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Themen - Forexperts

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COVID19 CORONA News / Sterberate steigt weiter an
« am: April 04, 2020, 00:12:17 Vormittag »
Corona in Deutschland: Sterberate steigt weiter an - Nun musste erste Klinik komplett geräumt werden

Das neuartige Coronavirus hat das öffentliche Leben in Deutschland lahmgelegt. Forscher suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff. Nun sollen zielgerichtet Medikamente eingesetzt werden. 



Update vom 3. April, 18.45 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Horn-Bad Meinberg wurde am Freitagnachmittag das erste Krankenhaus in der Bundesrepublik geräumt. Bereits am Donnerstag bat die „MediClin Rose Klinik” den Landkreis um Hilfe, da die Zahl der infizierten Mitarbeiter und Patienten auf über 100 angestiegen war. In der Reha-Einrichtung werden auch Krebspatienten behandelt.

Coronavirus in Deutschland: Erste Klinik wird geräumt - Zu viele Corona-Fälle
Bis zum Donnerstagabend hatten sich insgesamt 113 Menschen, darunter 86 Patienten und 27 Mitarbeiter, in der Klinik mit dem Coronavirus* angesteckt. Ein 85-Jähriger verstarb, die Ursache ist jedoch noch nicht ausgemacht. Der Landkreis prüfte erst eine schrittweise Verlegung der Patienten, nun musste das Gelände geräumt werden. Rund 100 Sanitäter sowie Helfer der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks transportierten die 157 Menschen aus der Klinik ab.

Der Klinik blieb laut Aussage „keine andere Wahl. Wir konnten die Versorgung nicht mehr garantieren.“ Aufgrund der vielen Infektionen beim Personal kam es zu Personalengpässen. So beschloss der Landkreis Lippe die Räumung der Klinik. „Die Klinikleitung hat sich richtig verhalten“, sagte Landrat Dr. Axel Lehmann (SPD). Eine andere Lösung sei laut Lehmann nicht möglich gewesen. Die Patienten wurden nun in häusliche Isolation oder in nahe Krankenhäuser verlegt.

Coronavirus in Deutschland: Merkel meldet sich nach zweiwöchiger Quarantäne zurück
Update vom 3. April, 18.30: Nach ihrer zweiwöchigen Corona-Quarantäne ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück im Kanzleramt. Sie forderte die Bevölkerung in einem Video-Podcast dazu auf, sich an Ostern aufgrund der Corona-Krise* weiterhin an die Ausgangsbeschränkungen zu halten. Zudem äußerte sie sich über ein Ende der Maßnahmen.

Corona-Krise in Deutschland: Deutsche dürfen Quarantäne in Tirol verlassen
Update vom 3. April, 17.00 Uhr: 121 Deutsche dürfen den österreichischen Wintersportort Sölden in Tirol verlassen. Sölden steht seit dem 17. März unter Quarantäne. Die deutsche Botschaft Wien hat die Ausreise ermöglicht. Nach ihrer Rückkehr müssen sich die Deutschen bei den zuständigen Gesundheitsämtern melden und in eine 14-tägige Heimquarantäne begeben, teilte die Botschaft mit.



Corona in Deutschland: Charité will Klinikpersonal auf Sars-CoV-2 testen
Update vom 3. April, 16.37 Uhr: In Deutschland sind bereits 2300 Ärzte und medizinische Mitarbeiter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit dem Coronavirus infiziert. Die Charité in Berlin hat jetzt angekündigt alle ihre Mitarbeiter auf das Coronavirus Sars-CoV-2 zu untersuchen. Die Tests sollen in der nächsten Woche beginnen, um möglicherweise unbekannte Infektionen festzustellen. Die hohen Infektionen bei Klinikpersonal in Ländern wie Spanien seien „ein Punkt, der mir Sorgen macht“, sagte Vorstand Ulrich Frei am Freitag. 

Corona-Krise: Deutschland vermeldet mehr Corona-Fälle als China
Update vom 3. April, 15.39 Uhr: Deutschland hat erstmals China bei den Zahlen der Corona-Infizierten, laut der Johns-Hopkins-University überholt (Stand: 3. April, 15.43 Uhr). In Deutschland gibt es aktuell 85.063 Corona-Fälle. In China sind 82.509 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Corona in Deutschland: Schutzmasken für Berliner Polizei in die USA „umgeleitet“ 
Update vom 3. April, 15.30 Uhr: Haben die USA tatsächlich eine Lieferung mit Masken für Berlin abgefangen und in ihr eigenes Land umgeleitet? Gesundheitsminister Jens Spahn bestätigt den Vorfall gegenüber Bild. Der Tagesspiegel hatte zuvor darüber berichtet. Die Atemschutzmasken sollen nach rbb-Informationen für die Berliner Polizei bestimmt gewesen sein.



Corona-Krise in Deutschland: Trockenhefe teils teurer als Silber
Update vom 3. April, 15.04 Uhr: Verbraucherschützer warnen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vor überteuerten Angeboten für Trockenhefe im Netz. Auf Ebay etwa fand die Verbraucherzentrale Brandenburg Offerten wie eine Tüte Trockenhefe mit sieben Gramm für zehn Euro plus 1,55 Euro Versandkosten oder 16 Beutel für 44,00 Euro ohne Versandgebühren. Damit sei die dort angebotene Hefe „durchweg fast teurer als Silber“, kritisierte die Verbraucherzentrale am Freitag. Zum Vergleich: Das Gramm Silber kostet aktuell 43 Cent.

Lebensmittelexpertin Silke Vollbrecht von der Verbraucherschutzzentrale rief dazu auf, unseriöse Angebote bei den Portalen zu melden. Der Verband der Hefeindustrie hatte vergangene Woche zu beruhigen versucht: Demnach gibt es trotz mancherorts leerer Regale genug Nachschub. „Die Hefeproduktion ist auch während der Corona-Krise gesichert“.

Corona-Krise in Deutschland: Schutzmaterial wird in NRW knapp - USA fängt Lieferung ab
Update vom 3. April, 14.18 Uhr: Nordrhein-Westfalen ist besonders von der Corona-Krise betroffen. In den Corona-Brennpunkten wird das Schutzmaterial für das medizinische Personal knapp. „Märkte für Schutzmaterialien sind nicht mehr existent“, sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann. Hier finden Sie mehr Informationen über die aktuelle Corona-Lage in NRW.  Auch das Land Berlin wartet auf Atemschutzmasken - Typ FFP2 und FFP3 - aus China. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll eine bestellte Lieferung auf dem Weg nach Deutschland von den USA abgefangen und in die Vereinigten Staaten umgeleitet worden sein. Gleichen Vorwurf äußerte am Donnerstag bereits Frankreich.

In NRW ist es zuerst im Kreis Heinsberg zu einem Coronavirus-Ausbruch gekommen. Virologe Hendrik Streeck testet und befragt vor Ort Bewohner, wie Merkur.de* berichet, um die Dunkleziffer der Coronavirus-Infektionen zu bestimmen.

Corona in Deutschland: Google wertet Bewegungsdaten aus
Update vom 3. April, 13.58 Uhr: Google hat jetzt erstmals anonymisierte Bewegungsdaten ausgewertet. Die ersten Erkenntnisse: Durch die seit Wochen geltenden Einschränkungen in der Corona-Krise nutzen gut zwei Drittel weniger Menschen in Deutschland Bahnen und Busse. In Supermärkten und Apotheken sind halb so viele Kunden wie Anfang des Jahres unterwegs. Das gelte auch für Parks.

Coronavirus: Deutscher Kreuzfahrtschiff-Passagier stirbt in Australien
Update vom 3. April, 13.30 Uhr: Ein deutscher Passagier des im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs „Artania“ ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Die Angehörigen seien informiert, hieß es weiter.

Die „Artania“, bekannt aus der ARD-Dokuserie „Verrückt nach Meer“, liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren. Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, Dutzende kamen in australische Krankenhäuser.

Corona in Deutschland: Ansteckungsgefahr gebremst? Noch keine Entwarnung
Update vom 3. April, 12.11 Uhr: Schulen und Kitas geschlossen, viele Restaurants sowie Betriebe sind dicht, zum Teil herrschen in Deutschland strenge Ausgangsbeschränkungen. Wirken diese Maßnahmen um das Coronavirus zu bremsen? Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat eine Antwort auf diese drängende Frage gegeben: Die Wirkung sei messbar. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen im Durchschnitt nur einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Freitag. Dieser Wert habe in den vergangenen Wochen schon bei fünf bis sieben Menschen gelegen.  Trotzdem sei dies kein Grund zur Entwarnung: Erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen anstecke, lasse die Epidemie langsam nach. „Wir müssen unter eins kommen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen gelingt“, sagte Wieler.   

Corona in Deutschland: RKI nennt Symptom-Statistik der Erkrankten - Sterberate nimmt deutlich zu
Update vom 3. April, 11.36 Uhr: Die Covid-19-Patienten sind nach RKI-Angaben im Durchschnitt 48 Jahre alt:

◆ 51 Prozent sind Männer
◆ 49 Prozent sind Frauen
Klinische Informationen liegen dem RKI von rund 58.000 Fällen vor. Die häufigsten Symptome sind Husten (53 Prozent) und Fieber (42 Prozent). „Von 1.250 Fällen, wissen wir, dass sie eine Lungenentzündung entwickelt haben“, berichtet Lothar Wieler. 58.000 Fälle sind ins Krankenhaus eingewiesen worden. RKI-Chef Wieler rechnet (s.u.) mit einem Anstieg der Todesfälle, weil noch viele Menschen in Krankenhäusern liegen würden. Bislang seien die Verstorbenen im Durchschnitt 80 Jahre alt.


Coronavirus Pressekonferenz Robert-Koch-Institut: RKI-Chef Lothar Wieler zur aktuellen Lage in Deutschland.

Corona in Deutschland: „Wir stehen am Anfang einer Epidemie“ warnt RKI-Chef Wieler
Update vom 3. April, 10.33 Uhr: „Wir werden das Virus noch lange hier im Land haben“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Und solange es keinen Impfstoff gegen wird, werden sich viele Menschen mit dem Virus infizieren, betont Wieler. „Wir stehen am Anfang einer Epidemie. Wir dürfen nicht nachlassen.“ Die Testkapazität in Deutschland liegt pro Woche aktuell bei rund 360.000 und ist nach Ansicht von Wieler ausreichend. 6 Prozent der Tests würden positiv ausfallen.

„Wer krank ist und Symptome hat, sollte zu Hause bleiben. Bitte, fahren Sie nicht U-Bahn oder gehen sie nicht einkaufen“, appelliert Wieler.

Corona-Ansteckungsgefahr in der U-Bahn und Zügen
Zudem mahnt der RKI-Chef dringend die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Vor allem das Abstandhalten in den öffentlichen Verkehrsmitteln, hält Wieler für besonders wichtig: „Jeder muss darauf achten, dass der Abstand eingehalten wird.“ Dafür müssten allerdings genug Waggons und Züge im Nahverkehr bereitgestellt werden. Die Taktung müsse erhöht werden. Der RKI-Chef fährt übrigens selbst mit der Bahn ins Büro.

Der Anstieg der Corona-Patienten in Bayern verlangsamt sich, doch CSU-Chef Markus Söder* bleibt eisern.   

