Ava Trader - Unsere Top Broker Empfehlung!

Coronavirus: Lufthansa-Chef - „Verlieren jede Stunde eine Million Euro“

*

Forexperts

  • *****
  • Beiträge: 153
    • Profil anzeigen
Coronavirus: Lufthansa-Chef - „Verlieren jede Stunde eine Million Euro“

Das Coronavirus hat weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Lufthansa-Chef Carsten Spohr spricht nun von schockierenden Zahlen. Alle Corona-Wirtschafsmeldungen im Überblick.



Update 8. April, 22.14 Uhr: „In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve - Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat.“ Diese schockierende Bilanz teilte Lufthansa-Chef Carsten Spohr den Mitarbeitern der deutschen Fluggesellschaft in einer Videobotschaft mit. Die Airline befördert statt täglich 350.000 Fluggästen derzeit weniger als 3000.

Coronavirus: Lufthansa-Chef spricht von „größter Herausforderung unserer Geschichte“
Für den Konzern bedeute die Pandemie „die größte Herausforderung unserer Geschichte“, sagte Spohr. Lufthansa befinde sich „im Kampf“ um ihre künftige Aufstellung. Zwar könne die Lufthansa der Krise mit finanziellen Reserven von mehr als vier Milliarden Euro gegenübertreten, allerdings verzeichne der Konzern nur noch einen „Bruchteil der Einnahmen“. Es sei deshalb absehbar, dass das Unternehmen die Krise nur mit staatlicher Unterstützung überstehen werde. Derzeit verhandelt Lufthansa über Staatshilfe und Spohr zeigte sich optimistisch, dass die Gespräche positiv enden werden.

Von den Maßnahmen, mit denen dasUnternehmen seine Kosten senken will, sind Spohr zufolge 7000 Mitarbeiter betroffen. Davon sind 1400 bei der Tochter Germanwings, die den Betrieb einstellt. Mit den Arbeitnehmervertretern liefen bereits Gespräche, um möglichst vielen Mitarbeitern einen alternativen Job im Konzern anzubieten. Dazu seien aber neue Beschäftigungsmodelle etwa bei Teilzeit unumgänglich.

Update 8. April, 18.20 Uhr: Hat das Hamstern endlich ein Ende? Das legt zumindest eine Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch nahe. Demnach gingen die Verkaufszahlen für zuletzt überdurchschnittlich stark nachgefragte Hygieneprodukte und Lebensmittel in der vergangenen Woche größtenteils zurück, und das teilweise deutlich. So lag der Absatz von Toilettenpapier im Einzelhandel 29 Prozent unter dem Durchschnittswert der sechs Monate von August bis Januar.

Coronavirus-Auswirkungen auf die Wirtschaft: Klopapier-Umsatz schwankt
Noch eine Woche zuvor waren 46 Prozent mehr Klopapier verkauft worden als im Sechs-Monats-Schnitt. Bei Seife ging der Absatz nach einem Plus von über 330 Prozent Mitte März auf zuletzt noch etwas mehr als das Doppelte der üblichen Menge zurück. Und auch beiMehl fiel das Plus mit 57 Prozent vergangene Woche deutlich geringer aus als noch in der Woche zuvor (139 Prozent). Bei Zucker und Reis lagen die Verkaufszahlen nach Angaben der Statistiker nur noch etwa zehn Prozent über dem Durchschnitt.

Die Nachfrage nach Desinfektionsmittel stieg hingegen „nach einem kurzzeitigen Einbruch“ wieder, und zwar auf fast das Vierfache des üblichen Werts. Die Statistiker wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schwankungen und kurzfristige Absatzrückgänge nur bedingt eine langsam eintretende Sättigung des Bedarfs widerspiegeln. Sie könnten auch „auf ein kurzfristig fehlendes Angebot in einem Warensegment zurückzuführen sein“.

