen. Über Digitaltechnik könnte die Auswertung ortsunabhängig vorgenommen werden.

Nicht nur der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers, sondern auch der Mutterkonzern Siemens ist vielfältig in die Bekämpfung der Corona-Pandemie eingestiegen. So wurden Gesichtsschutzmasken geliefert. Zudem wurde ein Siemens-Netzwerk für den 3-D-Druck geöffnet, damit schnell und unkompliziert Ersatzteile für Beatmungsgeräte oder Gesichtsschutzmasken gedruckt werden können. Krankenhäuser könnten Aufträge erteilen.

Quelle: www.welt.de

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