Corona in Deutschland: Todesrate in Deutschland steigt
Update vom 3. April, 10.05: Das Robert-Koch-Institut (RKI) informiert am Freitag über die aktuelle Situation. Nach den aktuellen offiziellen Zahlen in Deutschland steigt die Todesrate. Laut RKI-Präsident Lothar Wieler liegt die Todesrate aktuell bei 1,2 Prozent. Am 31. März lag die Rate noch bei 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vortag sind die Corona-Todesfälle, laut dem RKI, um 145 auf insgesamt 1.017 gestiegen. Das jüngste Todesopfer in Deutschland war 28 Jahre alt und hatte laut RKI Vorerkrankungen. Insgesamt sind 76.696 Corona-Fälle in Deutschland registriert. Im Vergleich zum Vortag sei diese Zahl um 6.174 Fälle gestiegen. Das RKI berücksichtigt nur elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern und aktualisiert seine Aufstellung nur einmal täglich.



Corona in Deutschland: Malaria-Medikamente gegen Virus - Spahn hofft
Erstmeldung vom 3. April

Berlin -  Die Corona-Pandemie erfordert außergewöhnliche Maßnahmen. Händeringend suchen Forscher weltweit nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2. Der renommierte Virologe Christian Drosten hält manche Erwartungen an einen schnellen Impfstoff für überzogen.

Einige Medikamente scheinen bei der Behandlung von schweren Covid-19-Fällen Patienten zu helfen. Die Rede beispielsweise von antiviralen Grippemittel und bekannten Malaria-Mittel.

Corona in Deutschland: Malaria-Medikamente gegen Virus - Spahn hofft 
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. „Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen“, sagte der CDU-Politiker in Bild live. Dazu sollten Studien „schnellstmöglich möglich“ gemacht werden.

Allerdings müsse auch aufgepasst werden: Die Patienten müssten geschützt werden, da jedes Medikament auch Nebenwirkungen habe. Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem „alten Malaria-Mittel“ Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten.



Corona in Deutschland: Medikamente und Impfstoffe sollen früher auf den Markt kommen
Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn, und ist damit auf einer Linie mit vielen Experten. „Die Impfstoffentwicklung ist noch mal herausfordernder. Das Malaria-Medikament kennen wir seit Jahren und Jahrzehnten. Da kennen wir Wirkungen und Nebenwirkungen“, sagte Spahn. Diese Wirkungen und Nebenwirkungen müsse man nun neu für den Einsatz zur Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen abwägen. „Der Impfstoff ist eher eine Frage von mehreren Monaten als von wenigen Monaten.“ Er wolle sich aber nicht festlegen, sagte Spahn und fügte hinzu: „Ich wäre der glücklichste Gesundheitsminister der Welt, wenn wir in drei oder sechs Monaten einen Impfstoff hätten. Ich bin aber auch Realist genug und genug von Fachleuten beraten, um zu wissen, es kann auch zwölf Monate dauern.“ Deshalb dürfe die Politik keine falschen Hoffnungen wecken.

Bayer hatte am Donnerstag mitgeteilt, in Europa Produktionsmöglichkeiten für den Wirkstoff Chloroquin im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 zu schaffen. Das bereits in den 1930ern entwickelte Medikament zur Malariaprophylaxe ist schon seit einigen Wochen im Gespräch, nachdem Tests an Zellkulturen eine Hemmung der Vermehrung des neuartigen Coronavirus gezeigt hatten.

Quelle: www.merkur.de

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"Wir können vielleicht noch einen Monat so überleben"

Ein sozial distanzierter Einkaufsbummel von Stefan Schultz und Carolin Wahnbaeck



Eine Mutter mit Kind auf einem rosafarbenen Hollandrad, ein älteres Paar mit Mundschutz, Studentenpärchen, lachende Schüler, Handwerker, die sich Essen aus einem Imbiss holen: Der Eppendorfer Weg in Hamburg ist nicht unbedingt das, was man sich unter dem Begriff Lockdown vorstellt. Trotz Kontaktverbot und Schneeregen geht es auf der Einkaufsstraße noch immer recht betriebsam zu - wenn auch physisch distanzierter.

Die Dutzenden Läden, die die Straße säumen, haben allerdings wenig davon. Seit Hamburg wie andere Bundesländer am 22. März eine Kontaktsperre verhängt hat, dürfen die meisten Geschäfte keine Kunden mehr einlassen. Ihre Umsätze brechen weg, was fatal ist, weil die meisten Ladenbesitzer keine nennenswerten Rücklagen haben.




Kampflos in die Insolvenz rauschen wollen die Händlerinnen und Händler aber nicht. Und so wird der Eppendorfer Weg, den das "Hamburger Abendblatt" einmal als "Straße der Versuchungen" bezeichnete, gerade zur Straße des Versuchens. Läden probieren, ihre Ware irgendwie weiter zu verkaufen.

Zwischen Hausnummer 152 und 211 - einem in Nichtkrisenzeiten sehr charmanten, individualistischen Abschnitt der Straße - kann man besonders viele erfinderische Einzelhändler treffen. Viele scheinen Vergnügen an ihren sozial distanzierten Verkaufsstrategien zu haben - auch wenn sie bislang bestenfalls die Fixkosten damit decken.

Oliver Wagner, Geschäftsführer der Oliver Wagner Inneneinrichtung GmbH


SPIEGEL: Herr Wagner, richtet sich gerade noch irgendwer neu ein?

Wagner: Die Beratungsgespräche mit Privatkunden gehen seit 14 Tagen gen null. Bei uns muss man die Produkte ja sehen und fühlen, das geht am Telefon nicht. Außerdem will gerade keiner Geld für Renovierungen ausgeben. Auch von unseren Geschäftskunden haben wir zwei wichtige verloren, einen aus der Flugindustrie. Da sind uns allein 70.000 Euro weggebrochen.

SPIEGEL: Herr Wagner, richtet sich gerade noch irgendwer neu ein?

Wagner: Die Beratungsgespräche mit Privatkunden gehen seit 14 Tagen gen null. Bei uns muss man die Produkte ja sehen und fühlen, das geht am Telefon nicht. Außerdem will gerade keiner Geld für Renovierungen ausgeben. Auch von unseren Geschäftskunden haben wir zwei wichtige verloren, einen aus der Flugindustrie. Da sind uns allein 70.000 Euro weggebrochen.

Frederike Castan-Oelting, Geschäftsführerin des Party-Artikel-Ladens Happy Balloon


"Ich stelle zurzeit immer nachmittags ein Fass in die Eingangstür meines Ladens. Das ist dann mein Ballon-Kiosk, aus dem heraus ich Kunden Partyartikel verkaufe, die sie vorher im Internet bestellt haben. Groß ist die Nachfrage aber nicht.

Kunden kommen ja eigentlich zu uns, weil sie etwas Schönes feiern wollen. Das fällt wegen des Kontaktverbots nun erst einmal flach. Ostern wird dieses Jahr weitgehend virtuell gefeiert. Konfirmationen und Kommunionen sind größtenteils verschoben. Und im Hochzeitsmonat Mai dürfte auch nicht viel gehen.

Zum Glück werden immerhin noch Babys geboren, hoffentlich in neun Monaten ganz viele, weil die Leute die Zeit zu Hause sinnvoll nutzen. Das würde uns natürlich freuen, auch geschäftlich.

Meine sechs Mitarbeiterinnen sind alle schon zu Hause. Wir können vielleicht noch einen Monat so überleben. Falls das Kontaktverbot länger dauert, müssen wir vielleicht wirklich einen Kiosk eröffnen. Oder unser Onlinegeschäft ausbauen. Ich denke, die Menschen wollen weiter zusammen feiern, selbst wenn sie räumlich getrennt sind. Vielleicht feiern wir Ostern und Pfingsten ja bald per Videochat und schicken uns Partyartikel gegenseitig zu."

Frank Mundt, Betreiber des Antiquariats Text und Töne


"Aber ab und zu rufen Leute im Laden an und fragen nach bestimmten Büchern. Wenn ich die habe, verschicke ich sie per Post, oder die Kunden holen sie schnell im Laden ab. Die Übergabe erfolgt dann kontaktlos. Es wäre schön, wenn ich stapelweise solcher Bestellungen hätte. Habe ich aber nicht. Ich lebe nun einmal von Leuten, die beim Stöbern etwas finden, von dem sie nicht wussten, dass sie es möchten.

Secondhandläden für Bücher, CDs und DVDs sterben ohnehin aus, wortwörtlich. Meine paar Kunden unter 30 kenne ich mit Namen. Ein älterer Herr, der oft kam, ist an Multipler Sklerose erkrankt und schafft es nicht mehr in den Laden. Zwei Stammkunden, die inzwischen tot sind, haben mir ihre Büchersammlungen vererbt. Ich schaffe in normalen Zeiten eine schwarze Null, womit ich gut leben kann, ich brauche keinen Porsche. Jetzt aber sind keine normalen Zeiten.

Ich bin in einem bildungsfernen Haushalt groß geworden. Außer der Bibel gab es bei uns nichts zu lesen. Ich konnte es trotzdem schon mit fünf. Meine Klassenlehrerin, Frau Möller, hat das offenbar beeindruckt, sie hat mir Bücher von zu Hause mitgebracht und später einen Bibliotheksausweis besorgt. Seit 1984 verkaufe ich selbst Bücher.

Ich bin jetzt 59. Eigentlich wollte ich noch dreieinhalb Jahre weitermachen, dann läuft mein Mietvertrag sowieso aus. Ich kann jetzt noch nicht in Rente gehen, ich muss noch meine Wohnung abbezahlen. Ich könnte rabattieren, aber damit verlängere ich nur das Sterben. Ich könnte mich als Angestellter bewerben. Aber wer stellt einen fast 60-Jährigen ein, der sein Leben lang Selbstständiger war? Ich würde es wahrscheinlich nicht tun.

Ich werde wohl Staatshilfe beantragen, 9000 Euro für Selbstständige. Es fühlt sich bedrückend an, plötzlich Bittsteller zu sein. Es gibt andere, die das Geld sicher dringender brauchen als ich."

Petra Günter, Mitinhaberin des Kinderschuhladens Cangokids


"Kinderschuhe ohne Anprobe bestellen - das geht eigentlich nicht. Wir machen es jetzt trotzdem, via Telefon und FaceTime: Die Kunden messen selbst die Kinderfüße, ich kontrolliere per Videochat, dass die Füße dabei ganz ausgestreckt sind. Dann wählt die Kundin ein Modell aus, und ich liefere das Paar Schuhe persönlich vor die Haustür. Bis jetzt klappt das ganz gut. Die Schuhe haben fast immer gepasst.

Wirklich kompensieren kann das unsere Einbußen freilich nicht. Wir haben rund 70 Prozent weniger Umsatz als vor dem Lockdown. Wir sparen, wo wir können. Von unseren sechs Angestellten haben wir nur zwei in Teilzeit behalten, die anderen 450-Euro-Kräfte haben wir fast auf null gesetzt. Unsere eigenen Gehälter haben wir eingefroren. Unsere Mieten sind bis Juni gestundet.

Ein paar Monate können wir so durchhalten. Nur müssten wir eigentlich jetzt schon unsere Sohlen für die Herbstkollektion in Italien bestellen. Aber da arbeitet ja gerade keiner. Unsere Näherei in Ungarn steht auch still. Ich kann aber nicht mal eben meine Lieferanten wechseln. Ich müsste dann jahrelang qualitativ schlechtere Ware verkaufen, bis sich das mit dem neuen Lieferanten eingespielt hat.

Kürzlich kam eine Kundin in den Laden und fragte nach einem Paar Sandalen für ihre Tochter. Ich sagte ihr, dass es für Sandalen eigentlich noch etwas zu früh ist. Die Frau sagte, das wisse sie natürlich. Aber sie würde mir eben gern helfen."