Coronavirus und Wirtschaft: DHL will Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter anmelden
Update 8. April, 16.10 Uhr: Der LogistikkonzernDeutsche Post DHL will einem Medienbericht zufolge Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter anmelden. Betroffen seien insbesondere Tochterunternehmen aus der Kontraktlogistiksparte, unter anderem zwei Unternehmen, die logistische Dienstleistungen und erste Produktionsschritte für die Autobauer Ford und Audi anbieten, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Mittwoch unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Auch im Geschäft mit Expresslieferungen in Deutschland und in der Speditionssparte soll demnach Kurzarbeit eingeführt werden.

Der Konzernleidet unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und der schlechten Auftragslage bei vielen Kunden. Sein Gewinnziel für 2020 nahm der Vorstand bereits zurück. Im Paketgeschäft in Deutschland verzeichnet der Konzern jedoch steigende Mengen. Im Brief- und Paketbereich arbeitet ein Großteil der rund 190.000 Angestellten in Deutschland.

Eine Sprecherin der Unternehmensgruppe erklärte auf AFP-Anfrage, die "erste Priorität" liege darauf, Mitarbeiter wo möglich in anderen Geschäftsbereichen einzusetzen. "Erst danach werden wir in einigen Geschäftsbereichen vorerst Kurzarbeit in begrenztem Umfang in Betracht ziehen."

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte, dass der Konzern das Kurzarbeitergeld nicht aufstocken wolle. Dazu habe Verdi den Vorstand aufgefordert, sagte die stellvertretende Vorsitzende Andrea Kocsis der "Wirtschaftswoche".

Coronavirus/Wirtschaft: Chemie- und Pharmabranche leidet besonders unter Corona
Update vom 8. April, 15.08 Uhr:

In der Chemie- und Pharmabranche steigt die Zahl der Kurzarbeiter in der Corona-Krise rasant. Im April werden voraussichtlich knapp 85 000 Beschäftigte in Kurzarbeit sein, heißt es in einer Umfrage des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) unter fast 250 Mitgliedsfirmen. Das seienjeder siebte Mitarbeiter oder 14 Prozent in der Branche mit ihren 580 000 Beschäftigten hierzulande. Zum März verfünffache sich damit der Anteil der Menschen in Kurzarbeit, heißt es in dem Papier, das der dpa am Mittwoch vorlag.

DieCorona-Krise treffe die Branche weit stärker als die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, sagte BAVC-Präsident Kai Beckmann. Damals seien in der Spitze etwa 50 000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie in Kurzarbeit gewesen. Heute seien Unternehmen entlang der Zulieferketten für die Autoindustrie wie Lacke, Kunststoff, Reifen und Fasern am stärksten betroffen.

Update vom 8. April, 12.11 Uhr: Nach zwei starken Börsentagen ist die Erholung am deutschen Aktienmarkt vorerst beendet. Die Finanzminister der Europäischen Union konnten sich am Mittwoch nicht auf ein milliardenschweres Corona-Hilfspaket einigen. Stattdessen vertagten sie sich auf Donnerstag. Das belastete die Kurse: Der Dax verlor am Vormittag 1,3 Prozent auf 10.222 Punkte. In den vergangenen beiden Tagen hatte sich der deutsche Leitindex um fast neun Prozent erholt.

Auswirkungen von Corona auf die Wirtschaft: Grüne fordern Nachbesserung bei Gutscheinregelung
Update vom 8. April, 11.28 Uhr: Die Grünen im Bundestag fordern Nachbesserungen bei der geplanten Gutscheinregelung für Verbraucher, die wegen der Corona - Krise Eintrittskarten oder Abos nicht nutzen können. „Auf kurze Sicht lässt die Regierung das größere Risiko bei der Ticketentschädigung damit den Verbrauchern auf die Füße fallen“, sagte die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Katharina Willkomm, der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte das Kabinett eine Regelung beschlossen, wonach Veranstalter von Musik-, Kultur- oder Sportveranstaltungen und Betreiber von Freizeiteinrichtungen wie Museen, Schwimmbäder oder Sportstudios ihren Kunden Gutscheine ausstellen können für Leistungen, die wegen der Corona-Pandemie nicht nutzen können. Das soll Insolvenzen verhindern helfen. „Veranstalter und Betreiber sind mit einer Vielzahl von Rückforderungen konfrontiert und geraten zunehmend in Liquiditätsengpässe“, warnte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).