Nataša Cotić-Ralfs, Geschäftsführerin der Kinderboutique Mary Poppins


"Ich bin jeden Tag im Laden, obwohl wir für Kunden geschlossen haben. Ich dekoriere Schaufenster um, fotografiere unsere Artikel und lade sie dann bei Facebook und Instagram hoch. So können sich Kunden zumindest von der Straße aus oder auf ihren Handys unsere Produkte ansehen und bestellen. Die Ware fahre ich dann mit dem Fahrrad zu ihnen, als "Flying Mary Poppins" sozusagen.

Bislang ist all das vor allem viel Arbeit. Verkauft hab ich nur ein paar Mützchen, Strampler und eine Regenjacke. Insgesamt komme ich gerade einmal auf 150 Euro Umsatz seit dem 16. März. Normalerweise sind es einige Hundert Euro pro Tag. Ich kann die Leute aber auch gut verstehen. Kinderkleidung ist eben nicht systemrelevant. Essen ist gerade wichtiger.

Angst habe ich trotzdem nicht, die Ware wird ja nicht schlecht. Und ich habe schon ein paar Insolvenzen überstanden. Aber ich muss mit diesem Laden auch nicht meine Familie ernähren, nur die Miete zahlen und den Kredit bedienen. Und dafür bekomme ich ja zumindest etwas Hilfe vom Staat.

Mein eigenes Gehalt reiche ich gerade an meine Angestellten weiter. Die musste ich in Kurzarbeit schicken. So kann ich sie wenigstens etwas unterstützen.

Ich hoffe, dass wir bald zumindest wieder jeweils einen Kunden in den Laden lassen dürfen. Mit dem Tresen dazwischen. Was soll denn da schon passieren?"

Brook Neale, Co-Inhaber der Taquería Mexiko Strasse


SPIEGEL: Die Totenkopf-Girlande an deinem Stand - ist das Galgenhumor?

Brook: Nee, die Teile sind in Mexiko total beliebt, das kommt vom "Dia de los muertos", dem Tag der Toten, ein ganz wichtiger Feiertag in Mexiko.

SPIEGEL: Warum stehst du überhaupt in dieser Bretterbude? Du hast doch ein Restaurant.

Brook: Eigentlich wollten wir unser Lokal im April eröffnen, aber das wird wegen Corona erst mal nichts. Daher verkaufen wir über diesen Stand jetzt Taco-Kits.

SPIEGEL: Taco-was?

Brook: DIY-Kits für zu Hause, mit fünf Tortillas, 200 Gramm Fleisch oder Getreidewurst und Guacamole. Macht fünf Tacos. Auf der Straße essen ist ja zurzeit nicht erlaubt, und fertige Tacos liefern geht gar nicht. Die müssen frisch sein.

SPIEGEL: Und? Wie läuft's?

Brook: Wir liegen mit dem Umsatz 80 bis 85 Prozent unter Plan. Ohne Taco Kits lägen wir bei null. Die Einrichtung des Restaurants haben wir fast komplett im Voraus bezahlt. Hoffentlich können wir im Juni eröffnen.

SPIEGEL: Habt Ihr Unterstützung?

Brook: Die Vermieter haben uns die Miete gestundet. Die Anträge für einen KfW-Kredit habe ich heute abgeschickt, aber die Schulden hat man dann später. Ab April müssen wir unsere Mitarbeiter vielleicht auf Kurzarbeit setzen. Aber wir wollen sie, wo wir können, unterstützen. Insgesamt ist es gerade ein ziemlicher Blindflug.

SPIEGEL: Gibt es für Euch irgendwelche Lehren aus der Krise?


Brook: Ich merke: Wenn alles außer Kontrolle ist, werde ich ruhiger. Mein Geschäftspartner Miguel reagiert zum Glück anders und wird umtriebig.

Cristian Bon, Inhaber des Eiscafés Mio


"Ich stehe hier seit fast zwei Stunden und habe grade vier Euro eingenommen. Normalerweise müsste ich 300 Euro pro Tag einnehmen, jetzt sind am Ende des Tages im Schnitt 70 Euro in der Kasse.

Wir haben es gerade so geschafft, unsere Märzrechnungen zu zahlen - aber die ersten zwei Wochen war ja auch noch kein Lockdown. Wenn das jetzt einfach so weitergeht, kann ich die April-Rechnungen nicht mehr zahlen.

Die Leute wollen durchaus noch Eis, aber sie dürfen sich im Lokal nicht mehr hinsetzen. Eine Idee wäre, Eis in größeren Packungen nach Hause zu liefern. Vielleicht klappt das ja.

Das eigentliche Problem ist doch: Es gehen zu viele Leute auf die Straße, noch immer. In Italien haben wir das Leben auch viel zu spät angehalten - und dann kam das Desaster.

Die Deutschen haben offenbar keine Angst vor dem Virus, es ist unglaublich. Die Lösung wäre, dass wirklich mal alle für zwei Wochen zu Hause blieben. Natürlich würde in der Zeit niemand mehr Eis kaufen, aber die Krise wäre schneller überwunden."

Tuncer Özlü, Geschäftsführer der Pizzeria Al Volo


SPIEGEL: Wie läuft das Geschäft?

Özlü: Schlecht. Wir haben Umsatzeinbußen von 60 bis 70 Prozent. Aber das ist schon besser als in den ersten Tagen - von Sonntag bis Mittwoch lief praktisch gar nichts mehr. Seit wir die Aufkleber von Lieferando und zum Selbstabholen draußen angeklebt haben, bestellen die Leute zum Glück wieder etwas Pizza. So können wir die laufenden Kosten decken, zumindest einigermaßen.

SPIEGEL: Kann Lieferando Ihnen helfen, durch die Krise zu kommen?[/b]

Özlü: Lieferando kassiert fast dreißig Prozent des Pizzapreises. Da bleibt für uns fast nichts mehr hängen. Die meisten Kunden holen ihr Essen zum Glück selbst ab.

SPIEGEL: Wie lange halten Sie durch?

Özlü: Unsere 14 festen Mitarbeiter machen Kurzarbeit. Mein KfW-Kredit soll nicht vor Ende April kommen. Ich hoffe, die Lage wird ab Juni wieder normaler. Aber: So wie vorher wird es bestimmt erst nächstes Jahr.

SPIEGEL: Unterstützen Ihre Kunden Sie?

Özlü: Ja, die geben eindeutig mehr Trinkgeld. Und kaufen Essensgutscheine über diese Instagram-Aktion "PayNowEatLater". Das läuft ganz gut.

Quelle: www.spiegel.de

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Disney beurlaubt viele US-Mitarbeiter
« am: April 03, 2020, 09:09:45 Vormittag »
Disney beurlaubt viele US-Mitarbeiter



Der Unterhaltungskonzern Walt Disney Co beurlaubt Mitarbeiter in allen US-Geschäftsbereichen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzutreten.

Es gehe nur um Mitarbeiter in den USA, wo das Unternehmen 223.000 Angestellte beschäftigt. Eine genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter nannte Disney nicht.

Abkömmliche Mitarbeiter sollen ab dem 19. April nach Hause geschickt werden. Sie können dann eine Entschädigung aus dem jüngsten Stimulusprogramm der US-Regierung in Anspruch nehmen. Die Krankenversicherungen, die über Disney laufen, sollen aber weiter bezahlt werden.

Disney ist in fast allen Geschäftsbereichen von der Corona-Krise betroffen, besonders aber in den Vergnügungsparks, die mehr oder weniger dicht sind, weil Besucher Kontakte zu anderen Menschen meiden wollen. Ein Disney-Sprecher sagte, das Unternehmen habe keine Indikation, wie lange die Zwangsbeurlaubung dauern werde.

Quelle: www.finanzen.net

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Corona-Krise: Diese Aktien hat Carl Icahn gekauft
« am: April 03, 2020, 09:09:19 Vormittag »
Corona-Krise: Diese Aktien hat Carl Icahn gekauft



Die Märkte scheinen derzeit nur eine Richtung zu kennen: abwärts. Doch welche Aktien können Anleger noch kaufen, wenn alles einbricht? Welche Titel bergen Potenzial? Für die folgenden Papiere hat sich Milliardär und Börsenexperte Carl Icahn kürzlich entschieden.

• Börsen wegen Corona-Sorgen im Abwärtstaumel
• Carl Icahn betrachtet die aktuelle Lage als Einstiegschance
• Welche Aktien kauft der Experte in Zeiten wie diesen?

Das Cornavirus hält die Welt weiter in Atem und sorgt für heftige Ausschläge - hauptsächlich nach unten - an den Börsen weltweit. Jüngst verzeichneten Dow Jones und S&P 500 erst die größten prozentualen Verluste seit dem "Schwarzen Montag" 1987. Nun äußerte sich auch Milliardär Carl Icahn zum derzeitigen Ausverkauf an den Märkten.

Icahn betrachtet Marktschwäche als Einstiegschance

Icahn geht, wie viele andere Experten, davon aus, dass die Märkte ihre Tiefststände noch nicht erreicht haben. Icahn betrachtet die aktuell heftigen Kurseinbußen als Kaufgelegenheit für Investoren. "Jetzt ist es soweit, dass es einige Unternehmen gibt, die sozusagen nur verschenkt werden. Einige dieser Unternehmen sind schrecklich billig, sie sind sehr billig ", zitiert ihn yahoo finance. Zu welchen Titeln der Gründer der börsennotierten Holding Icahn Enterprises in Zeiten wie diesen griff:

Hertz Global Holdings
Hertz Global Holdings ist die Gesellschaft, die hinter der Hertz-Autovermietung steht. Ican kaufte laut yahoo finance erst kürzlich mehr als 11,4 Millionen Aktien der Holdinggesellschaft. Der Milliardär besitze nun 55.342.109 Hertz-Aktien, wodurch sich seine Beteiligung am Unternehmen auf 38,9 Prozent belaufe. Gezahlt habe Icahn zu diesem Zeitpunkt im Schnitt 7,43 US-Dollar pro Anteilsschein.

Unter den Analysten zeigt man sich verhalten optimistisch. Betrachte man die Konsensaufschlüsselung, so ergäben sich 2 Käufe und 1 Halten, die in den letzten drei Monaten ausgegeben wurden. Das Durchschnittliche Kursziel liege bei 17,67 US-Dollar und beinhalte damit noch ein Aufwärtspotenzial von rund 215 Prozent zum aktuellen Kurs von 5,60 DU-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 17. März 2020).
Hamzah Mazari von Jefferies sei der Meinung, dass das vierte Quartal nicht nur schlecht war. Und das obwohl das EBITDA 21 Prozent geringer als erhofft ausfiel: Statt den erwarteten 68 Millionen Dollar wurden nur 54 erreicht. Schuld sei ein "höher als erwarteter Fahrzeugabschreibung […]" gewesen, gibt yahoo finance den Analysten wieder. Trotzdem seien die Preise für VVG-Kosten und RAC in den USA besser ausgefallen als erwartet. Bei Jefferies gehe man davon aus, dass der Fokus von Hertz auf die Preisgestaltung im Jahr 2020 ein Haupttreiber sein werde, da das Management nicht bereit sei, den Preis für das Volumen zu opfern. Mazari gehe davon aus, dass sich das Flottenmanagement verbessern und die Margen aufgrund von Produktivitätsinitiativen steigen werden. Mazari wiederholte sein Hold-Rating und Kursziel von 17 USD, was zeigt, dass der Analyst Hertz noch Luft nach oben zutraut.

Newell Brands
Newell Brands ist eines der führenden Konsumgüterunternehmen. Obwohl die Papiere im vergangenen Monat um mehr als 30 Prozent gefallen sind, sehen Experten Chancen, die sich aus der jüngsten Schwäche ergeben könnten. So anscheinend auch Icahn, der laut yahoo finance kürzlich mehr als 2,5 Millionen Newell Brands-Papiere kaufte. Damit gehören ich 10,7 Prozent am Konsumgüterunternehmen. Im Schnitt habe er pro Newell-Titel 13,41 US-Dollar gezahlt.
Die allgemeine Stimmung unter den Analysten in Bezug Newell Brands sei aktuell weniger optimistisch: ein "Buy"- und vier "Hold"-Ratings. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 21,50 US-Dollar - also rund 62 Prozent über dem aktuellen Kurs von 13,26 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 17. März 2020).
Ein Analyst zeige sich aber zuversichtlicher: Bill Chappell von SunTrust Robinson. Er wiederholte sein "Buy"-Rating und beließ sein Kursziel bei 25 US-Dollar und traut der Newell Brands-Aktie also noch mehr Luft nach oben zu, als seine Analysten-Kollegen. Die Ernennung neuer leitender Angestellter, als Reaktion auf den Verlust vieler qualifizierter Manager in den vergangenen Jahren, betrachte Chappell dabei als Schritt in die richtige Richtung. "Frühere Managementteams haben zu Unrecht versucht, das Geschäft zentral zu betreiben, anstatt sich auf Manager zu verlassen, die die Feinheiten ihres jeweiligen Geschäfts vollständig verstanden haben. Diese Neueinstellungen geben uns zusammen mit anderen, die in den kommenden Monaten erwartet werden, mehr Vertrauen, dass NWL das Wachstum der Kategorien in den nächsten Jahren zumindest aufrechterhalten kann ", gibt yahoo finance den Experten wieder. Das Unternehmen könnte seiner Meinung nach endlich bald eine umfassende Umstrukturierung abschließen.

Quelle: www.finanzen.net

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Daimler-Vorstände verzichten wegen Corona auf Teile ihres Gehalts - Daimler-Aktie im Plus



Vorstände und Aufsichtsräte des Autobauers Daimler verzichten wegen der Coronavirus-Krise in diesem Jahr auf einen Teil ihres Geldes.

Auch den leitenden Führungskräften wird ein Teil ihres Einkommens gekürzt, wie aus einem internen Schreiben vom Mittwoch hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Vorstände bekommen demnach für die neun Monate bis zum Ende des Jahres eine um 20 Prozent reduzierte Grundvergütung. Die Aufsichtsräte verzichten ebenfalls auf 20 Prozent. Für die Führungskräfte der obersten drei Ebenen habe man sich mit deren Vertretern zudem auf eine Kürzung um zehn Prozent für die kommenden drei Monate verständigt.

"In der Finanzkrise 2009 haben wir eine ähnliche Maßnahme durchgeführt", heißt es in dem Brief der Konzernführung um Vorstandschef Ola Källenius. "Wir gehen auch dieses Mal von einer breiten Zustimmung aus, da wir so alle einen weiteren Beitrag für das Unternehmen leisten können." Auf die variablen Bestandteile der Vergütung, die sich am Erfolg des Konzerns orientieren, habe die Kürzung keine Auswirkungen. Im vergangenen Jahr hatte Källenius eine Grundvergütung in Höhe von gut 1,3 Millionen Euro erhalten. Er ist allerdings erst seit Mai 2019 Vorstandschef.

Daimler hat wegen der Coronavirus-Pandemie einen Großteil seiner Produktion heruntergefahren. Von kommender Woche an sollen die Mitarbeiter deshalb für zunächst zwei Wochen in Kurzarbeit gehen.
Für die Daimler-Aktie geht es via XETRA am Morgen 2,04 Prozent hoch auf 26,05 Euro.

Quelle:  www.finanzen.net

21
COVID19 CORONA Wirtschaft / Einigung mit Banken und Aktionären gescheitert
« am: April 02, 2020, 10:10:01 Vormittag »
Einigung mit Banken und Aktionären gescheitert: Vapiano stellt Insolvenzantrag

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Die rasante Ausbreitung des Coronavirus erschüttert derzeit die Börsen weltweit. Regierungen und Banken versuchen währenddessen, mit Hilfspaketen zumindest das Schlimmste abzuwehren. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-Meldungen
Restaurantkette Vapiano stellt Insolvenzantrag

(Topmeldung) 09.04 Uhr: Inmitten der Coronavirus-Krise will die angeschlagene Restaurantkette Vapiano beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit stellen. Das habe der Vorstand entschieden, teilte das Unternehmen am späten Mittwochabend in Köln mit. Zugleich werde geprüft, ob Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Vapiano-Gruppe gestellt werden müssten.

Sämtliche durch die Vapiano SE betriebenen Restaurants blieben wegen der Corona-Krise unverändert bis auf Weiteres geschlossen, hieß es weiter. Deutsche und internationale Franchisenehmer seien aber von der Insolvenz unmittelbar nicht betroffen. Vapiano betreibt weltweit eigenen Angaben zufolge 230 Restaurants, in Deutschland 55.

Das Unternehmen hatte bereits am 20. März mitgeteilt, zahlungsunfähig zu sein und erklärt, dieser Umstand sei aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs eingetreten. Zugleich hatte das Unternehmen einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise" gerichtet. Damit hoffte der Vorstand, den innerhalb einer Frist von drei Wochen gebotenen Insolvenzantrag doch noch abwenden zu können.

Seitdem sei aber keine Lösung für den zuletzt aufgrund der Covid-19-Krise nochmals signifikant gestiegenen Liquiditätsbedarf von insgesamt zusätzlich circa 36,7 Millionen Euro gefunden worden, teilte Vapiano nun mit. "Insbesondere konnte keine abschließende Einigung mit den finanzierenden Banken und wesentlichen Aktionären über die Beiträge zu der angestrebten umfassenden Finanzierungslösung erzielt werden", schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen. Mangels Einigung über eine solche Finanzierungslösung hätten auch die in Aussicht stehenden Finanzmittel aus staatlichen Covid-19-Unterstützungsprogrammen nicht beantragt werden können.

Die Bundesregierung hatte unter anderem ein unbegrenztes Kreditprogramm beschlossen, um in der Corona-Krise die Liquidität der Firmen sicherzustellen. Allerdings werden nicht jedem Unternehmen Notkredite gewährt, da die Banken, über die die Kredite vergeben werden, das Risiko zum Teil selbst mittragen.

Daher gibt es derzeit eine Debatte um die Frage, ob der Bund eine 100-prozentige Garantie auf die Hilfskredite geben sollte. Einerseits könnten dann Gelder mit weniger aufwendigen Prüfungen schneller und umfassender fließen. Andererseits steigen ohne eingehende Prüfungen die Risiken für den Fiskus. Der Staat könnte dann etwa auch für Unternehmen gerade stehen, die auch ohne die Corona-Krise in Schwierigkeiten wären.

Das jedenfalls trifft auf Vapiano zu. Die Restaurantkette musste zuletzt herbe Verluste ausweisen, auch eine abgespeckte Menükarte oder neue Bestellterminals brachten nicht die erhoffte Wende. Schon seit längerem schreibt die Kette rote Zahlen. In den ersten drei Quartalen 2019 wies die bundesweit einzige börsennotierte Restaurantkette bereits einen Verlust von 46,1 Millionen Euro aus und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor (minus 29,4 Millionen Euro).

Jahrelang florierte das Geschäft der Kette, doch bei der Expansion übernahm sich das Unternehmen. Viele neue Restaurants wurden zu Verlustbringern. Hinzu kam, dass Konkurrenten wie L'Osteria stärker wurden - diese Kette setzt auf Bedienung am Tisch, bei Vapiano hingegen müssen sich die Gäste das Essen selbst am Tresen bestellen und holen.

Alle weiteren Entwicklungen im Live-Ticker:
Adidas-Vorstand verzichtet auf Gehalt

09.24 Uhr: Adidas schickt 1200 von 60.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit wie die „Welt“ berichtet. Der Vorstand verzichtet auf die Hälfte des Gehalts, die nächste Führungsebene auf knapp ein Drittel des Lohns. Auch hat Adidas sein Aktienrückkaufprogramm vorerst eingestellt, mit der Kurspflege am Aktienmarkt betrieben wird.

Commerzbank will 500 Millionen Euro einsparen
09.09 Uhr: Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, will die Commerzbank zusätzlich 500 Millionen Euro einsparen: Die Commerzbank arbeitet an konkreten Schritten, um ihre Kosten deutlich stärker als bisher geplant zu senken. Die Beratung Bain & Company fahndet derzeit im Auftrag des Konzerns nach Möglichkeiten, zusätzlich zu den bereits beschlossenen Plänen weitere 500 Millionen Euro einzusparen, bestätigten mehrere Insider der "WirtschaftsWoche". Das Projekt läuft seit Ende vergangenen Jahres, erste Ergebnisse liegen bereits vor: So haben die Berater schon 350 Millionen Euro Einsparpotenzial ausfindig gemacht. Demnach kann die Bank ihre Ausgaben gerade im Immobilienbereich senken, etwa bei Mieten.

Das Geldhaus hatte bereits im Februar angekündigt, den Sparkurs verschärfen zu wollen. Allerdings hatte das Institut damals noch keinen konkreten Betrag genannt. Der MDax-Konzern wollte das neue Kostenziel spätestens bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im August vorstellen. Das Geldhaus hatte ursprünglich geplant, die Kosten bis 2023 um eine Milliarde Euro zu senken. Das Ziel galt bei Investoren als zu wenig ambitioniert. Sogar ein Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank hatte bei einer Aufsichtsratssitzung im Dezember 2019 angemahnt, die Ausgaben stärker zu reduzieren.

Ein Sprecher der Commerzbank sagte: „Unser angekündigtes Kostenmanagement-Projekt läuft.“ Das Projektteam mache Vorschläge für weitere Einsparpotenziale, die über die bereits kommunizierten hinausgingen. „Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Hierzu werden wir spätestens mit unseren Zahlen zum zweiten Quartal ein Update geben“, sagte er.

Dax startet mit leichtem Plus
09.00 Uhr: Der deutsche Leitindex steht zum Handelsauftakt bei 9598 Punkten. Das ist ein moderates Plus von 0,4 Prozent. Er dürfte sich am heutigen Donnerstag stabil zeigen. Am gestrigen Mittwoch hatte der Dax seine Erholungsgewinne vom Wochenbeginn weitgehend verloren, er schloss mit -3,94 Prozent und 9544 Punkten. Vor Eröffnung lag er heute bereits etwas höher bei zeitweise 9552 Punkten.

Ölpreise steigen kräftig
Donnerstag, 2. April, 08.31 Uhr: Die Ölpreise sind am Donnerstag deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 26,76 Dollar. Das waren 2,02 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,45 auf 21,76 Dollar.

Gestützt wurden die Ölpreise durch Meldungen aus China. Das Land wolle die aktuell niedrigen Ölpreise nutzen, um die staatlichen Ölreserven aufzustocken, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise.

Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass Russland die Öl-Förderung im Zuge des Preiskrieges offenbar nicht weiter anheben will. Dies hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf russische Regierungskreise berichtet. Saudi-Arabien hatte die Fördermenge zuletzt auf etwa 12 Millionen Barrel am Tag ausgeweitet. Marktbeobachter berichteten zudem, das Königreich sei nur zu einer Kürzung der Fördermenge bereit, wenn alle großen Ölnationen sich daran beteiligen. US-Präsident Donald Trump hatte im Verlauf der Woche angekündigt, im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland vermitteln zu wollen.

Quelle:  www.focus.de

22
COVID19 CORONA Wirtschaft / Bank of America rät zu Qualitätsaktien
« am: April 01, 2020, 14:02:37 Nachmittag »
Falscher Zeitpunkt für Panikverkäufe: Bank of America rät zu Qualitätsaktien



Durch die Unsicherheit bei Anlegern, verursacht durch die Sorgen um die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen, kam es in der jüngsten Vergangenheit zu einem großen Ausverkauf an den Aktienmärkten. Analysten raten jedoch davon ab, sich vom Trend mitreißen zu lassen.