BMW steigt in Produktion von Atemschutzmasken ein
Update vom 8. April, 10.51 Uhr: Auch der Autobauer BMW will in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken einsteigen. „Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an. Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Die für dieProduktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend sollen bis zu 100.000 Masken am Tag produziert werden.

Für den Kampf gegen das Coronavirus spendete der Autobauer dem Freistaat Bayern zudem eine Million Paar medizinische Handschuhe und50.000 FFP2-Atemschutzmasken. „In dieser Notlage ist eine zügige und koordinierte Hilfeleistung von höchster Bedeutung“, sagte Zipse. Er kündigte an, dass BMW „in den nächsten zwei Wochen“ noch einmal eine Million Atemschutzmasken spenden werde.

Wirtschaftsforscher: Deutschland kann Rezession verkraften
Update vom 8. April, 8.44 Uhr: Die Corona-Krise führt aus Sicht führender Wirtschaftsforscher zu einer schweren Rezession - Deutschland sei aber gut gerüstet, um diese durchzustehen. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte am Mittwoch, Deutschland bringe gute Voraussetzungen mit, den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau zu erreichen, das sich ohne die Krise ergeben hätte. Die günstige Finanzlage ermögliche es dem Staat, weitgehende Maßnahmen zur Abfederung der kurzfristigen negativen Folgen für Unternehmen und private Haushalte zu ergreifen.

Nach der Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahrum 4,2 Prozent schrumpfen. Dies wäre die schwerste Rezession seit der Finanz- und Wirtschaftskrise vor mehr als zehn Jahren. Für das kommende Jahr sagen die Institute eine Erholung und ein Wachstum von 5,8 Prozent voraus.

Deutsche Post sieht keinen Bedarf für Staatshilfe
Update vom 8. April, 8.15 Uhr: Die Deutsche Post sieht trotz derCorona-Krise keinen Bedarf für staatliche Finanzhilfen. „Wir sind in einer sehr stabilen Situation“, sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Der Konzern sei sehr widerstandsfähig und insbesondere bei der Bilanz sehr gut aufgestellt. Daher gebe es im Unternehmen keinerlei Diskussionen über mögliche staatliche Unterstützung.

Während die Post im Express- und Frachtgeschäft, in der Lieferkettenlogistik und bei Werbepost zuletzt spürbare Rückgänge verbuchte, sei das Paketgeschäft auf ein Niveau gewachsen, wie man es normalerweise nur in der Vorweihnachtszeit sehe, sagte Appel. Daher will die Post jetzt Mitarbeiter aus anderen Bereichen verstärkt im Paketgeschäft einsetzen. Auch Neueinstellungen sind demnach geplant.

Wohnungskonzern Vonovia: Tausende Mieter fürchten Geldprobleme
News vom 8. April, 5.13 Uhr: In der Corona-Krise haben Tausende Mieter Deutschlands größten Wohnungskonzern Vonovia um Zugeständnisse gebeten. Stand Ende voriger Woche hätten sichrund 3000 Mieter an das Unternehmen gewandt mit der Befürchtung, sie könnten sich ihre Wohnung nicht mehr leisten. Vonovia habe allen Mietern aber bereits im März geschrieben, „dass sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn sie Mieten vorübergehend nicht vollständig zahlen können“, sagte Vorstandschef Rolf Buch der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch).

Man wolle in solchen Fällen gemeinsam eine Lösung finden. „Auf keinen Fall werden wir Mietern kündigen, die aufgrund von Corona in Schwierigkeiten gekommen sind“, sagte Buch. Er schloss zudem Mieterhöhungen in laufenden Verträgen aus, solange die Corona-Krise akut sei. „Auch, wenn wir nun Modernisierungen abschließen, erhöhen wir die Mieten vorerst bis September nicht.“ Das koste den Konzern zwar Geld, an der Jahresprognose halte man aber fest.

Quelle: www.merkur.de
« Letzte Änderung: April 09, 2020, 10:10:20 Vormittag von Forexperts »