◆ Corona-Krise sorgt für Volatilität an den Aktienmärkten
◆ Experten raten von Panikverkäufen ab
◆ Anleger sollten Qualitätsaktien halten

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Die USA wurden nun zum neuen Epizentrum der Epidemie. Auch in Europa werden die Gesundheitssysteme auf die Probe gestellt. Und dabei ist der Höhepunkt der Krise noch nicht einmal erreicht.

So zeigen sich auch die Anleger an den Aktienmärkten weiterhin verunsichert und nicht besonders risikofreudig, nachdem der Corona-Crash so schnell wie noch kein Crash am Aktienmarkt zuvor vonstatten ging. Nach 21 Tagen war der längste Bullenmarkt aller Zeiten gestoppt. Wie lange der Bärenmarkt bleiben wird, ist unklar. Ein Analyst fürchtet er könnte bis 2022 anhalten. Was Investoren Sorgen macht, ist dass diese Krise nicht menschengemacht ist, die ganze Welt also nichts tun kann, um die Entwicklung zu stoppen, so lange es kein Medikament und keinen Impfstoff gibt. Bei der Bank of America empfehlen Analysten, sich dennoch nicht vom großen Ausverkauf am Aktienmarkt mitreißen zu lassen.

Bloß keine Panikverkäufe
Die Bank of America-Strategin Savita Subramanian erklärte, wie yahoo finance berichtet, in einer Mitteilung, dass historisch gesehen die besten Tage des S&P 500 im Allgemeinen auf die schlechtesten Tage folgten. Denn auch wenn die Abwärtsspirale nach wie vor nicht durchbrochen ist und noch nicht absehbar ist, wie viel tiefer es noch gehen könnte, wird eine der Rallys, zu denen es zwischenzeitlich immer wieder kommt, doch der Start von einer neuen Aufwärtsbewegung sein.

Bei der BoA sei man, laut CNBC, der Meinung, dass der Handel über einen Zeitraum von einem Tag "nur unwesentlich besser ist als ein Münzwurf", während "die Wahrscheinlichkeit, Geld zu verlieren, über einen Zeitraum von 20 Jahren auf 0% sinkt". David Bahnsen, Chief Investment Officer bei The Bahnsen Group, sieht im aktuellen Ausverkauf ebenfalls wenig Sinn: "Es ist eine unglaublich schlechte Zeit für Leute, die nicht verkaufen müssen, um zu verkaufen, weil sie in eine Lawine verkaufen", gibt CNBC ihn wieder.

So überstehen Anleger die Krise
Während viele Unternehmen ihre Wachstumsprognosen für das erste und zweite Quartal senkten, halten einige jedoch auch schon in der zweiten Jahreshälfte wieder eine Erholung für möglich. Die Analysten scheinen sich in der aktuellen Lage jedenfalls einig zu sein: Anleger sollten auf Qualitätsaktien setzen.
Citigroup-Aktienstratege Robert Buckland erklärte laut CNBC: "Angesichts des erwarteten Drucks auf die Unternehmensgewinne stehen jetzt die Bilanzen im Mittelpunkt". Das sei besonders relevant für einkommensstarke Anleger, die von sehr gewinnbringenden Aktien in Versuchung geführt würden, aber Dividendenkürzungen vermeiden wollten. Und auch bei Bernstein setze man auf Unternehmen mit Qualitätsbilanzen und nachhaltigen Dividendenrenditen, als auch auf Unternehmen mit Sitz in den USA, die ein nachhaltiges Wachstumspotenzial böten, wie zum Beispiel Nike und Microsoft. Die Credit Suisse empfehle Anlegern auf "sichere Häfen", wie Lockheed Martin, Copart oder Generac zu setzen, die "auf einem soliden finanziellen Fundament stehen und eine potenzielle Rezession überstehen können". JPMorgan benannte derweil unter anderem Netflix und Activision Blizzard in ihrem Aktienkorb mit Papieren, die von dem Stay-at-Home-Trend profitieren könnten, während BTIG Anteilsscheine, wie die von Chipotle Mexican Grill und Thermo Fisher Scientific in einer Liste, mit Aktien, die dem Sturm trotzen sollen, zusammenfasste.
Wie sich die Aktienmärkte in dieser schwierigen Phase weiterentwickeln werden, ist schwierig vorauszusagen. Die Zeit wird zeigen, welche Unternehmen gut genug aufgestellt sind, um eine solche Krise zu überstehen.

Quelle: www.finanzen.net

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Corona-Krise lastet auf Anlegerstimmung
« am: April 01, 2020, 13:01:49 Nachmittag »
DAX weiter mit roten Vorzeichen - Corona-Krise lastet auf Anlegerstimmung



Nach dem erfolglosen Test vom Vortag entfernt sich der DAX am Mittwoch weiter von der 10.000-Punkte-Marke.

Nach der jüngsten Erholungsbewegung hat sich die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte wieder deutlich eingetrübt.

"Die Börsen sind wieder im Talfahrt-Modus", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Angesichts der immer negativeren Prognosen für die Wirtschaft werden auch die Börsenprognosen wieder negativer."
Die Coronavirus-Pandemie zwingt immer mehr Unternehmen zur Rücknahme ihrer Gewinnziele.

Auch an den asiatischen Börsen kochten wegen der Coronavirus-Pandemie zu Beginn des neuen fiskalischen Geschäftsjahres erneut Rezessionsängste hoch. Die Wall Street hatte angesichts der immer schneller um sich greifenden Coronavirus-Pandemie ebenfalls im Minus geschlossen. Anleger warten vor allem auf die Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP am Nachmittag (MEZ), die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern werden. Experten rechnen für März mit einem Abbau von 150.000 Stellen, nachdem im Vormonat noch 183.000 neue Jobs geschaffen worden waren.

Quelle: www.finanzen.net

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Coronavirus: Die Risiken der zweiten Welle
« am: März 31, 2020, 22:10:14 Nachmittag »
Coronavirus: Die Risiken der zweiten Welle

von Charles Hepworth, Investment Director bei GAM Investments

Als Covid-19 im Dezember 2019 erstmals von sich reden machte, wurde das Virus weitgehend als chinesisches Problem abgetan. Die globalen Märkte reagierten anfangs mit Sorge auf die Möglichkeit angebotsseitiger Unterbrechungen, dann mit Beruhigung, als China aggressive Gegenmaßnahmen einleitete und Hubei – die Provinz, von der Covid-19 ausgegangen ist – unter Quarantäne stellte. Doch mehr als zwei Monate nach Beginn der Abriegelung von Hubei ist die Weltwirtschaft in prekärer Verfassung. Täglich werden zehntausende neue Fälle gemeldet. Es werden extreme Eindämmungsmaßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Belastung der nationalen Gesundheitssysteme zu mildern. Die Maßnahmen scheinen langsam erste Wirkung zu zeigen: Vergangene Woche zumindest ist die tägliche Steigerung der Fallzahlen im Vergleich zur Vorwoche leicht zurückgegangen.

Da „Lockdown“-Maßnahmen dieser Größenordnung in unserem Zeitalter beispiellos sind, bleibt als Orientierungspunkt für den Rest der Welt nur der Blick auf Italien und China, die beiden am stärksten betroffenen Länder. Leider hat keines der beiden Länder sich bisher vollständig vom Virus erholt. Am wichtigsten ist es derzeit wohl, den Erholungsprozess in China zu beobachten, wo man beginnt zur Normalität zurückzukehren. Die Lockerung der Restriktionen und die Öffnung der Binnenwirtschaft in China geben uns die Möglichkeit, etwas über die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Infektionswelle zu erfahren.

Derzeit meldet China täglich etwa 35 neue Fälle. Das ist ein erheblicher Rückgang gegenüber der Hochphase des Virus. Die Spanische Grippe hat sich anfangs ähnlich entwickelt: Sie ist erstmals im März 1918 aufgetreten und dann im Laufe des Sommers zurückgegangen. Im Spätaugust desselben Jahres kehrte sie jedoch mit tödlicher Wucht zurück. Bei der zweiten Welle, die durch Soldaten auf Militärschiffen über die Welt verteilt wurde, geht man davon aus, dass es sich um einen mutierten Stamm des ursprünglichen Virus handelte. Zwei Monate lang tötete das mutierte Virus Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Anfang 1919 bildete sich bei einer weiteren Mutation ein dritter Stamm. Da aufgrund des Kriegsendes die internationale Mobilität weniger hoch war als während der zweiten Welle, breitete sich diese letzte Welle jedoch weniger stark aus.

Unserer Meinung nach wird Covid-19 bei einer Aufhebung der Quarantänemaßnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ähnliche Mutation durchlaufen. Dies macht die Entwicklung eines Impfstoffs noch komplizierter – dieser sollte auch Immunität vor künftigen Stämmen des Virus garantieren. Bis dahin müssen die Staaten die interne und externe Reisetätigkeit streng überwachen, wenn die Abriegelung über die kommenden Monate gelockert wird. Ein abruptes und verfrühtes Ende der Eindämmungsstrategie, wie von Präsident Trump für die USA angestrebt, könnte für die Wirtschaft und den Gesundheitssektor im Fall einer zweiten Welle potenziell verheerend sein.

Aus einer Risikomanagement-Perspektive birgt eine Verbesserung der Covid-19-Situation aus Anlegersicht drei Kernrisiken: Die Frage, ob mit den Mitteln der Fiskalpolitik verhindert werden kann, dass die Angebots- und Nachfrageschocks noch stärker werden, die Auswirkungen des Virus auf das BIP-Wachstum der Industrieländer im zweiten Quartal und die Gefahr einer zweiten Welle. Wir glauben, dass die Gefahr einer zweiten Welle deutlich ernster zu nehmen ist als die beiden ersten Risiken. Covid-19 hat gezeigt, dass es sich auch ohne Mutation mit tödlicher Gewalt rasant ausbreiten kann. Bevor die Weltwirtschaft sich erholen kann, braucht es eine Bestätigung, dass die Risiken einer zweiten Welle unter Kontrolle sind.

Charles Hepworth ist Investment Director im Managed Fund Solutions (GMFS) Team von GAM Investments.

Über GAM
GAM ist eine führende unabhängige, reine Vermögensverwaltungsgruppe. Das Unternehmen bietet aktive Anlagelösungen und -produkte für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Kerngeschäft wird durch eine Private-Labelling-Sparte ergänzt, die Management-Company- und andere unterstützende Dienstleistungen für Dritte umfasst. Per 31. Dezember 2019 hat GAM in 14 Ländern über 800 Mitarbeitende beschäftigt und betreibt Anlagezentren in London, Cambridge, Zürich, Hongkong, New York, Mailand und Lugano. Die Vermögensverwalter werden von einem umfassenden weltweiten Vertriebsnetz unterstützt.
Die Aktien von GAM (Symbol «GAM») mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert. Per 31. Dezember 2019 verwaltet die Gruppe Vermögen in Höhe von CHF 132.7 Milliarden (USD 137.0 Milliarden).

Quelle: www.finanzen.net

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Anleger sehen Licht am Ende des Coronavirus-Tunnels
« am: März 31, 2020, 22:10:34 Nachmittag »
Anleger sehen Licht am Ende des Coronavirus-Tunnels

Frankfurt (Reuters) - In der Coronavirus-Krise schwanken Anleger weiter zwischen Hoffen und Bangen.

"Italien meldet die geringste Zahl von Neuinfektionen seit Wochen", sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. "Auch in Deutschland und Spanien scheint sich der Anstieg abzuflachen." Die wirtschaftlichen Aussichten für Europa blieben vorerst aber unverändert trübe.

Dax und EuroStoxx50 legten am Dienstag jeweils etwa ein Prozent auf 9935,84 und 2786,90 Punkte zu. Mit Kursverlusten von jeweils mehr als 16 Prozent verbuchten sie allerdings den schwärzesten März ihrer Geschichte. Beim US-Standardwerteindex Dow Jones summierte sich das Minus der vergangenen Wochen ungeachtet seines aktuellen Kursgewinns von 0,6 Prozent auf knapp elf Prozent. Im drohte der größte Verlust in einem März seit 1938.
Mut machte Investoren die Rückkehr der chinesischen Wirtschaft auf den Wachstumspfad. Europa und die USA könnten sich ab Mai - dem erwarteten Ende der Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie - ähnlich rasch erholen, prognostizierte Anlagestratege Kiran Ganesh von der Bank UBS. Allerdings habe der "Lockdown" dort schon im Januar begonnen, gab Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank, zu bedenken. "Für Europa und die USA bedeutet dies: Die Durchquerung des Tals der Tränen dauert länger, als man vielerorts wahrhaben möchte."

DOLLAR BLEIBT ALS "SICHERER HAFEN" GEFRAGT - ÖLPREIS STEIGT
Am Devisenmarkt deckten sich allerdings weitere Anleger mit der Weltleitwährung ein. Dies verhalf dem Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, zu einem Kursplus von bis zu 0,8 Prozent auf 99,948 Punkte. Im Gegenzug verbilligte sich der Euro um 0,4Prozent auf 1,1006 Dollar. Allerdings könne ein Teil dieser Entwicklung auf den erhöhten Dollar-Bedarf von Unternehmen zum Quartalsende zurückzuführen sein, sagte Anlagestratege Kenneth Broux von der Bank Societe Generale.
Die Stärke des Dollar machte Gold erneut zu schaffen, weil es das Edelmetall für Investoren außerhalb der USA verteuert. Es verbilligte sich um ein Prozent auf 1605,35 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Allerdings böten die billionenschweren Geldsprizten der Notenbanken und schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme der Regierungen alle notwendigen Zutaten, um Gold in Richtung eines neuen Rekordhochs zu treiben, sagte Ajay Kedia, Manager beim Brokerhaus Kedia Commodities. Das Edelmetall dient Investoren unter anderem als Inflationsschutz.
Aufwärts ging es mit dem Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 4,9 Prozent auf 23,87 Dollar je Barrel (159 Liter). Selbst wenn sich die USA und Russland bei ihren geplanten Gesprächen auf eine Drosselung der Fördermengen einigen sollten, würde dies den Nachfrage-Einbruch durch die Virus-Krise nicht kompensieren, warnte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Außerdem wolle Saudi-Arabien den Ölhahn weiterhin bis zum Anschlag aufgedreht lassen.

ÖLFIRMEN UND HELLOFRESH IM AUFWIND
Den Ölkonzernen BP und Shell bescherte die Ölpreis-Rally dennoch ein Kursplus von jeweils etwa sechs Prozent. Ihre US-Konkurrenten Exxon und Chevron legten jeweils vier Prozent zu.
Am deutschen Aktienmarkt kletterten die Titel von HelloFresh zeitweise auf ein Rekordhoch vom 32,10 Euro und schlossen 13 Prozent im Plus bei 30,60 Euro. Der Kochbox-Versender gehöre zu den Profiteuren der aktuellen Ausgangsbeschränkungen, schrieb Analyst Christoph Bast vom Bankhaus Lampe. Sollte sich der Wachstumstrend im zweiten Quartal fortsetzen, müssten die Gewinnerwartungen nach oben korrigiert werden.

Quelle: www.finanzen.net

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Darum herrscht am Markt eine "buy-the-dip"-Mentalität
« am: März 31, 2020, 22:10:27 Nachmittag »
Darum herrscht am Markt eine "buy-the-dip"-Mentalität



Das bestimmende Thema an den Aktienmärkten ist derzeit nach wie vor der Ausbruch des Coronavirus in China. Doch bei Anlegern herrscht Hoffnung und Zuversicht, dass China die Lage unter Kontrolle hat: Investoren nutzen Rücksetzer als günstige Einstiegschance.

Während im Handelskrieg nach dem Teilabkommen und jüngsten positiven Nachrichten zum Abbau von Strafzöllen auf chinesischer Seite inzwischen mehr oder minder Ruhe eingekehrt ist, treiben andere Sorgen die Anleger um. Das Coronavirus sorgte erst kürzlich spürbar für Verluste an den Märkten, doch diese hielten nicht lange an, nachdem man sich am Markt wieder optimistischer zeigte, dass China die Ausbreitung des Virus eindämmen kann. Investoren nutzten die durch Negativnachrichten versursachten Kursrücksetzer als günstige Einstiegschance.

Anleger vertrauen auf Notenbanken
Mit dem in China ausgebrochenen Coronavirus, das bereits mehr Todesopfer, als das in den meisten Köpfen noch präsente SARS-Virus Anfang der 2000er, forderte, wuchsen die Sorgen am Aktienmarkt. Man ist sich nicht sicher, welche Auswirkungen die Pandemie auf das weltweite Wirtschaftswachstum haben könnte. Doch während sich die Sorgen um den Effekt der Lungenkrankheit mehrten, stiegen gleichzeitig die Hoffnungen auf eine weitere Leitzinssenkung der US-Notenbank in diesem Jahr. Und auch die chinesische Notenbank versuchte, indem sie den Markt mit Liquidität flutete, die negative Entwicklung im Zaum zu halten. Investoren scheinen sich für den Notfall auf die Notenbanken und deren Eingreifen, zur Rettung der Wirtschaft, zu verlassen. "Ich denke, die Anleger haben über einen langen Zeitraum hinweg erfahren, dass die Zentralbanken und insbesondere die Fed da sein werden, um den Tag zu retten", zitiert MarketWatch Michael Arone, Investmentstratege bei State Street Global Advisors.
Und so scheint die Stimmung am Markt, trotz Werksschließungen und Umsatzwarnungen einiger Unternehmen wegen des Coronavirus, gar nicht so schlecht. Die wichtigsten US-Indizes erreichten gar wieder neue Rekordmarken. Trotz noch unklarer Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft gab es keinen wirklichen Ausverkauf, der eigentlich in einer solchen Situation üblich ist. "Normalerweise möchte man sehen, dass der Markt von überkauft zu überverkauft wechselt, und dann bekommt man das Gefühl, dass der gesamte Verkauf stattgefunden hat", was dem Markt erlaube, sich anschließend wieder zu erholen, gibt MarketWatch Quincy Krosby, Stratege bei Prudential Financial, wieder.

In diesem Fall könnte die Stimmung jedoch umschlagen
Mohamed El-Erian von der Allianz, ehemals Geschäftsführer bei Pimco, hat kürzlich - trotz der allgemein recht guten Stimmung an den Märkten - eine Warnung ausgesprochen, dass das Coronavirus zum Katalysator dafür werden könnte, dass Anleger ihre "buy-the-dip"-Mentalität womöglich bald ablegen. Sein Argument: Das Potenzial für eine Kettenreaktion von weltweiten wirtschaftlichen Folgen eines längeren Ausbruchs des Coronavirus würde die Fähigkeit der Zentralbanken, von denen viele bereits ihre geldpolitischen Möglichkeiten aufgebraucht hätten, in Frage stellen, die Märkte aufzufangen.
Auch einige andere Experten sorgen sich darum, wie lange Anleger noch die günstigen Einstiegschancen nutzen werden. Denn der Ausbruch des Coronavirus veranlasste China dazu, einige Fabriken nach den Neujahrsfeierlichkeiten weiter geschlossen zu halten. Und das, obwohl gerade Wuhan und die umliegende Region als Produktionsstandort für die Technologie-Industrie bekannt seien. In einer Mitteilung vom vergangenen Donnerstag warnten Analysten von Pavilion Global Markets deshalb davor, dass - sollte die Ausbreitung des Virus nicht eingedämmt werden können - Unterbrechungen der Lieferketten die Outperformance von Wachstumsaktien untergraben könnten, die in erster Linie Nutznießer der Liquiditätsanstrengungen der Zentralbank gewesen sind, berichtet MarketWatch. Dies könnte sich folglich dann auch auf den US-Aktienmarkt auswirken, wo der S&P 500 in der jüngsten Vergangenheit gerade von einigen wenigen dieser Wachstumsaktien besonders profitiert habe.
Bleibt abzuwarten, wie es an den Märkten weitergeht und ob diese sich von zwischenzeitlichen Rücksetzern weiterhin wieder schnell erholen können. Dann fahren Anleger mit der "buy-the-dip"-Schiene weiterhin gut. Marktstrategin Victoria Fernandez von Crossmark Global Investments ist der Meinung, dass die US-Verbraucher das letzte Puzzleteil bei der Frage nach der weiteren Entwicklung am Markt sein dürften: "Wenn sie anfangen, sich zurückzuziehen, wenn sie sich abwenden, dann wird dies ein Zeichen dafür sein, dass das Virus die Wirtschaft in einem viel größeren Ausmaß als ursprünglich erwartet beeinflusst hat", verlautet sie gegenüber MarketWatch.

Quelle: www.finanzen.net

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Arbeitslosigkeit fällt auf 2,335 Millionen
« am: März 31, 2020, 10:10:45 Vormittag »
Arbeitslosigkeit fällt auf 2,335 Millionen



Die Zahl der Arbeitslosen ist im März gesunken. Allerdings spiegeln sich die Einschränkungen durch die Corona-Krise in den Daten noch nicht wider.

Hier finden Sie aktuelle Meldungen aus der Wirtschaft in chronologischer Reihenfolge, die aktuellsten Nachrichten stehen an erster Stelle.

Dienstag, 31. März, 10 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März auf 2,335 Millionen gesunken. Das seien 60.000 weniger als im Februar, aber 34.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote sei leicht gesunken auf 5,1 Prozent. Die Arbeitsmarktdaten wurden aber am Stichtag 12. März erfasst und damit vor den weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens als Folge der Coronavirus-Krise. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung schlage sich daher in diesen Arbeitsmarktzahlen noch nicht nieder. Zur aktuellen Lage wollen sich am Nachmittag Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und BA-Chef Detlef Scheele in Berlin äußern. Im März ist ein Rückgang der Arbeitslosenzahl üblich, weil in den Außenberufen mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung in der Regel die Beschäftigung steigt. Der Rückgang fiel dieses Jahr etwas schwächer aus als in den Vorjahren. Reuters

Dienstag, 31. März, 7.55 Uhr: Wegen des weitgehend eingestellten Flugbetriebs meldet die Lufthansa Kurzarbeit für 27.000 Beschäftigte beim Kabinen- und Bodenpersonal ihrer Kernmarke an. Mit Vertretern der rund 5000 Piloten gebe es hingegen weiter keine Einigung, teilte der Konzern mit. Von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Die beschlossene Kurzarbeit gilt laut Lufthansa für einen Teil der Beschäftigten bereits rückwirkend im März 2020. Reuters

Dienstag, 31. März, 2 Uhr: Die amerikanische Fluglinie American Airlines will eine Finanzspritze in zweistelliger Milliardenhöhe beantragen. Bis zu 12 Milliarden Dollar an staatlichen Hilfen seien nötig, um in den nächsten sechs Monaten keine unplanmäßigen Entlassungen oder Gehaltskürzungen vornehmen zu müssen, gaben Geschäftsführer Doug Parker und Präsident Robert Isom am Montag in einer Mitteilung an die Mitarbeiter bekannt.

American Airlines hat Anspruch auf etwa sechs Milliarden Dollar an Lohnzuschüssen und sechs Milliarden Dollar an Krediten im Rahmen eines Konjunkturpakets, das Fluggesellschaften und anderen Unternehmen helfen soll, einen Abschwung durch das Coronavirus zu überstehen. Mit den staatlichen Mitteln und seiner eigenen Liquidität würde der Konzern in der Lage sein, "auch die schlimmsten potenziellen Zukunftsszenarien zu durchfliegen", sagten die Führungskräfte in dem Memo. Gemäß den Lohnzuschüssen können Fluggesellschaften vor dem 30. September keine Mitarbeiter entlassen.

"Wir hoffen und erwarten, dass bis dahin das Virus eingedämmt wird, die Amerikaner wieder fliegen und wir wieder einen vollen Flugplan haben", sagten Parker und Isom. American hatte 2019 133 700 Vollzeitbeschäftigte - Löhne und Vergünstigungen waren mit einem Anteil von 34 Prozent die größten betrieblichen Aufwendungen. Da die Fluggesellschaften infolge des Coronavirus-Ausbruchs ihre Flugpläne radikal zusammenstreichen mussten, ist der Bedarf an Piloten, Flugbegleitern, Mechanikern und Gate-Agenten gesunken. Reuters

Montag, 30. März, 15 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) kalkuliert mit "gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen" der Corona-Pandemie in Europa. Das Virus habe Europa "mit atemberaubender Heftigkeit" getroffen, schreibt der IWF in einem Blog. In den großen Volkswirtschaften falle wegen der landesweit angeordneten Schließungen ganzer Branchen rund ein Drittel der Produktion aus. "Das bedeutet, dass in jedem Monat, in dem diese Sektoren geschlossen bleiben, das jährliche Bruttoinlandsprodukt um drei Prozent sinkt." Hinzu kämen die Störungen und Auswirkungen auf die übrige Wirtschaft. Europa werde in eine "tiefe Rezession stürzen". Niemand könne wissen, wie lange sie anhalten werde.

Die deutsche Wirtschaftsleistung betrug im vergangenen Jahr 3435 Milliarden Euro. Würde sie monatlich um drei Prozent sinken, wären das ungefähr 30 Prozent in einem Jahr. Das ist deutlich mehr als in der Finanzkrise, als das Bruttoinlandsprodukt 2009 um rund 100 Milliarden Euro zurückging.

Der Währungsfonds weist darauf hin, dass die sozialen Marktwirtschaften Europas nicht auf Krisen wie diese ausgerichtet seien. Die Regierungen stemmten sich mit "aggressiven" Maßnahmen dagegen, sowohl zeitlich als auch vom Umfang her. "Wenn es jemals eine Zeit für die Verwendung verfügbarer Finanzpuffer und politischer Räume gab, dann ist es das jetzt." Die von den Ländern in Windeseile geschnürten Rettungsprogramme und die Aussetzung fiskalischer Regeln seien die richtige Antwort, schreibt der IWF. "Die Haushaltsregeln und -grenzen werden zu Recht ausgesetzt, um eine umfassende Soforthilfe zu ermöglichen." Zentralbanken hätten zudem massive Programme für den Ankauf von Vermögenswerten auf den Weg gebracht. Und die Finanzaufsicht Anforderungen gelockert, damit Banken weiterhin die Wirtschaft stützen können.

Der IWF hält die groß angelegten Interventionen der Europäischen Zentralbank sowie die Forderung der europäischen Staats- und Regierungschefs, dass Länder in Notlagen den Euro-Rettungsfonds nutzen können, für "wichtig". Die Entschlossenheit der Euro-Staaten, das Notwendige zur Stabilisierung des Euro zu tun, "sollte nicht unterschätzt werden". Die Idee gemeinsamer Euro-Anleihen, sogenannter Corona-Bonds, wird nicht erwähnt.

Der IWF verweist darauf, dass die meisten der europäischen Länder, die nicht Mitglied der EU sind, bereits um Finanzhilfen in Washington angefragt hätten. "Von Russland und der Türkei abgesehen, haben die meisten der neun Nicht-EU-Schwellenländer in Mittel- und Osteuropa bereits Soforthilfe beantragt", heißt es in dem Blog. Sie kommen zu den mehr als 70 Ländern hinzu, die ohnehin bereits Soforthilfe beim IWF angefragt haben. "Das ist die höchste Zahl an Nachfragen nach Krediten, die der IWF jemals zu einem Zeitpunkt hatte." Die Länder ersuchen um schnelle Kredite, um die unmittelbaren Folgen der Corona-Krise zu finanzieren. Der IWF erwartet, dass weitere Länder folgen werden. gam

Montag, 30. März, 11:00 Uhr: Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, genannt "Wirtschaftsweisen", hat ein Sondergutachten anlässlich der Corona-Pandemie veröffentlicht. Darin wird mit einem deutlich Schrumpfen der deutschen und auch der Weltwirtschaft für das Jahr 2020 gerechnet. "Wir gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft stark beeinträchtigen wird", sagt Lars Feld, Vorsitzender des Sachverständigenrates. "Dabei ist die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung aufgrund der außergewöhnlichen Situation und der schwierigen Datenlage enorm."

Die Prognose des Sachverständigenrates basiert auf einem Wirtschaftsmodell, welches in drei unterschiedlichen Szenarien die Unsicherheit in Bezug auf Ausmaß und Dauer der gesundheitspolitischen Maßnahmen auffängt. Im Ergebnis rechnen die Ökonomen für 2020 mit einem negativen Wachstum der jährlichen Wirtschaftsleistung um 2,8 bis 5,4 Prozent. Im Folgejahr setze sich aber voraussichtlich die Erholung der Wirtschaft fort und das Bruttoinlandsprodukt dürfte zwischen 3,7 bis 4,9 Prozent zulegen. Hauptursache für den Rückgang sind die verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die große Unsicherheit, die Investitionen bremse und bei den Haushalten zu Kaufzurückhaltung führen könnten.

Ebenso schlägt der Sachverständigenrat eine Vielzahl wirtschaftspolitischer Maßnahmen vor, die sich an fünf Kriterien orientieren. Der Schutz der Gesundheit steht für die Wirtschaftswissenschaftler im Vordergrund. "Voraussetzung für eine Rückkehr auf den Wachstumskurs ist die Eindämmung der Corona-Infektionen, sodass sich das soziale und wirtschaftliche Leben normalisiert", erläutert Lars Feld. Von der Bundesregierung sei eine klar kommunizierte Normalisierungsstrategie wichtig. Mit dieser könnten Unternehmen und Haushalte ihre Erwartungen an die Zukunft stabilisieren und so ihre Unsicherheiten verringern. Dafür notwendige konjunkturelle Hilfen für die Zeit nach der Krise müssten allerdings in der jetzigen Phase angekündigt werden. mxh

Quelle: www.sueddeutsche.de

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Google verschenkt Anzeigeplätze im Wert von 590 Millionen Dollar


Google-Chef Sundar Pichai BECK DIEFENBACH/ REUTERS

Der Suchmaschinenkonzern Google gibt sich in der Coronakrise gönnerhaft. Das Unternehmen von CEO Sundar Pichai hat nach eigenen Angaben ein gut 800 Millionen Dollar schweres Rettungspaket geschnürt, um Gesundheitsbehörden und kleinen Unternehmen im Kampf gegen die Coronakrise beizustehen.

Das Hilfspaket sieht im Einzelnen folgende Posten vor:

Die Weltgesundheitsorganisation und mehr als 100 Gesundheitsbehörden aus verschiedenen Ländern bekommen ein Anzeigenguthaben in Höhe von 250 Millionen Dollar geschenkt, damit sie ihre Informationen via Google verbreiten können.

◆ Kleine und mittelgroße Unternehmen, die sich wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise weniger Anzeigen leisten können, dürfen ebenfalls gratis Werbung schalten. Gesamtvolumen: 340 Millionen Dollar.

◆ Zudem setzt der Internet-Riese einen 200 Millionen Dollar schweren Investitionsfonds auf, der kleinen Unternehmen den Zugang zu Kapital erleichtern soll.

◆ Akademiker, die das Coronavirus erforschen, dürfen zudem Googles Cloud-Dienste gratis nutzen. Guthaben hierfür: noch einmal 20 Millionen Dollar.

Die Hilfsangebote des Internetriesen sind weniger altruistisch, als es zunächst scheint. Denn durch die Coronakrise ist auch Googles Werbegeschäft insgesamt eingebrochen. Die Gratisanzeigen dürften auch ein Versuch sein, Geschäftskunden während der Krise bei der Stange zu halten - und den eigenen Anteil am globalen Online-Werbemarkt langfristig zu steigern.

Durch die Hilfsangebote an Behörden dürfte der Konzern zudem Sympathien auf politischer Ebene gewinnen. Der Zuwachs an Goodwill dürfte bei künftigen Lobbyaktivitäten des Unternehmens zumindest nicht schaden.

Quelle: www.spiegel.de

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COVID19 CORONA Wirtschaft / Wichtige Maßnahmen für Corona
« am: März 30, 2020, 16:04:38 Nachmittag »
Wichtige Maßnahmen für Corona - das ändert sich für Verbraucher im April beim Geld



Auch in der Corona-Krise dreht sich das Rad der Justiz weiter – im April müssen sich Verbraucher auf neue Gesetze und Regelungen einstellen. Viele Pandemie-Übergangsregeln sollen zudem für Erleichterung im Geldbeutel bei kurzfristigen Einkommenseinbußen oder unverhoffter Arbeitslosigkeit sorgen.

1. Hartz IV gibt es ab jetzt erst einmal ohne Prüfung
Jobcenter verzichten bei einem Hartz-IV-Antrag ein halbes Jahr lang auf die Prüfung des Vermögens und der Höhe der Wohnungsmiete der Betroffenen.

Hartz-IV-Empfänger müssen auch nicht mehr persönlich bei ihrem Jobcenter vorsprechen, sondern können in der Regel einfach anrufen. Anträge auf Arbeitslosengeld können telefonisch oder online gestellt werden.

2. Kündigungsschutz für Mieter wird ab April ausgeweitet
Derzeit kann ein Vermieter das Mietverhältnis kündigen, wenn zwei Monate in Folge keine Miete gezahlt wird. Wegen der Corona-Krise sind Kündigungen jetzt aber verboten, wenn Einkommensausfälle dazu führen, dass der Mieter seine Miete nicht zahlen kann. Gelten soll dies zunächst für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020. Die Bundesregierung besitzt aber die Ermächtigung, den Zeitraum der Maßnahmen bis zum 30. September 2020 zu verlängern.

Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibt grundsätzlich aber bestehen, sie wird nur aufgeschoben. Die Zahlungsrückstände müssen spätestens nach zwei Jahren – also bis zum 30. Juni 2022 – beglichen werden. Ansonsten kann der Vermieter dem Mieter deswegen kündigen.

3. Eigentümer können ihr Darlehen für drei Monate pausieren
Viele Immobilieneigentümer bundesweit stottern Monat für Monat ihren Kredit ab. Für einige Darlehensnehmer, denen aufgrund der Corona-Krise Einkünfte wegfallen, kann es nun eng werden. Die Bundesregierung hat daher beschlossen, dass es eine gesetzliche Stundungsregelung geben soll. Sie sieht vor, dass alle Verbraucherdarlehensverträge, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden, für maximal drei Monate pausiert werden können. Das umfasst sowohl die Rückzahlungs-, Zins-, als auch Tilgungsleistungen, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 fällig werden.

Voraussetzung: Der Eigentümer kann belegen, dass er durch die COVID-19-Pandemie Einnahmeausfälle hat – und das weitere Abbezahlen des Kredits dazu führen würden, dass ein angemessener Lebensunterhalt gefährdet ist.

4. Kinderzuschlag ab 1. April 2020: Das ist neu
Mit den vom Bundeskabinett beschlossenen Corona-Hilfen haben Eltern mit Verdienstausfällen ab April einen erleichterten Zugang zum Kinderzuschlag (KiZ). Der Kinderzuschlag unterstützt Familien, in denen der Verdienst der Eltern nicht für die gesamte Familie reicht. Für den "Notfall-KiZ" werde die Berechnungsgrundlage deutlich verkürzt, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Montag in Berlin. Vermögen sollen für einen befristeten Zeitraum nicht berücksichtigt werden. „Für viele Familien im Land sind Verdienstausfälle derzeit eine existenzielle Sorge“, so Giffey.

Bisher galt das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate als Berechnungsgrundlage für den Kinderzuschlag. Ab dem 1. April muss nur das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung nachgewiesen werden. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende September.

5. Kitabeiträge sind im April in einigen Bundesländern ausgesetzt
Eltern in Nordrhein-Westfalen müssen im April keine Beiträge für die Betreuungseinrichtungen ihrer Kinder bezahlen. Sämtliche Elternbeiträge für Kindertagesstätten, Tagespflege und den offenen Ganztag für den kommenden Monat würden landesweit ausgesetzt, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf. Dies hätten die zuständigen Landesministerien mit den kommunalen Spitzenverbänden beschlossen. Ähnliche Regelungen gibt es bereits in mehreren anderen Bundesländern wie in Sachsen und Thüringen. Eltern sollen Kindergarten- und Hortbeiträge erstattet bekommen, wenn die Kinder nicht betreut werden können.

Auch in vielen niedersächsischen Städten und Kommunen sowie in Baden-Württemberg müssen Eltern wahrscheinlich für April keinen Kita-Beitrag zahlen - und Schleswig-Holstein will die Gebühren ebenfalls rückerstatten. Die Kommunen sollen dafür 50 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm erhalten. Das Land Sachsen-Anhalt kündigte an, nur solchen Eltern bei den Kitabeiträgen finanziell zu helfen, die besonders hart von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen sind.

6. Berliner Humboldt-Universität bietet ab April kostenlose Rechtsberatung bei Corona-Streitfällen
Ausgefallene Flüge, Erstattung von Tickets, Streit um die Miete: Verbraucherrechts-Berater der Berliner Humboldt-Universität bieten ab April auch kostenlose Ratschläge in der Coronakrise an. Angenommen werden Fälle mit einem Streitwert von bis zu 1000 Euro im Verbraucherrecht und bis zu 5000 Euro im Wohnraummietrecht, teilte die HU Verbraucherrechts-Stelle am Donnerstag mit. Interessierte könnten ihren Fall dann für eine Vorprüfung an die Adresse hclc@rewi.hu-berlin.de mailen. Das Team berate im Rahmen seiner Kapazitäten.

Im Service der HU-Rechtswissenschaften arbeiten Studierende, die von ausgebildeten Volljuristen geschult und unterstützt werden. Dadurch können sie erste berufliche Erfahrungen sammeln.

7. Änderung: Neue Regeln für Bafög-Rückzahler gelten ab April
Ab April 2020 gelten für Bafög-Rückzahler neue Regeln. Wer vor August 2019 Bafög erhalten hat, konnte sich bis zum 29. Februar 2020 zwischen dem alten und dem neuen Weg entscheiden. Für alle anderen gelten die neuen Regeln automatisch. Das teilte das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit. Doch was hat sich bei der Rückzahlung nun konkret geändert?

Nach der alten Regelung mussten Bafög-Empfänger ihre Förderung mit einer Rate von maximal 105 Euro pro Monat zurückzahlen. Die maximale Rückzahlungssumme lag bei 10.000 Euro. Im Unterschied dazu besagt die neue Regelung, dass Geförderte maximal für 77 Monate 130 Euro im Monat einkommensabhängig zurückzahlen müssen. Das sind insgesamt maximal 10.010 Euro.

Doch keine Sorge: Alle, die wegen eines zu geringen Einkommens niedrigere Rückzahlungsraten als 130 Euro pro Monat beantragen, werden nach 77 Monatsraten ebenfalls schuldenfrei sein, erklärt das Studentenwerk. Das gilt auch, wenn insgesamt weniger als 10.010 Euro zurückgezahlt wurden. Wer die 77 Tilgungsraten trotz nachweisbarem Bemühen und Mitwirkung binnen 20 Jahren nicht zurückzahlen kann, dem werden die dann noch bestehenden Schulden erlassen.

8. Änderung: Fliegen wird teurer
Nicht nur auf dem Frankfurter Flughafen reiht sich derzeit Flugzeug an Flugzeug. Wegen der Corona-Krise bleibt ein Großteil der Maschinen derzeit am Boden. Dennoch tritt zum 1. April 2020 eine neue Regelung in Kraft, die Fliegen unattraktiver machen soll. Der Grund: Fliegen ist besonders klimaschädlich. Die Steuern auf Flugtickets steigen deswegen im neuen Monat.

◆ Die Luftverkehrsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten verteuert sich um mehr als 5 Euro auf 13,03 Euro pro Ticket,
◆ für längere Flüge wird sie bis 6000 Kilometer um knapp 10 Euro auf 33,01 Euro angehoben.
◆ Bei noch weiteren Flügen sollen 59,43 Euro fällig werden, etwa 18 Euro mehr als bislang.

Airlines schlagen diese Steuer wohl zumindest teilweise auf die Flugpreise auf.

9. Änderung: Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt
Noch wird in Deutschland zwar fleißig gebaut, aber auch die Baubranche spürt den aktuellen Sinkflug der Wirtschaft durch die Corona-Pandemie. Doch weil der Bau jahrelang boomte und die Umsätze wuchsen, gibt es zum 1. April für mehr als 200.000 der bundesweit rund 820.000 Bau-Beschäftigten im Baugewerbe mehr Geld.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hatten sich mit der IG BAU auf steigende Lohnuntergrenzen für die Branche verständigt.

◆  Demnach klettert der Mindestlohn für Hilfsarbeiten von April an um 35 Cent auf 12,55 EurDemnach klettert der Mindestlohn für Hilfsarbeiten von April an um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde.
◆  Der Mindestlohn für Facharbeiter in Westdeutschland und Berlin erhöht sich dann um 20 Cent auf 15,40 Euro beziehungsweise 15,25 Euro.
◆  In den ostdeutschen Flächenländern gibt es diesen Facharbeiter-Mindestlohn am Bau nicht.o pro Stunde.

Die neuen Mindestlöhne sind bis Ende 2020 gültig. Laut IG BAU wird etwa jeder fünfte Bauarbeiter nach dem branchenspezifischen Mindestlohn bezahlt. Die meisten Beschäftigten bekommen mehr Geld: Die Stundenlöhne in den tarifgebundenen Bau-Betrieben beginnen bei 13,77 Euro im Osten und 16,54 Euro in Westdeutschland.

10. Monheim am Rhein führt ab April kostenlosen Nahverkehr ein
In Monheim am Rhein können ab dem 1. April alle Einwohner kostenlos mit dem Bus fahren. Die Kleinstadt zwischen Leverkusen und Düsseldorf wird damit die einzige Kommune in Nordrhein-Westfalen, in der die Bürger für den Öffentlichen Nahverkehr nichts mehr bezahlen müssen. Die Stadt plant nach eigenen Angaben, dafür jährlich knapp dreieinhalb Millionen Euro auszugeben.

Während Menschen, die nicht in Monheim wohnen, weiterhin Tickets kaufen müssen, haben die mehr als 43.000 Einwohner den sogenannten Monheim-Pass erhalten, der als Fahrschein innerhalb der Stadt fungiert und zudem gratis Einlass in die Stadtbibliothek gewährt. Wer etwa in die benachbarten Großstädte Köln und Düsseldorf fährt, zahlt künftig nur noch knapp die Hälfte. Die Entscheidung sei "ganz klar Klimaschutz-motiviert", sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. Beim Ziel, den CO2-Ausstoß der Stadt bis 2030 deutlich zu reduzieren, sei der Verkehr eine wichtige Säule - "und da haben wir bisher noch keine Einsparung erreicht".

Feiertage im April 2020
Im April 2020 gibt es drei Feiertage beziehungsweise zwei gesetzliche Feiertage:

10. April - Karfreitag, gesetzlicher Feiertag
12. April - Ostersonntag
13. April - Ostermontag, gesetzlicher Feiertag

Zudem wird auch der 20. April 2020 für viele Menschen in Deutschland eine große Bedeutung haben: Bis dahin soll das derzeitige Kontaktverbot laut Bundesregierung gelten.

Quelle: www.focus.de


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COVID19 CORONA Wirtschaft / Deutschland steht vor einer tiefen Rezession
« am: März 30, 2020, 14:02:42 Nachmittag »
Deutschland steht vor einer tiefen Rezession

Geschäfte geschlossen, Fabriken gestoppt, Lieferketten unterbrochen. Wie sehr trifft die Coronakrise die deutsche Wirtschaft? Ein Sondergutachten der Wirtschaftsweisen gibt kaum Anlass zu Optimismus.



Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht davon aus, dass die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft stark beeinträchtigen wird. Wie stark der Abschwung in den Jahren 2020 und 2021 ausfallen wird, hängt nach Einschätzung der sogenannten Wirtschaftsweisen von der Entwicklung in den kommenden Wochen ab: Wie lange und in welchem Ausmaß die einschränkenden, gesundheitspolitischen Maßnahmen anhalten und wie schnell es danach zu einer Erholung kommt.

In den beschriebenen Szenarien beendet die Ausbreitung des Coronavirus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein wird. Im Basisszenario erwartet der Sachverständigenrat für das Jahr 2020 ein durchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von minus 2,8 Prozent. 2021 könnte das BIP dann wieder um 3,7 Prozent steigen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht davon aus, dass die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft stark beeinträchtigen wird. Wie stark der Abschwung in den Jahren 2020 und 2021 ausfallen wird, hängt nach Einschätzung der sogenannten Wirtschaftsweisen von der Entwicklung in den kommenden Wochen ab: Wie lange und in welchem Ausmaß die einschränkenden, gesundheitspolitischen Maßnahmen anhalten und wie schnell es danach zu einer Erholung kommt.

In den beschriebenen Szenarien beendet die Ausbreitung des Coronavirus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein wird. Im Basisszenario erwartet der Sachverständigenrat für das Jahr 2020 ein durchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von minus 2,8 Prozent. 2021 könnte das BIP dann wieder um 3,7 Prozent steigen.

An erster Stelle stehe der Schutz der Gesundheit und damit das Ziel, Erkrankte gut zu versorgen und die Ausbreitung des Virus effektiv zu begrenzen. Dazu sollten dem Gesundheitssystem hinreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden und personelle Reserven sowie Notkapazitäten aktiviert werden.

Aber auch die Aufklärung der Bevölkerung über das weitere Vorgehen sei extrem wichtig, betont Feld. "Eine klar kommunizierte Normalisierungsstrategie kann die Erwartungen der Unternehmen und Haushalte stabilisieren und die Unsicherheit verringern." Eine klare Kommunikation trage zudem zur Beruhigung der Akteure auf den Finanzmärkten bei. Sendeten die Mitgliedstaaten des Euroraums ein klares Signal, bei Bedarf zusätzliche fiskalische Ressourcen über bereits bestehende Instrumente wie den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ab sofort zur Verfügung zu stellen, können sie die Erwartungen auf den Finanzmärkten stabilisieren.

Quelle:  www.spiegel.de

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